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Milower Land geht gegen Raser vor

Rot für Raser Milower Land geht gegen Raser vor

Jetzt sehen Raser es Rot auf Schwarz, wenn sie vor der Grundschule in Milow das Tempolimit von 30 km/h überschreiten. Seit Kurzem steht dort eine Geschwindigkeitsmessanlage. Der Bürgermeister hofft, dass sie Autofahrer daran erinnert, dass hier mit Rücksicht auf Kinder Tempo 30 gilt. Die Grundschule soll nicht der einzige Messpunkt bleiben.

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Bürgermeister Felix Menzel mit Christine Meltel, Geschäftsführerin des Milchgutes Bahnitz und dessen Prokurist Dr. Volker Rohde.

Quelle: Ch. Schmidt

Milower Land. Jetzt sehen Raser es Rot auf Schwarz, wenn sie vor der Grundschule in Milow das Tempolimit von 30 km/h überschreiten. Seit Kurzem steht dort eine Geschwindigkeitsmessanlage. Wer zu schnell fährt, der sieht die digitale Anzeige blinken, die gefahrene Geschwindigkeit wird in roten Zahlen angezeigt. Grün leuchten die Zahlen, wenn sich die Autofahrer an die Geschwindigkeitsbegrenzung halten.

Das Messgerät soll nun an verschiedenen Standorten in der Gemeinde abwechselnd aufgestellt werden. Neben dem Messpunkt vor Milower Grundschule sind aktuell vier weitere Standorte vorgesehen: vor dem Jugendclub in Jerchel, in der Ortsdurchfahrt Nitzahn, vor der Grundschule Großwudicke und in der Straße der Technik in Möthlitz. Hier hatten sich immer wieder Anwohner darüber beschwert, dass die großen Landmaschinen mit erhöhter Geschwindigkeit durch den Ort fahren. „Die Messungen, die wir im letzten Jahr durchgeführt haben, konnten diesen Verdacht nicht bestätigen. Tatsächlich waren es in erster Linie PKW-Fahrer, die das Tempolimit an verschiedenen Stellen überschritten“, so Felix Menzel, Bürgermeister der Gemeinde Milower Land.

81 Prozent aller Autofahrer waren vor der Schule zu schnell

An neun anhand von Bürgerbeschwerden ausgewählten Punkten in der Gemeinde hatte die Verkehrspolizei in Absprache mit der Verwaltung 2015 versteckte Messungen durchgeführt. Dabei ging es nicht darum zu bestrafen, sondern die tatsächliche Situation zu ermitteln. Die Ergebnisse waren zum Teil alarmierend. Vor der Milower Grundschule überschritten 81 Prozent der Verkehrsteilnehmer die zugelassene Höchstgeschwindigkeit, ein Autofahrer raste hier gar mit 104 km/h. Das aufgestellte Messgerät ist eine erste Maßnahme um das Rasen einzudämmen.

2200 Euro investierte die Gemeine in die Messanlage, noch einmal so viel steuerte das Milchgut Bahnitz bei. Der Agrarbetrieb, der inzwischen ein wichtiger Partner der Gemeinde ist, wollte damit ein Zeichen setzen. „Wir haben uns auch deshalb an der Finanzierung der Messanlage beteiligt, um den Bürgern nun zu zeigen, dass die subjektive Wahrnehmung täuscht. Jeder kann auf das Messgerät schauen, wenn ein Traktor vorbeifährt. Dann wird sicher deutlich, dass die Geschwindigkeit der sehr großen Fahrzeuge anders wahrgenommen wird, als die eines PKW“, erklärte Dr. Volker Rohde, Prokurist des Milchguts.

Messgerät steht bald in Möthlitz

„Der psychologische Effekt solcher Messanlagen ist wirklich riesig“, sagt Felix Menzel. Dabei spreche er aus Erfahrung. Bis zu den Ferien soll das solarbetriebene und geeichte Gerät vor der Grundschule stehen bleiben. In den Ferien und während der Erntezeit wird es dann in Möthlitz aufgestellt. Vor der Grundschule in Milow wurden außerdem Markierungen mit dem Tempolimit 30 sowie Schwellen auf die Straße gebracht. Die Schwellen sind sehr flach und zwingen den Autofahrer nicht zum Bremsen. „Vielmehr werden die Autofahrer durch ein leichtes Vibrieren hier noch einmal darauf aufmerksam gemacht, dass sie die Geschwindigkeit drosseln sollen“, so Menzel.

Von Christin Schmidt

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