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Havelland Wolken verdecken Sicht auf Sternschnuppen
Lokales Havelland Wolken verdecken Sicht auf Sternschnuppen
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11:17 15.08.2016
: Rolf König hielt einen Vortrag über Kometen. Zum 50. Geburtstag bekam er diese sechs Meteoriten geschenkt. Quelle: Uwe Hoffmann
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Milow

„Natürlich hätte auch ich mir viel Liebe und Glück gewünscht“, sagt Ilona Langgemach, Leiterin des Naturparks Westhavelland. Zur zweiten Perseiden-Nacht im Besucherzentrum des Naturparks in Milow hatten sich 54 Interessierte angemeldet. Aber ab dem späten Freitagnachmittag war das Wetter völlig diesig und es nieselte. . So hatten die über 30 Gäste, die trotzdem auch aus der weiteren Region und Berlin nach Milow kamen, leider kein Glück, sich etwas bei einer fallenden Sternschnuppe zu wünschen. Wie im vergangenen Jahr als der Wolkenhimmel erst nach Mitternacht etwas aufriss.

Jedes Jahr, Mitte August, kreuzt die Erde auf ihrer Umlaufbahn um die Sonne den Staubschweif des Kometen „109/P Swift-Tuttle“. „Es ist das Highlight der Sternenbeobachtung im Sommer. Sonst sind in dieser Jahreszeit nicht viele Ereignisse am Sternenhimmel zu beobachten“, so Ilona Langgemach zur Einführung des zur Veranstaltung geplanten Vortrags zum Thema von Rolf König. Der ehemalige Leiter der Planetariums Potsdam und Mitglied des Fördervereins Sternenpark Westhavelland nannte seinen interessant gestalteten Vortrag „Vagabunden im Weltall - Kometen“. Bis weit ins Mittelalter hinein hätten die Menschen die Kometen als schlechtes himmlisches Zeichen betrachtet und in ihnen die Ursache von Missernten, Erdbeben oder Kriege gesehen, so Rolf König.

„Kometen sind Kleinstkörper im Weltall. Mann könnte sie auch als schmutzige Schneebälle aus Eis mit Einflüssen bezeichnen“, so König weiter. „Die Energie der Sonne verursacht den der Sonne abgewandten Kometenschweif aus Staubteilchen. Kreuzt die Erde diesen Schweif, treten kleine Teilchen in die Erdatmosphäre ein. Durch ihre hohe Geschwindigkeit ionisieren diese energiereichen Teilchen die Atomteilchen des Gasgemisches Luft. Diesen Prozess nehmen wir als Sternschnuppen wahr.“

In diesem Jahr wären die Perseiden besonders intensiv zu beobachten gewesen. Mehr als 150 pro Stunde wurden erwartet. Auch wenn die leicht aufgerissene Wolkendecke nach Vortrag und angeregter Diskussion gegen 21.45 Uhr den Blick auf ein, zwei Sterne freigab, war eine Beobachtung der Sternschnuppen nicht möglich.

Als besonderes Highlight hatte Rolf König übrigens sechs ein bis zwei Zentimeter große Meteoriten, aus Stein und reinem Eisen bestehend, nach Milow mitgebracht. Diese hatte er von Freunden zu seinem 50. Geburtstag geschenkt bekommen. So gab es in Milow doch noch Sternteilchen zu sehen.

Von Uwe Hoffmann

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