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Milower Land Zu wenig Bauland für Rückkehrer
Lokales Havelland Milower Land Zu wenig Bauland für Rückkehrer
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16:20 26.10.2018
Felix Menzel vor einem alten Haus in Großwudicke, das zusehends verfällt. Er hofft, dass es bald verkauft werden kann. Quelle: Foto: Christin Schmidt
Großwudicke

 Wohl jeder Bürgermeister ist froh, wenn sich junge Familien in seiner Gemeinde niederlassen wollen, denn sie bringen neues Leben in die Dörfer und sorgen dafür, dass Kitas und Schulen ihre Daseinsberechtigung behalten.

Für Großwudicke gibt es gleich mehrere Interessenten, die nach einem Baugrundstück suchen, darunter junge Familien und Rückkehrer. Es gibt sogar Investoren, die gern ein Wohngebiet ausweisen und Parzellen verkaufen wollen. Zu verdenken ist es ihnen nicht, denn der Ort hat eine Grundschule, eine Kita, kleine Geschäfte und eine Bahnanbindung. Nur eines fehlt, Bauland.

Um das zu ändern, würde die Gemeindeverwaltung gern einen Bebauungsplan aufstellen, so dass zum Beispiel am Ortsrand ein neues Wohngebiet erschlossen werden kann.

Landkreis versagte Zustimmung zum B-Plan

Allerdings könnte die Arbeit am Ende für die Katz sein, denn aufgrund des nahe gelegenen Truppenübungsplatzes ist Großwudicke in Sachen Immission ein Sondergebiet.

Bereits 2003 versagte der Landkreis Havelland der Gemeinde die Zustimmung zum Bebauungsplan „Gutsbezirk“ unter anderem aufgrund des Immissionsschutzes.

Das es im Ort nicht ruhiger geworden ist und sich auch die Rechtslage nicht geändert hat, macht die erneute Aufstellung eines Bebauungsplans für Felix Menzel, Bürgermeister der Gemeinde Milower Land (SPD), derzeit wenig Sinn. Denn wenn der Landkreis die Zustimmung erneut versagt, bleibt die Gemeinde auf den Kosten sitzen.

Auch die Antwort des Landkreises auf Anfrage der MAZ bringt wenig Planungssicherheit: „Die Lärmimmissionen des Truppenübungsplatzes sind in Großwudicke einzelfallbezogen zu berücksichtigen.“

Bürgermeister wünscht sich Verbindlichkeit

„Wir wünschen uns in diesem Bereich einfach mehr Verbindlichkeit“, erklärt Felix Menzel. Er will sich deshalb noch einmal an den Landkreis wenden, um zu klären, welche Maßnahmen im B-Plan enthalten sein müssen, um diesen erfolgreich auf den Weg zu bringen und auch die privaten Investoren dahingehend beraten zu können.

Zudem verweist der Landkreis auf den planerischen Grundsatz der „Innenverdichtung vor Außenerweiterung“. Demnach sollen zunächst freie Flächen im Ort bebaut werden. Diese gibt es zwar in Großwudicke, allerdings stehen auch hier einer Bebauung zum Teil bürokratische Hindernisse entgegen.

„Verdichtung ist natürlich wichtig, das ist uns bewusst. Es gibt aber derzeit kein Grundstück in Großwudicke, dass zum Verkauf steht und ohne Weiteres bebaut werden kann.“

Um das zu ändern, bemüht sich die Gemeinde seit Jahren durch ein Umlegungsverfahren, das kurz vor dem Abschluss steht, einige Parzellen zu schaffen und ist zudem bemüht, leerstehende Gebäude an Kaufinteressenten zu vermitteln.

Von Christin Schmidt

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