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Milower Land Hier werden Kräuter zu Cremes verarbeitet
Lokales Havelland Milower Land Hier werden Kräuter zu Cremes verarbeitet
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17:05 29.10.2018
Projektkoordinatorin Ines Neidt (l.) lässt sich von der Heilpraktikerin Birte Buchheiser in die Welt der Kräuter einführen. Quelle: Foto: Christin Schmidt
Milow

Eigentlich könnte sich Birte Buchheiser entspannt zurücklehnen und ihren Ruhestand genießen. Doch statt die Beine hochzulegen, hat die 69-Jährige sich aufgemacht, anderen zu helfen. Vor zwei Jahren eröffnete sie ihre eigene Naturheilpraxis in Rathenow, um anderen Menschen zu helfen und ihr Wissen auf weiterzugeben.

Ob in Kitas und Schulen oder im Rahmen von Veranstaltungen, Birte Buchheiser ist viel in der Region unterwegs und begeistert die Menschen mit ihren Vorträgen und Kräuterwanderungen. Nun geht sie einen Schritt weiter und lädt gemeinsam mit Ines Neidt im November zu zwei Workshops ein.

„Im Sommer haben wir im Rahmen unseres Projekts ,Aus Nachbars Garten’ gemeinsam Obst geerntet und verarbeitet. Nun wollen wir uns in der kalten Jahreszeit den Kräutern widmen“, verrät Ines Neidt.

Die Milower lernen jetzt, wie sie Kräuter verarbeiten können

Sie kümmert sich als Koordinatorin des Modellprojekts zur Senkung der Pflegeprävalenz um die Bedürfnisse der Senioren und hat bereits zahlreiche Projekte ins Leben gerufen, die dazu beiragen, die Lebensqualität ältere Männer und Frauen zu steigern. Ob Männerfrühstück oder Mittagstisch, Dienstleistermesse und Fachvorträge – das Angebot ist vielfältig und wird nun um ein weiteres Element ergänzt.

„Wir wollen den Menschen zeigen, was in ihrem Garten und auf heimischen Wiesen wächst und warum diese Pflanzen so gesund sind“, erklärt Ines Neidt. Mit Birte Buchheiser hat sie sich eine Expertin an die Seite geholt, die im Milower Land keine Unbekannte ist.

Im Juni hatte die Heilpraktikerin den Seniorenbeirat unterstützt und im Rahmen der 25. Brandenburgischen Seniorenwoche zu einer Kräuterwanderung eingeladen. Nun können die Teilnehmer und auch alle anderen Interessierten ihr Wissen vertiefen und selbst Kräuter verarbeiten.

Salben, Cremes und Tinkturen lassen sich problemlos aus heimischen Kräutern herstellen. Wie das geht, erklärt Heilpraktikerin Birte Buchheiser in zwei Workshops in Milow. Quelle: Christin Schmidt

„Gegen jedes Leiden ist ein Kraut gewachsen, wir müssen nur das, was die Natur uns bietet nutzen. Ich möchte die Menschen einladen, mit allen Sinnen und ganz bewusst durch die Wiesen und Wälder zu laufen“, sagt Birte Buchheiser.

Sie weiß aus ihren Veranstaltungen, dass insbesondere Senioren sich oftmals sehr gut mit Heilpflanzen auskennen, ihr Wissen aber nicht mehr nutzen. „Wir wollen sie dazu animieren, sich dem wieder zu öffnen“, so die Heilpraktikerin. Deshalb unterstützt sie auch mit Begeisterung das Projekt.

„Wir werden gemeinsam Cremes und Salben, Kräuteröle und -salze herstellen“, verrät Ines Neidt. Die Zutaten dafür hat sie bereits besorgt. Dank einer Förderung der Fachstelle Altern und Pflege im Quartier im Land Brandenburg kann der Workshop sogar kostenlos angeboten werden. Am Ende können die Teilnehmer das Salz oder die Salbe, die sie hergestellt haben mit nach Hause nehmen.

Birte Buchheiser würde sich freuen, wenn die Menschen anschließend mit wachem Blick zur Wiese ihres Vertrauen gehen und selbst Kräuter ernten, die sie im Salat und Smoothie oder getrocknet als Tee genießen. „Ringelblume, Schafgarbe, Vogelmiere, Birkenblätter und Co stecken voller Vitamine und Mineralstoffe, wir müssen sie nur nutzen“, erinnert die Heilpraktikerin.

Zu den Workshops sind übrigens nicht nur Senioren eingeladen. Egal ob Jung oder Alt, das Angebot ist für alle aus dem Milower Land offen. „Unser Ziel ist es auch, die Generationen zusammenzubringen. Schließlich können dabei alle etwas lernen“, ist sich Ines Neidt sicher.

Von Christin Schmidt

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