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Havelland Mehr Tourismus angestrebt
Lokales Havelland Mehr Tourismus angestrebt
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07:10 20.02.2016
Besuch im Schaugehege (v.l.): Michael Beier, Martin Gorholt und Jörg Vogelsänger. Quelle: Andreas kaatz
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„In diesem Jahr sehen die Kälber prächtig aus.“ Peter Nitschke, Projektleiter der Sielmanns Naturlandschaft Döberitzer Heide, ist zufrieden. Bald wird die kleine Wisentherde vom Schaugehege in die Wildniskernzone umziehen. Dann sorgen die Tiere mit den dort lebenden rund 80 Wisenten dafür, dass die Landschaft offen gehalten wird – unterstützt von 80 Stück Rotwild und 30 Przewalski-Pferden. „Je offener die Landschaft, umso größer die biologische Vielfalt“, sagt Nitschke.

Zusammen mit Sielmann-Vorstand Michael Beier zeigte er am Freitag Jörg Vogelsänger, Minister für ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft, und dem SPD-Landratskandidaten Martin Gorholt die Sielmanns Naturlandschaft. Und die Gäste erfuhren so einiges über die neuesten Vorhaben und Pläne. So soll der Rotwildbereich im Schaugehege ab April teilweise fürs Publikum begehbar sein. Allerdings wird eine Schleuse verhindern, dass der Hirsch mit seinem mächtigen Geweih dort ebenfalls hineinkommt, um eine Verletzungsgefahr für die Besucher auszuschließen. Des Weiteren informierte Michael Beier darüber, dass die Stiftung vorhat, im nördlichen Bereich – außerhalb des Naturschutzgebietes – einen Waldfriedhof auf einer Fläche von zehn Hektar zu errichten.

Beier ist auch guter Hoffnung, dass der 600 Hektar große Übungsplatz der Bundeswehr in der Döberitzer Heide irgendwann zur Stiftung gehört. Denn die Nato wolle ihre Militärflächen auf den Prüfstand stellen. „Dabei stehen kleinere Übungsplätze zur Disposition. Wir haben großes Interesse, den Übungsplatz zu übernehmen“, so der Vorstand.

Beier ist zudem erfreut über die Nachbarschaft und Zusammenarbeit mit Karls Erlebnisdorf. „Wir profitieren auf jeden Fall auch davon“, sagt er. Seitdem das Unternehmen sich vor fast zwei Jahren an der B 5 angesiedelt hat, kommen jährlich viermal soviel Besucher in die Heide als vorher – rund 100 000. Den Tourismus sieht er zudem als ausbaufähig an. „Spannend wäre es, wenn wir Naturtourismus etablieren könnten.“ So kommen zwar viele Besucher zu Fuß und mit dem Fahrrad in die Heide. „Doch was es nicht gibt, das sind Kutschfahrten und Safaris mit Fahrzeugen“, sagt Beier. Die Forderung des Landkreises, dies mit Elektrofahrzeugen durchzuführen, sieht er momentan aber als unrealistisch an.

Es gibt aber noch weitere Pläne. Im Zuge des Stadt-Umland-Wettbewerbs hofft die Stiftung auf 6,5 Millionen Euro Fördermittel, um zwei weitere Aussichtstürme und ein Besucherinformationszentrum zu errichten sowie den großen Schafstall zu sanieren. 1,2 Millionen Euro stellt die Stiftung selber bereit. „Ein entscheidender Punkt ist dabei aber auch der Waldwegebau um die Kernzone herum“, sagt Beier. Rund 27 Kilometer Wege will man naturverträglich umbauen und teils neu errichten, so dass sie sowohl für Radfahrer als auch für Forstwirtschaftsfahrzeuge nutzbar sind.

Von Andreas Kaatz

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