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Havelland Milow hat wieder ein Jugendparlament
Lokales Havelland Milow hat wieder ein Jugendparlament
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02:16 14.03.2016
Sie wollen anpacken. Ohse, Vivian Schmunk und Hauke gehören zum neugegründeten Milower Jugendparlament. Quelle: Ch. Schmidt
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Milow

Zehn Jungs und die 14-Jährige Vivian Schmunk wollen der Jugend im Milower Land wieder eine Stimme geben. Nachdem das 2008 gegründete Jugendparlament (JuPa) vor etwa drei Jahren seine Tätigkeit aufgab, tritt nun die nächste Generation an, um sich in das gesellschaftliche Leben der Gemeinde einzumischen. Vivian Schmunk ist die jüngste im Bunde, aber keineswegs schüchtern. Sie hat sich bereit erklärt als Sprecherin des Gremiums zu agieren und meistert auch den ersten Pressetermin souverän. Vivian geht in Rathenow zur Schule, viele ihrer Mitstreiter sind aber bereits in Ausbildung. Zwischen 14 und 20 Jahren sind die JuPa-Mitglieder „und alle hoch motiviert“, wie Jugendkoordinatorin Beatrice Graf verrät. Sie ist die erste Ansprechpartnerin der Gruppe und steht beratend zur Seite.

Aus dem alten Jugendparlaments sind keine Mitstreiter dabei. Was schade ist, denn ihre Erfahrungen wären bestimmt sehr hilfreich, ist sich Vivian sicher. Aber es wird auch so gehen. „Stück für Stück arbeiten wir uns jetzt gemeinsam ein“, verspricht Beatrice Graf. Hilfe kommt vermutlich auch vom Rathenower Kinder- und Jugendparlament. Für Juli ist bereits ein intensiver internationaler Austausch geplant. Dann kommen sogar Jugendliche aus Innsbruck um sich mit Mitgliedern der Jugendparlamente aus Milow und Rathenow zu treffen und die Havelland werden nach Österreich reisen.

Die Heimat so gestalten, dass die Jugend gern bleibt

Und was sagt der Bürgermeister der Gemeinde zum neuen Jugendgremium? Hat er jetzt mehr Arbeit? „Mehr Arbeit bedeutet das für uns nicht. Im Gegenteil. In unserer Hauptfassung steht ja geschrieben, dass wir wieder ein Kinder- und Jugendparlament wollen“, macht Bürgermeister Felix Menzel deutlich. Es sei klar geregelt, dass die Jugend ein Antragsrecht im Sozialausschuss hat. Sie können also mitdiskutieren und Vorschläge einbringen. Stimmberechtigt sind sie aber nicht. „Uns ist es wichtig, mitwirken zu können. Wir wollen deutlich machen, was wir verändern wollen und dabei helfen, unsere Heimat so zu gestalten, dass die Jugend gern hier bleibt“, macht Vivian deutlich.

Und was will die Jugend verändern? „Unser erstes großes Ziel ist ein Jugendplatz in Milow. Ein Ort, an dem wir auch mal ohne Betreuer etwas machen können und wo wir ein bisschen lauter sein können“, erklärt die 14-Jährige. Derzeit gebe es immer wieder Beschwerden von Anwohnern, weil der Nachwuchs zu laut sei. Beide Seiten sind genervt, ein Lösung muss her. Ansonsten wollen die JuPa-Mitglieder Ausflüge organisieren, mehr Freizeitangebote schaffen und auch das Thema Mobilität steht auf der Agenda, denn in einigen Ortsteilen fährt nur zwei Mal am Tag ein Bus. Vivian würde es begrüßen wenn sich noch mehr Mädchen finden, die mitmachen und zu den monatlichen Treffen im Milower Freizeittreff kommen.

Bürgermeister wünscht sich Zusammenarbeit mit Vereinen

Felix Menzel sieht die größten Defizite in der noch nicht ausreichenden Verfügbarkeit von schnellem Internet in Milow und Bützer. Auch das Angebot in den Nachmittags- und Abendstunden müsse in Milow verbessert werden, so dass sich auch die über 14-Jährigen im Freizeittreff wohlfühlen. Immerhin wurde in diese Einrichtung mehr als eine viertel Million Euro investiert, so Menzel. Außerdem wünscht er sich eine enge Zusammenarbeit des JuPa mit den Vereinen. „Es ist wichtig, dass die Kinder und Jugendlichen wissen, welche Angebot es überhaupt bei uns gibt.“

Von Christin Schmidt

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