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Havelland Mieter klagt über Stromverschwendung
Lokales Havelland Mieter klagt über Stromverschwendung
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17:37 17.03.2017
Werner Krebs Quelle: Bernd Geske
Premnitz

Früher ließ sich die leuchtende Hausnummer ein- und ausschalten, das war für Karin und Werner Krebs in Ordnung. Sie sind Mieter der Premnitzer Wohnungsbaugesellschaft (PWG) und wohnen seit mittlerweile fast 45 Jahren in der Thomas-Mann-Straße 11. Auch die Nachbaraufgänge der Nummern 8, 9 und 10 haben schaltbare Leuchten.

Im vergangenen Oktober hat die PWG dann bei der Hausnummer 11 eine neue Leuchte anbringen lassen. Die wird über einen Dämmerungsschalter gesteuert, leuchtet bei Dunkelheit pausenlos, und das finden die seit fast fünf Jahrzehnten hier lebenden Karin und Werner Krebs nicht richtig.

„Das ist eine Verschwendung, die nicht sein muss“, sagt Werner Krebs. Er spricht von grobem Unfug und einem Schildbürgerstreich. Es reiche völlig aus, eine Leuchte zu haben, die bei Bedarf eingeschaltet werden kann, findet er. So habe es in den vergangenen Jahren stets funktioniert.

Der Eingang sei auch ohne brennende Nummer gut beleuchtet, weil nicht weit entfernt eine Straßenlampe steht. Dass nach Aussagen der PWG die alte Anlage kaputt gewesen sei und deshalb die neue installiert wurde, glaubt Werner Krebs nicht.

„Die alte war voll funktionsfähig “, sagt er. Mit der PWG hat er deshalb schon mehrere unerfreuliche Telefonate führen müssen, sagt er. Auch ein Antwortbrief des PWG-Chefs auf seine schriftliche Beschwerde hat ihn nicht zufrieden gestellt. Mit dem Bürgermeister hat er in dieser Angelegenheit auch schon einen Gesprächstermin hinter sich.

„Die Leuchte war kaputt und ist erneuert worden“, sagt PWG-Geschäftsführer Dietmar Kästner. Fast der gesamte Bestand der PWG habe Hausnummern, die in der ganzen Nacht leuchten, berichtet er. Nur bei einigen wenigen Blocks im Zentrum gebe es noch die aus DDR-Zeiten stammenden Schalter. „Wir haben die Mieter dort gebeten, die Leuchten in der Dunkelheit immer anzuschalten, weil es aus unserer Sicht sinnvoll ist, wenn das Licht brennt“, sagt Dietmar Kästner. Das sei im Interesse der Verkehrssicherungspflicht. Nach Berechnungen der PWG entstehen Stromkosten von rund einem Euro pro Mietpartei im Jahr durch Hausleuchten,die im Dunkeln ständig brennen. Für Dietmar Kästner ist das eine geringe Größenordnung. Er verweist darauf, dass das Unternehmen die Heizkosten seiner Mieter von 1,3 Millionen in 2012 auf 930 000 Euro in 2016 gesenkt hat. Das sei eine spürbare Sparmaßnahme im Sinne der Mieter.

Bürgermeister Ralf Tebling (SPD) äußert sich im Sinne der PWG. „Sicherheit geht vor“, sagt er. Eine in der Dunkelheit ständig brennende Leuchte sei Stand der Technik. Nach und nach rüste die PWG alle Hauseingänge um – und das sei richtig so.

Von Bernd Geske

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