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Mehr Stellplätze für die Heidesiedlung

Elstal Mehr Stellplätze für die Heidesiedlung

Eines der größten Wohnbauprojekte in der Gemeinde Wustermark – die Heidesiedlung in Elstal – könnte ins Stocken geraten. Nach Abschluss der Planung fordern die Gemeindevertreter mehr Stellplätze pro Wohneinheit.

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Quelle: Tanja M. Marotzke

Elstal.  Eines der größten Wohnbauprojekte der Gemeinde Wustermark – die Heidesiedlung in Elstal – könnte in Zeitverzug geraten. Das liegt allerdings nicht am potenziellen Investor DKB Wohnen, sondern an den Wünschen der Wustermarker Gemeindevertreter. Die haben sich entschieden, die Stellplatzsatzung der Gemeinde ändern zu wollen, was wiederum Auswirkungen auf den Bebauungsplan „Heidesiedlung“ und die dortigen Parkflächen hat. Jetzt sitzt allen Beteiligten die Zeit im Nacken.

Nach den Plänen der DKB Wohnen sollen auf einer Fläche von etwa 17 Hektar zwischen Hauptstraße, Rosa-Luxemburg-Allee und B 5, Wohnungen für etwa 700 Menschen entstehen. Es ist die Mischung aus Ein- und Zweifamilienhäusern, Stadtvillen und Geschossbauten. Bis zu vier Geschosse sollen erlaubt sein. Dabei würden die Mehrgeschosser am äußeren Rand der Heidesiedlung stehen, im Kerngebiet sollen vor allem Häuser mit zwei Geschossen gebaut werden. Zu den etwa 300 Wohneinheiten kommen noch Gewerberäume. Die DKB will den potenziellen Bauherren der Mehrgeschosser vorschlagen, möglichst Tiefgaragen zu bauen. Geplant ist außerdem, den Verkehr von der B 5 kommend über zwei Kreisverkehre (vor den Flakhallen sowie an der Kreuzung Haupt- und Rosa-Luxemburg-Straße) zu führen.

Um möglichst noch in diesem Jahr mit den ersten Erschließungsarbeiten in Elstal beginnen zu können, muss der Bebauungsplan „Heidesiedlung“ genehmigt sein. So stellte Architekt Thomas Jansen jüngst die überarbeitete Planung vor und erlebte eine Überraschung. Plötzlich tauchte die Frage auf, ob denn die Anzahl der Stellplätze in der Heidesiedlung verändert wurde. „Wir haben uns bei der Planung an der gültigen Stellplatzsatzung orientiert. Die sagt, pro Wohnung bis 80 Quadratmeter ein Stellplatz, über 80 Quadratmeter zwei“, so Jansen. Nur sollte aus Sicht der Wustermarker die Stellplatzsatzung der Gemeinde längst überarbeitet werden. Doch das ist bisher nicht geschehen. Erst in der letzten Gemeindevertretersitzung folgte ein entsprechender Änderungsantrag der Fraktion CDU/SPD/Grüne, der mehrheitlich befürwortet wurde. „Jetzt soll ein Stellplatz je Wohnung bis 70 Quadratmeter Nutzfläche gebaut werden, ab 70 Quadratmeter dann zwei“, erklärte Oliver Kreuels (CDU).

Weil aber die Änderung der Stellplatzsatzung mehrere Gremien durchlaufen muss, kann sie frühestens in der Novembersitzung der Gemeindevertreter verabschiedet werden. Bürgermeister Holger Schreiber (parteilos) ist trotzdem zuversichtlich, dass das Projekt Heidesiedlung sich nicht verzögert. „Die DKB hat uns zugesichert, alles zu berücksichtigen.“

Das bedeutet für den Investor, zumindest im Bereich der geplanten Mehrfamilienhäuser zusätzliche Flächen für Parkplätze zur Verfügung stellen zu müssen. „Hoffentlich reicht die zu versiegelnde Fläche dort aus“, sagte der neue Gemeindevertreter Christian Bommer (WWG). Für den Bereich der Ein- und Zweifamilienhäuser habe die Änderung der Stellplatzsatzung keine Auswirkungen, weil „die Leute ihre Autos auf den Grundstücken abstellen“, so Jansen.

Von Jens Wegener

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