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19:00 18.02.2016
Linda Köhler-Sandring und Stefanie Witt haben „Made in Falkensee“ aus der Taufe gehoben. Quelle: Tanja M. Marotzke
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Falkensee

„Wir sind ein loser Haufen“, sagt Stefanie Witt. Aber der lose Haufen hat es in sich und erweist sich ziemlich stabil. Gemeint sind die Künstler, Kunsthandwerker und anders Kreativen, die sich unter dem Logo „Made in Falkensee“ versammelt haben. Das war vor zwei Jahren, jetzt soll es eine Neuauflage der Broschüre geben.

Bis Monatsende nehmen die Macherinnen Stefanie Witt und Linda Köhler-Sandring noch Anmeldungen an. Aber schon jetzt ist der Zuspruch riesig. Waren es vor zwei Jahren noch 80 Kreative, sind jetzt schon 150 versammelt. Und dabei werden die vielen Berliner Anfragen abgelehnt, es soll ein regionales Angebot für Falkensee und Umgebung sein.

„Wir freuen uns über die vielen neuen Künstler und Kunsthandwerker, die zu uns gestoßen sind“, sagt Kommunikationsdesignerin Stefanie Witt. Handarbeiten, Schmuck, Holzbearbeitung, Illustrieren, Schreiben, Tanzen, Fotografieren, Design, Kochen, Filzen – die Mischung ist bunt. Nun kommen zwei neue Kategorien hinzu: Kleine Manufakturen (wie die Popcorn-Manufaktur, ein Gewürzhändler oder das Ostmost-Team) und der Bereich Unterhaltung mit Musikern.

„Wir wollten den vielen, oft vereinzelt agierenden Kreativen mit dem Katalog eine Präsenz geben“, erinnert Fotografin Linda Köhler-Sandring an den Anfang. Die Macher waren über die Welle überrascht, die das Heft ausgelöst hat. Schnell waren die 5000 Exemplare vergriffen. „Mit dem Heft verfolgen wir keine kommerziellen Absichten, es dient den Teilnehmern des Netzwerkes, sich bekannt zu machen“, sagt Stefanie Witt. Sogar von einer Messe aus Mailand kam eine Anfrage, doch das war dann organisatorisch und finanziell doch nicht zu meistern.

Ein Logo, das verbindet. Quelle: MAZ

Aber in Falkensee, da ist „Made in Falkensee“ präsent. Nicht nur mit dem Heft, sondern auch ganz konkret auf Märkten oder in Galerien auf Zeit. „Mit Unterstützung von Geschäftsleuten und von der Stadt haben wir uns schon zwei Mal in der Adventszeit vorstellen können“, sagt Stefanie Witt und hofft, dass die Idee weitergeführt werden kann.

Das Netzwerk bringt sich auch in andere Aktionen der Stadt ein, ist dabei, wenn sich die Werbegemeinschaft „Starke Mitte Falkensee“ trifft, nimmt am Stadtfest teil, hat Ideen für das Gebäude in der Bahnhofstraße 80. „Da haben wir ein Konzept entwickelt und wollen es der Stadt vorstellen“, sagt die Netzwerkerin Witt. „Made in Falkensee“ will sich dort gemeinsam mit der Interessengemeinschaft Falkensee (IGZ) und der Willkommensinitiative einbringen. „Wir denken an eine offene Begegnungsstätte, in der künstlerische Workshops möglich sind, wo es ein kleines kulinarisches Angebot gibt und wo auch etwas gekauft werden kann“, beschreibt Stefanie Witt die bunte Vision für das graue Haus.

Der lose Haufen hat sich entwickelt. „Da haben sich Leute kennengelernt, die jetzt etwas Gemeinsames machen“, erzählt Linda Köhler-Sandring. Sie fahren zu Messen oder planen gemeinsame Unternehmungen, so wollen drei Frauen mit ihren Textilien in Falkensee einen Laden aufmachen. „Gemeinsam“ heißt das Zauberwort des Netzwerkes, hier versteht man sich nicht als Konkurrent.

Gemeinsam – davon ist das Netzwerk auch in anderer Hinsicht geprägt. „Made in Falkensee“ steht mit dafür, wie Alt- und Neufalkenseer zusammenwachsen. So sind einige Ur-Falkenseer – wie Armin Kühne mit seinen Holz-Schreibgeräten dabei, aber viele Zugewanderte. Linda Köhler-Sandring zog 2009 nach Falkensee, Stefanie Witt lebt seit acht Jahren hier. „Aber eigentlich schon viel länger“, erzählt sie, fast ihre ganze Familie wohnte in hier, einen großen Teil ihrer Kindheit hat sie in der Stadt verbracht, die sie als ihre begreift. Und dieses Gefühl wächst bei vielen, das Netzwerk „Made in Falkensee“ hilft dabei.

Kontakt Mehr unter der Adresse www.made-in-falkensee.de

Von Marlies Schnaibel

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