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Milow gruselt sich und feiert ein tolles Fest

Havelland Milow gruselt sich und feiert ein tolles Fest

Das Halloween-Fest in Milow (Havelland) hat Tradition. Aus nah und fern reisen die Gruselfans an, manche geschminkt, andere wunderbar kostümiert. Auch diesmal herrschte eine ausgelassene Atmosphäre auf dem Festgelände. Dass Sturm „Herwart“ zunächst für eine Verschiebung und dann für Besucherschwund verantwortlich war, fiel dabei gar nicht so schwer ins Gewicht.

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Schaurig schöne Kostüme gab es beim Milower Halloween-Fest auch diesmal zu bestaunen.

Quelle: Uwe Hoffmann

Milow. Das diesjährige Halloween-Spektakel in Milow musste der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr wegen des Sturmtiefs „Herwart“ in der Samstagnacht kurzfristig auf Montag verschieben. „Im letzten Jahr kamen geschätzt 3000 Besucher“, so der Vereinsvorsitzender Jens Trittel. „Aber auch diesmal waren es 1000 Leute, die ordentlich Halloween feiern wollten.“

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Das Halloween-Fest in Milow (Havelland) hat Tradition. Aus nah und fern reisen die Gruselfans an, manche geschminkt, andere wunderbar kostümiert. Auch diesmal herrschte eine ausgelassene Atmosphäre auf dem Festgelände. Dass Sturm „Herwart“ zunächst für eine Verschiebung und dann für Besucherschwund verantwortlich war, fiel dabei gar nicht so schwer ins Gewicht.

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Das Halloween-Spektakel startete am Montag um 17 Uhr an der Inge-Sielmann-Grundschule. Bis 18 Uhr mussten sich die Besucher in der langen Schlange noch gedulden, bis der Geisterwald Einlass gewährte. Über 700 Meter gestalteten die Kameraden der Milower Feuerwehr mit ihren Helfern auch in diesem Jahr wieder einen gruseligen Parcours im Wäldchen.

Viele der Besucher waren in diesem Jahr wieder kostümiert, einige sehr aufwendig geschminkt. Die fantasievollsten Kostüme wurden mit viel Beifall vor der Bühne prämiert. Den ersten Platz unter den Besuchern bis 16 Jahren belegte der „Joker“, die vierjährige Serfina. Sie kam mit ihrer Mutter aus Brandenburg an der Havel nach Milow. Wie auch Andy Hartung mit seinem Freunden. „Ich bin schon das zweite Mal hier. Das Halloween-Spektakel ist cool und groß“, so der Brandenburger, der mit seinen Freunden als gruselige Brautpaare kostümiert war.

Auch in diesem Jahr wurden die Gäste mit der weitesten Anreise prämiert. Der gebürtige Bützeraner Dieter Liebe zog vor acht Jahren des Berufes wegen nach Konstanz an den Bodensee. „Ich komme zweimal im Jahr zu Besuch ins Havelland“, sagte Liebe, der mit seiner Frau Brigitte zum Halloween-Spektakel anreiste. Die 825 Kilometer konnten auch die Gäste aus der Nähe von Heidelberg und aus Niederkassel bei Bonn nicht toppen. Bei den am besten Kostümierten unter den Gästen über 16 Jahre holten sich die „Orgs“ aus „Herr der Ringe“ den Siegerpokal, Janin Lamprecht und Manuel Gohr.

Der Milower gehörte zu denen, die den Halloween-Umzug durch den Ort mit initiierten. „Vor 13 Jahren begann der Milower Karosseriebauer Matthias Knuhr ein kleines, selbst fahrendes Gefährt zu bauen, um mit seiner kleinen Tochter durch die Straßen des lang gestreckten Ortes zu fahren, um Süßigkeiten ‚einzusammeln’“, sagte Daniel „Sunny“ Knoblauch. „Die Gefährte wurden aufwendiger, jedes Jahr schlossen sich mehr Milower an. So wurde ein Umzug durchs Dorf daraus, der jedes Jahr größer wurde.“

Der Feuerwehr-Förderverein beteiligte sich nach einigen Jahren mit einer Party, zuerst am Gerätehaus, nun im vierten Jahr mit dem aufwendigen Geisterwald an der Inge-Sielmann-Grundschule. Zum vierten Mal bauten Matthias’ Freunde „Sunny“, „Netze“, „Benny“ und „Klette“ das Gefährt. Nach Geisterschiff, Ambulanz und Ghostbusters lautete das diesjährige Thema „Schneewittchen“. Dazu bauten die vier Milower unter anderem mit jeder Menge Bauschaum einen überdimensionalen, schon mächtig abgenagten Apfel. Das fahrende Unterteil, ein Aufsitzrasenmäher, zog den Schneewittchen-Sarg. Gemeinsam mit den sieben Zwergen traf das Gefährt gegen 17.45 Uhr an der Schule ein, wo die böse Königin und Schneewittchen die Szene mit dem vergifteten Apfel nachspielten.

„Seit drei Jahren helfen uns die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr aus Wust beim Halloween-Fest“, sagte Jens Trittel. „Seit dem Elbe-Hochwasser 2013 verbindet uns eine Partnerschaft.“ Für die Licht- und Soundeffekte im Geisterwald an der Grundschule zeichnet der Techniker Philipp Günther von SoundsPowerEvent verantwortlich.

Im letzten Jahr gestalteten seine Lehrlinge Lucas Frömmer und Jago Bötel erstmals einen eigenen Beitrag zum Geisterwald. DJ Karsten Büttner unterhielt die Besucher auch in diesem Jahr wieder. Bis in die Nacht hinein tanzten sie zur Musik. Pünktlich um 19.30 Uhr wurde natürlich auch die „Hexe“ auf der Wiese verbrannt. Und die Besucher konnten sich, wie im letzten Jahr erstmals, am fünfminütigen Feuerwerk erfreuen.

Von Uwe Hoffmann

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