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Mehr Wohnungen und Gehweg gefordert

Falkensee Mehr Wohnungen und Gehweg gefordert

Kleine seniorenfreundliche Bungalows waren ursprünglich für das neue Wohngebiet vorgesehen, das in der Falkenseer Schillerallee entstehen soll. In den neuesten Planungen, die jetzt vorgestellt wurden, fehlt es jedoch an Wohnungen und einem Gehweg.

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Seniorengerecht soll das Wohngebiet an der Schillerallee werden.

Quelle: dpa

Falkensee. Schwellenlos und ohne Treppen, eben alles auf einer Etage – so hatte sich Dagmar von Kleist vor drei Jahren die Häuser im neuen Wohngebiet vorgestellt, das auf einem kommunalen Grundstück am Ende der Falkenseer Schillerallee entstehen soll. Der Seniorenbeirat und die AG „Wohnen im Alter“ vom Kompetenzzentrum Havelland hatten das Vorhaben auf den Weg gebracht, lange blieb es ruhig um das weitere Vorgehen.

Im Gespräch mit dem ASB

„Wir haben nun das Bodengutachten eingeholt, ein Erschließungskonzept erarbeitet und erste Gespräche mit dem Arbeiter Samariter Bund (ASB) über eine mögliche Trägerschaft für das geplante Gemeinschaftshaus der Siedlung geführt“, so Stadtplaner Sebastian Rhode im Falkenseer Stadtentwicklungsausschuss. Auch von Barrierefreiheit und Seniorenfreundlichkeit sprach der Planer, nur vom angedachten Bungalowcharakter der Wohnsiedlung war keine Rede mehr.

34 zwei- und dreigeschossige Häuser sowie ein Gemeinschaftshaus sollen auf einer Fläche von etwa zwei Hektar entstehen, rund 70 bis 80 Menschen könnten einmal in der Siedlung wohnen. „Eigentlich sollte es hier möglich sein, dass sich ältere Leute verkleinern können. Ich erinnere mich an den letzten Entwurf, der eine deutlich höhere Anzahl an Wohnungen beinhaltete“, erinnert sich Jean Paege (CDU) und gibt zu bedenken: „Nach diesem Entwurf ist es lediglich ein ganz normales Wohngebiet.“

Zu wenig Wohnungen

Dass es ganz klar zu wenig Wohnungen sind, die in der Schillerallee entstehen sollen, findet auch Petra Hey (SPD): „Was ist denn mit einem Mehrfamilienhaus? Ich bin nicht glücklich mit der geringen Anzahl der Wohneinheiten.“ Und obwohl der Testentwurf genau diesen Eindruck vermittelt, haben sich die Planer die Bauweise offen gehalten, um flexibler agieren zu können. Einzelhäuser, Doppelhäuser oder auch Reihenhäuser wären zulässig. Außerdem sei es nicht ausgeschlossen, dass innerhalb von Einzelhäusern mehrere Wohneinheiten umgesetzt würden, lautet es in dem Entwurf.

Wie auch das Gemeinschaftshaus mit integrierter Tagespflege und weiteren Angeboten sollen die fünf dreigeschossigen Gebäude im nördlichen Teil des Wohngebiets entstehen. „Warum gerade hier? Man muss auf jeden Fall Rücksicht auf die Nachbargrundstücke nehmen und den zu geringen Abstand von drei Metern vergrößern“, so Elfriede Schmidt (FDP). Auch die geplante Erschließungsstraße, die sich auf einer Breite von zehn Metern l-förmig durch das Wohngebiet ziehen soll, stand in der Kritik. Denn neben der Fahrbahn, öffentlichen Stellplätzen, Straßenbäumen und Versickerungsmulden blieb im vorläufigen Entwurf kein Platz für einen Gehweg. „Es soll eine Siedlung für betagte und auch gehbehinderte Menschen werden. Ohne Gehweg geht das nicht“, so Ingrid Junge (SPD).

Gehweg gefordert

„Der Seniorenbeirat macht sich seit Jahren im gesamten Stadtgebiet für Gehwege stark. Dass es jetzt in einem barrierefreien Neubaugebiet keinen geben soll, ist schon komisch“, so auch Wolfgang Quante vom Falkenseer Seniorenbeirat. „Bei der Breite der Fahrbahn wird ein zusätzlich Weg für Fußgänger ziemlich knapp. Außerdem muss man bedenken, was in einem solchen Wohngebiet verkehrsmäßig tatsächlich passiert – viel ist das aller Wahrscheinlichkeit nach nicht“, so Sebastian Rhode. „Grundsätzlich haben wir aber nichts gegen einen Gehweg, auch eine Spielstraße wäre denkbar“, erklärte der Planer. Der Lärm vom angrenzenden Sportplatz der Kant-Gesamtschule, der das Wohngebiet potenziell betreffen könnte, stelle hingegen kein größeres Problem dar. „Ein Schallschutz besteht bereits, derzeit wird geprüft, ob dieser tatsächlich ausreicht“, so Rhode.

Während des kommenden Stadtentwicklungsausschusses am 14. November sollen dessen Mitglieder darüber entscheiden, ob der Entwurf in der vorgelegten Form in der Falkenseer Stadtverordnetenversammlung beraten werden kann.

Von Laura Sander

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