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Havelland Millionen für die Seegerschule
Lokales Havelland Millionen für die Seegerschule
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02:24 05.03.2018
Die Otto Seeger Grundschule, in Rathenow-West. Quelle: Markus Kniebeler
Rathenow

Auf diesen Tag haben die Verantwortlichen der Otto-Seeger-Schule in Rathenow-West lange gewartet. Seit Jahren kämpfen sie darum, dass ihre Schule endlich modernisiert wird. Ihre Bitten blieben lange unerhört. Aber jetzt deuten alle Zeichen darauf hin, dass etwas passiert. Rund 1,5 Millionen Euro sollen nach Willen der Rathenower Stadtverwaltung in den kommenden Jahren in den Schulstandort an der Pfarrer-Fröhlich-Straße gesteckt werden. Das Geld stammt aus dem Kommunalinvestitionsförderungsprogramm des Bundes, das im vergangenen Jahr beschlossen wurde.

Ralph Stieger, Leiter der Otto-Seeger-Grundschule Quelle: Uwe Hoffmann

Ralph Stieger, Schulleiter der Otto-Seeger-Grundschule, macht aus seiner Freude über die Pläne keinen Hehl. „Wir haben diese Entscheidung lange herbeigesehnt“, sagte er am Freitag auf MAZ-Anfrage. Die Schule habe eine Generalsanierung dringend nötig. „Wenn es so kommt wie angekündigt, ist das ein starkes Signal für die Zukunft der Schule“, so Stieger. Die Zeit der Unsicherheit, in der immer wieder über eine Schließung der Schule in West spekuliert wurde, sei damit hoffentlich endlich beendet.

Die endgültige Entscheidung über die Verteilung des Geldes treffen die Rathenower Stadtverordneten am 14. März. Aber man kann davon ausgehen, dass sie an den Plänen, in die Seegerschule zu investieren, nicht rütteln werden. Denn an der Notwendigkeit, das Gebäude auf Vordermann zu bringen, zweifelt niemand. Nur fehlte bislang das Geld, um mehr zu schaffen als die ein oder andere Schönheitsreparatur.

Das Bundesprogramm kommt also wie gerufen. Inklusive des städtischen Eigenanteils stehen der Stadt Rathenow knapp 2,9 Millionen Euro zur Verfügung. Das Geld darf laut Gesetz nur verwendet werden, um Schulen und schulnahe Einrichtungen zu modernisieren.

Genaue Planung muss noch erfolgen

Rund die Hälfte des Geldes soll in den Schulstandort in Rathenow-West investiert werden. Was genau mit dem Geld geschehen soll, wird noch zu ergründen sein. In Kürze startet eine Machbarkeitsstudie, in der untersucht wird, wie die Schule nicht nur als Bildungseinrichtung, sondern auch als Quartierszentrum genutzt werden kann. Die Fördermittel aus dem Bundesprogramm dürfen nach Auskunft von Rathenows Bauamtsleiter Mattias Remus allerdings nur für Vorhaben verwendet werden, die der schulischen Nutzung dienen.

Umbau Jahnstraße 34 wieder aktuell

Die andere Hälfte der Geldes aus dem Bundesprogramm soll nach Vorschlag der Stadtverwaltung in den Umbau des ehemaligen Rathauses in der Jahnstraße 34 zu einem Hort für die Jahngrundschule gesteckt werden. Die Hortkapazität in der Schule ist nicht ausreichend. Seit Jahren werden Räume doppelt genutzt – als Klassen und Horträume. Diese nur mit Ausnahmegenehmigungen des Schulamtes ermöglichte Praxis könnte mit einem zusätzlichen Hortgebäude beendet werden. Außerdem ist der Plan, die Jahngrundschule wegen steigender Schülerzahlen künftig dreizügig zu betreiben, ohne die Schaffung zusätzlicher Hortplätze nicht umsetzbar.

Das ehemalige Rathaus in der Jahnstr 34 soll zum Hort umgebaut werden. Quelle: Markus Kniebeler

Idealerweise liegt das ehemalige Rathaus in unmittelbarer Nachbarschaft des Jahn-Schulkomplexes. Grundschüler würden den Hort über das Schulgelände erreichen, es müsste noch nicht einmal eine Straße überquert werden. „Der Umbau ist durchgeplant und geprüft“, sagt Matthias Remus. „Die Arbeiten könnten sofort ausgeschrieben werden.“ Ob das passiert, entscheiden ebenfalls die Stadtverordneten. Im Sommer 2016 hatten sie den vorgesehenen Umbau des einstigen Rathauses jäh gestoppt, als die Bauverwaltung bekannt gegeben hatte, dass die geplanten Kosten nicht einzuhalten seien.

Von Markus Kniebeler

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