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Milower Land Am Havelufer wird gejazzt
Lokales Havelland Milower Land Am Havelufer wird gejazzt
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06:26 17.04.2018
Die Band Radio Django spielt am 28. April in Bützer. Zum Konzert „River Swing and Friends“ tritt die Band mit fünf Musikern auf. Quelle: promo
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Bützer

Mit dem Westhavelland verbinden Einheimische und Besucher in erster Linie Natur, Ruhe, den Sternenpark, die Stadt der Optik, vielleicht auch den Havellandradweg, aber ganz sicher nicht Swing, Flamenco oder Jazz. Dass könnte sich bald ändern, denn der Verein Kunstwerk West will beweisen, dass Natur und ausgefallene Musik durchaus miteinander harmonieren.

„Wir wollen die etwas anderen, spezielleren und vor allem nicht so geläufigen Stilbereiche der Musik beleuchten“, erklärt der Vereinsvorsitzende Dirk Lange. Ob sich die Westhavelländer darauf einlassen, wird sich am 28. April zeigen. Dann lädt der Verein zu der Veranstaltung „River Swing and Friends“ in das Gasthaus „Havelterrassen in Bützer ein.

Drei Bands konnte Dirk Lange für diesen Abend gewinnen: Das von Kritikern viel gelobte Robert Keßler Trio spielt Jazz. Agujetas Chico aus Spanien, der seine Mutter schon als Elfjähriger bei Konzerten auf der Gitarre begleitete, bringt Flamenco-Klänge auf die Bühne. Und das Berliner Gypsy-Jazz-Kollektiv Radio Django mischt am Havelufer den Sound von Django Reinhardt mit modernen Klängen.

Mit Kunst und Musik das Selbstwertgefühl stärken

Die Havelterrassen bieten dafür genau die richtige Atmosphäre, ähnlich wie in kleinen Live-Clubs in Berlin, meint Dirk Lange. Als erfahrener Gitarrist hat er beste Beziehungen zur Musikszene und ist mit zahlreichen Bands freundschaftlich verbunden. Dank dieser Kontakte gelang es ihm auch, das Line-Up für „River Swing“ auf die Beine stellen.

„Die Musiker sind begeistert von der Idee, ein solches Format auf dem Land zu etablieren und unterstützen das gern. Drei so hochkarätige Bands an einem Abend zu erleben, das ist wirklich etwas Besonderes“, schwärmt Dirk Lange.

Der selbstständige Gitarrenlehrer hatte das Kunstwerk West gegründet, um die Kulturszene im Westhavelland zu stärken. „Wir leben in einer wirtschaftlich und sozial eher schwachen Region. Das wirkt sich auch auf die Menschen, die hier leben aus. Ich bin der Meinung, dass Kunst und Kultur das Selbstwertgefühl der Menschen steigern kann. Genau das wollen wir mit solchen Veranstaltungen erreichen“, erklärt Dirk Lange.

Auf River Swing im April folgen im Juni die Havelbeatz

26 Mitglieder gehören dem Verein inzwischen an. Sie leben nicht alle in der Region, sind aber hier verwurzelt, darunter Musiker, Musikpädagogen, Handwerker, Fotografen und Grafiker.

Gemeinsam stellen sie seit 2016 das Havelbeatz-Festival in Bützer auf die Beine. Das findet in diesem Jahr am 16. Juni statt. Dabei sollen Fans der etwas lauteren Töne auf ihre Kosten kommen. Zu hören gibt es unter anderem Bluesrock, Cross-Over, Rockabilly und Punkrock.

Quasi ein Kontrastprogramm zu dem, was am 28. April geboten wird. „Mein Traum war es immer, zum Havelbeatz-Rock eine alternative Veranstaltungsreihe anzubieten. Jetzt hoffe ich, dass dieses Angebot von den Havelländern angenommen wird. Man muss ja nicht immer mit der Kette auf die Tonne schlagen. Ich bin davon überzeugt, dass auch die sensiblen Nuancen im Leben punkten können“, so Lange.

Einlass ist am 28. April ab 17.30Uhr, das Konzert beginnt um 19 Uhr. Karten gibt es im Vorverkauf für 18 Euro im Kulturzentrum Rathenow, in der Wichern Buchhandlung in Brandenburg/Havel oder per E-Mail: kunstwerkwest.hvl@gmail.com.

Von Christin Schmidt

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