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Milower Grundschulen werden barrierefrei

Förderprogramm Milower Grundschulen werden barrierefrei

Das Milower Land (Havelland) darf auf rund 600.000 Euro Fördermittel aus dem Leader-Programm hoffen. Was damit passieren soll, steht auch schon fest: So sollen bereits im nächsten Jahr die Grundschulen in Milow und Großwudicke saniert und barrierefrei gestaltet werden.

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Sehr gefragt ist die Kleine Grundschule in Großwudicke. Im nächsten Jahr soll das Gebäude energetisch saniert werden.

Quelle: Archiv/Bernd Geske

Milower Land. Für die Gemeinde Milower Land sind die beiden Grundschulen in Großwudicke und Milow von großer Bedeutung. Die Einrichtungen sind wichtige Impulsgeber für das soziale und kulturelle Leben in der Gemeinde. Deshalb ist die Verwaltung schon seit Längerem bestrebt, beide Standorte umfangreich zu sanieren. Nachdem die Region aber beim Stadt-Umland-Wettbewerb leer ausging, musste die Gemeinde für das umfangreiche Projekt nach neuen Finanzierungsmöglichkeiten suchen.

Das könnte nun gelungen sein. Das Milower Land hat sich um Fördermittel aus dem LEADER-Programm beworben. Die erste Phase hat die Verwaltung erfolgreich absolviert. Das Regionalmanagement der Lokalen Aktionsgruppe Havelland hat die Unterlagen geprüft und positiv bewertet. „Das heißt, wir können nun unseren Antrag auf LEADER-Förderung bei der Bewilligungsstelle des Landes stellen“, erklärt Felix Menzel, Bürgermeister der Gemeinde Milower Land.

Rund 810 000 Euro werden in die Schulen investiert

Sowohl die Inge-Sielmann-Grundschule in Milow als auch die Kleine Grundschule Großwudicke sollen laut Menzel barrierefrei werden. Sollten die Mittel aus dem LEADER-Programm bewilligt werden, könnten die umfangreichen Maßnahmen bereits im nächsten Jahr beginnen. Insgesamt wird das Vorhaben rund 810 000 Euro kosten. Mit 25 Prozent Eigenmitteln müsste sich die Gemeinde beteiligen. Die restlichen 75 Prozent würden durch Fördermittel abgedeckt werden.

Das LEADER-Programm

Seit 1991 unterstützt die Europäische Union ländliche Regionen mit dem LEADER-Programm.

LEADER ist eine aus dem Französischen kommende Wortzusammensetzung: Liaison Entre Action de Developement de I` Economie Rurale.

Auf Deutsch bedeutet das: „Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft“.

Mit der Förderung werden Ziele der nachhaltigen Entwicklung der ländlichen Gebiete sowie Ziele des Umweltschutzes und der Erhaltung der Umweltqualität verfolgt.

Es soll Menschen vor Ort ermöglichen, regionale Prozesse mitzugestalten.

Die LEADER-Region Havelland ist eine von 14 Regionen in Brandenburg, in denen das LEADER-Programm in der Förderperiode 2014-2020 umgesetzt wird.

77 494 Menschen leben in der LEADER-Region Havelland.

Für die Grundschule in Milow rechnet die Verwaltung mit Kosten in Höhe von etwa 428 000 Euro. Dafür sollen unter anderem das Dach saniert und ein Fahrstuhl installiert werden, den sowohl die Kita als auch die Schule nutzen kann. Weiterhin werden die Sanitäreinrichtungen in der Schule komplett erneuert, so Menzel. „Ziel ist es, dass das Haus danach generationsübergreifend genutzt werden kann. Wir wollen also in Zukunft auch Veranstaltungen und Angebote für Senioren dort stattfinden lassen“, macht der Bürgermeister deutlich.

Menzel will auf Hochbegabtenförderung setzen

Das Gebäude der Kleinen Grundschule Großwudicke wird umfangreich energetisch saniert. Zudem bekommt die Schule ein Multifunktionsgebäude. Dafür soll die Baracke auf dem Hof, die zurzeit noch als Lagerraum genutzt wird, ausgebaut werden. Künftig wird es darin dann zwei Klassenräume sowie einen Raum für die Kita geben.

„Wir wollen einfach mehr Platz schaffen, denn die Schule platzt schon jetzt aus allen Nähten. Mit den neuen Räumen können wir den Schülern Räume für ungestörtes Lernen und Projektarbeit anbieten“, erklärt Felix Menzel. Dabei gehe es auch um Hochbegabten Förderung, ein Thema, das laut Menzel im Westhavelland noch immer schlecht besetzt ist. Es sei wichtig, für diese Kinder Rückzugsorte zu schaffen.

Und noch eine Idee hat der Bürgermeister: „Für den Besuch beim Arzt oder die Therapie beim Logopäden müssen unsere Kinder immer erst in die Stadt fahren. Wir wollen ihnen diesen Weg ersparen und einen Raum bieten, der die Behandlung vor Ort ermöglicht“. Um künftig auch in der Grundschule Großwudicke Barrierefreiheit zu gewährleisten, sieht der Sanierungsplan zudem einen Treppenlift vor. Der soll ermöglichen, dass auch Kinder mit körperlichen Einschränkungen, die bisher abgelehnt werden mussten, in Großwudicke beschult werden können.

Von Christin Schmidt

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