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Milower Land Gemeinde feiert Jubiläum
Lokales Havelland Milower Land Gemeinde feiert Jubiläum
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18:20 26.07.2018
Die Havelstafette war früher ein beliebtes Spektakel. Quelle: W. Ganzer
Milower Land

Eigentlich besteht die Gemeinde Milower Land – wenn man die Jahre des Amtes Milow dazurechnet – schon 26 Jahre. „2017 Jahr haben schon die Ämter Rhinow und Nennhausen ihr Jubiläum gefeiert“, sagt Bürgermeister Felix Menzel. „Deshalb feiern wir ganz entspannt in diesem Sommer.“ So begehen am 1. September die zehn Ortsteile gemeinsam ihr Gemeindejubiläum.

Sportplatz und Jugendherberge

Seit Anfang Januar haben sich die Organisatoren des Festes, die Ortsvorsteher mit dem Bürgermeister, gemeinsam mit Vertretern von Vereinen, Feuerwehren, Seniorenbeirat, Jugendparlament und der Kirchgemeinde, vier Mal getroffen, um das Fest zu planen. Seit Dienstag steht das Programm nun fest. Gefeiert wird im Ortsteil Milow – auf dem Gelände der Jugendherberge und dem Sportplatz.

Milow hat eine große Handballsport-Tradition. So finden bereits am Vormittag Spiele der Nachwuchsmannschaften des TSV Germania Milow, und am Nachmittag ein Handballspiel auf dem Großfeld statt. Als weiteren sportlichen Wettkampf wird ein Bubble-Ball-Turnier organisiert. Unter den Teams wird auch eine Amtsmannschaft sein, die Bürgermeister Menzel aktiv unterstützt.

Felix Menzel (li.) mit den Ortsvorstehern von acht Ortsteilen – insgesamt sind es zehn.  Quelle: Uwe Hoffmann

Und dann lebt eine Tradition wieder auf: „Milow wünschte sich, die Havelstafette, eine Kombination aus Lauf- und Schwimmsport, aus früheren Jahren wiederzubeleben“, erklärt Felix Menzel. „Sieben Teams haben sich dafür angemeldet.“

Nach der Stafette beginnt das Kulturprogramm mit Linedancern, der Musikschule Fröhlich und der Milower Trommelgruppe. Am Abend wird in der Milower Pfarrkirche ein Orgelkonzert gespielt und danach machen die Milower „Dandys“ an der Jugendherberge, deren Bühne zum Fest überdacht wird, Musik. Um 22 Uhr ist ein Feuerwerk mit Lichtshow.

270 Feuerwehrleute zu Fuß

Der Jubiläumstag beginnt feierlich um 12.30 Uhr mit einem Umzug durch den Ort. Angeführt wird dieser vom Spielmannszug des TSV Chemie Premnitz. Dem folgen die Feuerwehren der Orts- und Gemeindeteile zu Fuß und mit ihren Einsatzfahrzeugen. Insgesamt sind rund 270 Feuerwehrleute dabei.

„Am Umzug beteiligt sich jeder Ortsteil mit einem gestalteten Festwagen, die von einer Jury bewertet werden“, erzählt Gemeindevorsteher Wolfgang Gräfe. „Zusätzlich beteiligt sich jeder Ortsteil mit einem Kuchen, der in die Wertung eingeht.“

Er leitete von 1992 bis 2004 das Amt Milow: Günther Geib. Quelle: Uwe Hoffmann

Seit 1991 unterhielt der Ort Milow eine Partnerschaft zur Gemeinde Osterrönfeld im Havelländischen Partnerlandkreis Rendsburg-Eckernförde. Durch die Kommunalreformen wurde diese Partnerschaft auf die Gemeinde Milower Land und das Amt Eiderkanal übertragen. „Natürlich kommen auch Vertreter aus Osterrönfeld und dem Amt zum Jubiläum nach Milow“, sagt Felix Menzel. „Wir erwarten rund 20 Osterrönfelder. Der Amtsvorsteher wird auch Mitglied der Jury für den Festumzug und den Kuchenwettbewerb werden.“

Bis zur Kreisreform in der DDR 1952 gehörten die Orte im Milower Land noch zum Landkreis Jerchiower Land II (heute Sachsen-Anhalt). 1976 wurde der Gemeindeverband Premnitz mit sieben Ortsteilen gebildet. Im Zuge der Ämterbildung 1992 in Brandenburg schlossen sich zum 16. Juli 1992 die acht Gemeinden Großwudicke, Milow, Nitzahn, Vieritz, Jerchel, Möthlitz, Bützer und Zollchow zum Verwaltungsverbund Amt Milow zusammen. „Damals nicht ohne einige Widerstände“, wie sich der erste Amtsdirektor, bis 2004, der Milower Günter Geib erinnert.

Umbildung zur Gemeinde

Zum April 2002 wird das Amt Milow zur Gemeinde Milower Land umgebildet. Der Zusammenschluss der acht Gemeinden, mit dem Zollchower Ortsteil Schmetzdorf und dem Möthlitzer Ortsteil Bahnitz, wurde zum 26. Oktober 2003 wirksam. Im März 2013 erhielten die zehn Ortsteile ein, in einem Prozess mit breiter Beteiligung der Einwohner, ihre Ortswappen. Dieser Prozess stärkte das Bewusstsein der Ortsteile und brachte sie als Gemeinde enger zusammen.

Von Uwe Hoffmann

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