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Mehr als 100 Kita-Plätze könnten fehlen

Nauen Mehr als 100 Kita-Plätze könnten fehlen

Die Stadt Nauen benötigt für die Zukunft nicht nur einen neuen Hort mit mindestens 150 Plätzen, sondern auch Betreuungskapazitäten für Kita-Kinder. Im Jahre 2022 könnten 105 Kita-Plätze fehlen – bei einem gleichbleibenden Geburtenschnitt. Somit könnte die Kita „8. März“, die eigentlich in naher Zukunft geschlossen werden sollte, doch noch eine Perspektive bekommen.

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Möglicherweise bleibt die Kita „8. März“ doch noch erhalten.
 

Quelle: Privat

Nauen.  Für die Kita 8. März in der Berliner Straße gibt es möglicherweise Hoffnung, dass sie doch nicht in naher Zukunft geschlossen und das Gebäude von der Stadt verkauft wird. Neueste Rechenmodelle der Stadt gehen davon aus, dass die Kommune die 97 Plätze der Einrichtung in Zukunft wohl doch benötigen könnte. Hieß es bisher, dass in Zukunft der Bedarf an Hortplätzen drastisch steigen wird, während gleichzeitig weniger Kita-Plätze nötig sind, so hat sich die Situation jetzt stark verändert. Rund 105 Kita-Plätze (Krippe, Kinderkarten) könnten in Nauen im Jahre 2022 fehlen – ausgehend davon, dass die Geburten mit durchschnittlich 170 im Jahr stabil bleiben.

„Wir brauchen aber nicht nur Kita-Plätze, sondern auch einen Hortneubau. Daran kommen wir nicht vorbei“, schlussfolgert jetzt Vizebürgermeisterin Marion Grigoleit. Bisher war der Kita-Bedarfsplan des Landkreises das Maß aller Dinge. Doch laut Grigoleit gibt dieser in einem entscheidenden Punkt nicht die realen Bedingungen wieder. Der Knackpunkt sind die 240 Hort-Plätze auf dem Da-Vinci-Campus. Die werden der Stadt vom Landkreis voll angerechnet. „Aber nur zehn Prozent der Nauener Kinder besuchen tatsächlich diesen Hort“, sagt sie – etwa 86 Kinder. Die anderen Plätze stehen den Nauenern gar nicht zur Verfügung, sondern werden von Kindern von außerhalb belegt, die den Campus besuchen. Das allerdings ignoriert der Landkreis. „Der Kita-Bedarfsplan ist deshalb verzerrt“, meint Grigoleit.

Bezüglich der fehlenden Kita-Plätze könnte die Stadt laut Marion Grigoleit dadurch teilweise Abhilfe schaffen, indem sie die 73 bisherigen Hortplätze in den Kitas „8. März“ und „Kinderland“ freimacht. Diese Hortplätze würden im geplanten Neubau mit mindestens 150 Plätzen auf dem Gelände der Arco-Schule angesiedelt. Bleiben dann noch 32 fehlende Kita-Plätze, die die Stadt notfalls über Ausnahmegenehmigungen vom Ministerium abdecken könnte.

Voraussetzung wäre aber, dass die Kita „8. März“ offen bleibt, sonst würde das Defizit sogar 130 Plätze betragen. Und rechnet die Stadt einen höheren Geburtenschnitt sowie die sich andeutenden Zuzüge mit ein, könnte ein noch viel größerer Bedarf an Kita-Plätzen entstehen.

 Bezüglich der Kita „8. März“ muss sich die Stadt aber bald entscheiden. Denn wegen Brandschutzauflagen läuft die Ausnahmegenehmigung für den Betrieb der alten Villa Ende 2018 aus. Die Investitionskosten werden mit rund 900 000 Euro veranschlagt. Wie Marion Grigoleit sagt, gibt es zudem zwei Alternativen. Dazu sei sie derzeit mit privaten Investoren im Gespräch. Einer würde eventuell eine neue Kita mit 120 bis 140 Plätzen bauen und auch betreiben. Ein weiterer könnte eine Kita in gleicher Größenordnung bauen, wobei dann aber die Stadt die Einrichtung betreibt und Miete zahlt.

Allerdings besteht in allen drei Fällen großer Zeitdruck. Denn um eine Chance auf Fördermittel zu haben, müssen die Anträge bis 30. Juni eingereicht werden, heißt es. Bei einer Sanierung könnte das Land nach ihrer Aussage 50 Prozent fördern. Bei einem Neubau – wenn mehr Plätze entstehen als bisher – wären es aus Bundesmitteln gar 90 Prozent.

Bleibt die Kita „8. März“ erhalten, würden sich auch die Eltern bestätigt fühlen. Die hatten in der Vergangenheit unter anderem mit einer Unterschriftensammlung dafür gekämpft, dass die Einrichtung nicht geschlossen wird.

 

Von Andreas Kaatz

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