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Milow hat zu wenig Schüler

Kaum Kinder auf dem Land Milow hat zu wenig Schüler

Die Gemeinde Milower Land will ihre beiden Grundschulen behalten. Doch dafür gibt es zu wenige Kinder. In den kommenden Schuljahren wird die Mindestgröße von 15 Schülern nicht erreicht werden, heißt es aus Prognosen. Dennoch gibt es Hoffnung: Die Gemeinde hat sich um ein Modellprojekt beworben, das die Rettung der Schulen bedeuten würde.

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Auf die Grundschule in Milow werden in den nächsten Jahren weniger Schüler gehen.

Quelle: N. Stein

Milower Land. Die Gemeinde Milower Land plant weitere Investitionen für die Sanierung und Modernisierung ihre Schulstandorte. Vorgesehen sind in den kommenden Jahren für die Ganztagsgrundschule „Inge Sielmann“ in Milow rund 530 000 Euro. Für die Kleine Grundschule in Großwudicke sind 350 000 Euro vorgesehen.

Doch allein mit Geld ist das Ziel, beide Schulstandorte zu erhalten, noch nicht bewerkstelligt. Probleme bekommt die Gemeinde in Milow, wo in absehbarer Zeit weniger Kinder eingeschult werden. Für das kommende Schuljahr ist mit mehr als 20 Einschülern noch alles in Lot. Für die Schuljahre 2017/18 und 2018/19 wird Milow nicht mehr genügend Anmeldungen haben für die Einrichtung einer ersten Klasse. Die Zahlen sind deutlich. Nicht einmal zehn Kinder können nach heutigem Stand 2017 eingeschult werden. Im Jahr 2018 sind es voraussichtlich zwölf Kinder. Licht am Horizont zeigt sich erst 2019 wieder.

Mindestens 15 Schüler

15 Einschüler sind notwendig, um eine Klasse aufmachen zu können. Ausnahmen sieht das Brandenburgische Bildungsgesetz nicht vor.

Die Ganztagsgrundschule Milow zumindest überbrückend als Filiale der Kleinen Grundschule mit einem klassenübergreifenden Unterricht zu führen, ist auch nicht möglich.

Beide Einrichtungen haben unterschiedliche Schulformen, begründet Mirko Albrecht, der als Hauptamtsleiter in der Gemeindeverwaltung zuständig ist für das Schulwesen.

Bewerbung um Modellprojekt

Um die Inge-Sielmann-Grundschule dennoch erhalten zu können, muss also eine andere Lösung gefunden werden. Dafür hat die Gemeinde beim Bildungsministerium ein Modellprojekt beantragt. Unter Beibehaltung beider Schulformen soll das Modellprojekt Milow bei schwachen Einschulungen einen teilweisen klassenübergreifenden Unterricht und somit einen durchgängigen Schulbetrieb ermöglichen. Das Modellprojekt soll zudem beiden Schulen eine noch engere und flexiblere Zusammenarbeit ermöglichen. Auch eine gemeinsame Schulleitung schlägt die Gemeinde vor, so wie es schon seit geraumer Zeit Praxis ist. Anke Engeleiter, Schulleiterin der Kleinen Grundschule Großwudicke, ist derzeit auch kommissarische Schulleiterin in Milow.

Das Bildungsministerium prüft derzeit den Antrag der Gemeinde. Eine Antwort steht noch aus. Mirko Albrecht rechnet in einigen Wochen mit einem Bescheid.

Von Norbert Stein

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