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Havelland Falkenseer Schülerin im Krankenhaus
Lokales Havelland Falkenseer Schülerin im Krankenhaus
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15:44 31.05.2015
Antibiotika können bei Meningitissymptomen helfen. Quelle: Julian Stähle
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Falkensee

Eine Schülerin des Lise-Meitner Gymnasiums Falkensee ist mit Symptomen einer ansteckenden Gehirnhautentzündung ins Krankenhaus eingeliefert worden. Eine Gehirnhautentzündung (Meningitis) ist eine Entzündung der Hirn- und Rückenmarkshäute und kann im schlimmsten Fall einen lebensbedrohlichen Verlauf nehmen. Sie kann durch Viren, Bakterien oder andere Mikroorganismen verursacht werden. Die Ansteckung ist nur über eine Tröpfcheninfektion, also durch Küssen, Husten oder Niesen möglich. Die Inkubationszeit, also die Zeit von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Krankheit, beträgt im Durchschnitt drei bis vier Tage. „Unsere Gedanken sind bei der Schülerin und ihrer Familie. Wir hoffen, dass die Schülerin schnell wieder gesund wird,“ sagte der Schulleiter des Gymnasiums René Durdel.

Da die Schülerin am Donnerstag noch die Schule besucht hat, informierte das Gesundheitsamt des Landkreises Havelland am Sonnabend die Schulleitung des Lise-Meitner-Gymnasiums. Um eine weitere Ausbreitung der Krankheit zu verhindern, entschied man vorsichtshalber alle Mitschüler, die die gleiche Jahrgangsstufe wie die Erkrankte besuchen und engeren Kontakt mit ihr hatten, präventiv mit einem Antibiotikum zu behandeln. Am Sonnabend informierte die Schulleitung telefonisch und über die sozialen Medien alle betreffenden Schüler und deren Eltern über die mögliche Gefahr. Daraufhin versammelten sich am Sonntagmorgen 150 besorgte Schüler und ihre Eltern in der Aula des Gymnasiums, um sich bei Mitarbeitern des Gesundheitsamts zu informieren. Anschließend wurden auf freiwilliger Basis Antibiotika ausgeteilt, die die Krankheitserreger noch vor dem Ausbruch unwirksam machen. Eine Ansteckung über Dritte, nicht erkrankte Personen, oder Oberflächen ist nicht möglich. Es besteht daher keine Gefahr für Menschen, die keinen persönlichen Kontakt zum Krankheitsträger haben.

Von Markus Kollberg

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