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Milower Land Innenminister bringt ungedeckten Scheck
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16:45 13.09.2018
Brandenburgs Innenminister Schröter ließ sich mit einem Opel Blitz Baujahr 1970 durch Buckow chauffieren. Quelle: Christin Schmidt
Buckow

Üblicherweise fahren Minister in schwarzen Limousinen vor, aber zu besonderen Anlässen darf auch ein Minister das Dienstfahrzeug gegen ein echtes Liebhaberstück eintauschen. Ein solcher Anlasse bot sich am Mittwochnachmittag in Buckow.

Das 200-Seelen-Dorf in der Gemeinde Milower Land bekommt vom Land rund 66 000 Euro für den Bau eines neuen Multifunktionshauses in dem künftig die Feuerwehr und das Dorfgemeinschaftshaus untergebracht sind.

Den entsprechenden Scheck brachte nun Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) . Mit Vergnügen nahm er das Angebot der Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Buckow an, sich mit dem ausrangierten Einsatzfahrzeug Opel Blitz, Baujahr 1970, auf den Festplatz chauffieren zu lassen.

Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter überbring der Feuerwehr Buckow einen Scheck in Höhe von rund 66.000 Euro für den Bau eines neuen Feuerwehrhauses.

„Entschuldigen Sie, dass ich zu spät bin, aber ich wollte mit einem vernünftigen Auto vorfahren“, begrüßte Schröter die Gäste und sorgte gleich für eine lockere Atmosphäre.

Gut 50 Buckower waren zu dem spontanen Fest gekommen, das Mitglieder des Fördervereins der Feuerwehr organisiert hatten. Damit brachte das Dorf seine Freude über den Startschuss für das langersehnte Vorhaben zum Ausdruck.

Das neue Gebäude wird am Ortsrand Richtung Großwudicke gebaut. Entstehen soll eine Feuerwehrfahrzeughalle mit Umkleideraum und ein Dorfgemeinschaftshaus, dass die zahlreichen Vereine nutzen können. „Dass ich das noch erlebe, ist ein Wunder“, bemerkte Gert Walsleben.

Der 83-Jährige war bis zum Jahr 2000 stellvertretender Amtsbrandmeister und nun sichtlich gerührt, dass die Buckower Kameraden nach Jahrzehnten in provisorischen Unterkünften endlich ein würdiges Zuhause beziehen.

340.000 Euro für das neue Dorfgemeinschaftszentrum

Dass sie das verdient haben, machte auch der Innenminister in seiner Ansprache deutlich: „Der Brandschutz ist die einzige kommunale Pflichtaufgabe, die im Ehrenamt wahrgenommen wird. Vielen, vielen Dank, dass Sie ihre Freizeit und gelegentlich auch ihre Gesundheit opfern, um anderen zu helfen.“

Mitgebracht hatte Schröter einen großen symbolischen Scheck, den er an den Buckower Wehrführer Marco Krumm übergab. Allerdings musste der Minister zuvor noch den Stift zücken. „Der Scheck ist gar nicht gedeckt“, scherzte Schröter und besiegelte die Zuwendung mit seiner Unterschrift.

Damit können die rund 66 000 Euro aus dem Kommunalen Infrastrukturprogramm (KIP) des Landes Brandenburg nun investiert werden. Weitere 165 000 Euro fließen aus dem Leader-Programm der Europäischen Union ins Projekt.

Die Finanzierung des Projekts

Buckow bekommt ein neues Gemeindehaus in dem auch die Feuerwehr untergebracht ist.

Rund 340000 Euro kostet das Bauvorhaben. Rund 66000 Euro steuert das Land aus dem kommunalen Infrastrukturprogramm (KIP) bei.

Weitere 165000 Euro kommen aus dem Leader Programm, mit die Eruopäische Union den ländlichen Raum stärkt.

Die Gemeinde Milower Land beteiligt sich mit rund 110.000 Euro.

Die Gemeinde beteiligt sich mit 110.000 Euro. Insgesamt sind für das Vorhaben Kosten von rund 340.000 Euro eingeplant. Der Bau soll noch in diesem Jahr beginnen. Sobald das Gebäude fertig ist, können die Kameraden aus ihrem derzeitigen Gerätehaus ausziehen.

Die Räumlichkeiten stellt seit 25 Jahren Reinhard Schütte zur Verfügung. Dafür bedankte sich der Bürgermeister der Gemeinde Milower Felix Menzel (SPD) am Donnerstag.

Außerdem nutzte er die Gelegenheit eine Bitte an den Innenminister zu richten: „Ich wünsche mir, dass künftig auch die Beschaffung von kleinen Fahrzeugen unterstützt wird. Insbesondere Flächengemeinden haben hier Probleme die benötigten Fahrzeuge anzuschaffen.“ Das Milower Land hat insgesamt zwölf Ortswehren mit 16 Fahrzeugen. In Buckow sind derzeit 19 Kameraden aktiv im Dienst.

Neue Feuerwehrgerätehäuser brauchen auch noch die Kameraden in Schmetzdorf und Knoblauch. Für Schmetzdorf liegt bereits ein Antrag auf KIP-Förderung vor, in Knoblauch sucht die Verwaltung noch ein geeignetes Grundstück.

Von Christin Schmidt

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