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Milower Land Lehrkräfte schlagen Alarm
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15:06 25.02.2019
Eine Lehrerin der Inge-Sielmann-Grundschule machte in der Gemeindevertretersitzung auf Probleme in der Einrichtung aufmerksam. Quelle: Christin Schmidt
Milow

Es rumort an der Milower Grundschule. In der Einrichtung gibt es offenbar Probleme mit der Reinigungsfirma. Von mangelnder Hygiene und unhaltbaren Zuständen berichten Lehrkräfte.

Zudem beklagen sie sich, Aufgaben zu übernehmen, die in die Hände eines Hausmeisters gehören. In der Gemeindevertretersitzung machten sie auf die Zustände aufmerksam.

„Ich möchte Sie bitten, noch einmal über die Schaffung einer Hausmeisterstelle an unserer Schule nachzudenken. Meine Kollegen und ich haben einen Erziehungsauftrag und sind nicht dafür da, Hausmeistertätigkeiten auszuführen“, machte eine Mitarbeiterin deutlich.

Lehrerin erinnert an ihre Aufsichtspflicht

Sie findet es nicht richtig, dass die Mitarbeiter am Morgen das Schultor und die Schule aufschließen müssen: „Im Sommer müsste auch schon um 5 Uhr gelüftet werden und nicht erst um 7 Uhr. Aber ich denke nicht, dass eine Kollegin so früh die Fenster öffnen möchte.“

Auch die Reparatur einer kaputten Türklinke oder das Umräumen der Möbel für die Grundreinigung sei nicht Aufgabe der Lehrkräfte. Zudem sei sie ständig damit beschäftigt, die Papiertücher in den Toilettenräumen nachzufüllen oder der Sekretärin zu sagen, was fehlt.

„Das machen wir in den Pausen, das heißt wir verlassen dafür den Klassenraum“, betonte die Lehrerin und erinnerte an die Aufsichtspflicht.

Der Höhepunkt: Die Schule steht Freitagabend offen

Vor wenigen Wochen sei die Schulleitung sogar kurz davor gewesen, den Unterricht abzubrechen, weil über mehrere Tage weder die Räume und Flure, noch die Toiletten geputzt wurden.

„Hätten wir die Hygiene angerufen, hätten sie uns den Laden bestimmt dicht gemacht“, erklärte die Lehrerin und fügte hinzu: „Wir haben so schöne neue Räume, es ist eine Schande, dass das alle wieder verkommt. Der Höhepunkt war, dass an einem Freitag die Schule sogar offen stand.“

Obwohl es in der Kleinen Grundschule in Großwudicke ganz ähnliche Strukturen gibt, kennt man dort solche Probleme nicht, wie Schulleiterin und Gemeindevertreterin Anke Engeleiter berichtete:

„Bei uns gibt es eine Regelung wer, wann das Gebäude aufschließt. Das ist in der Regel die Sekretärin, am Freitag übernehme ich das oder andere Lehrer. Das ist kein Problem.“

Großwudicker Schule bietet Erfahrungsaustausch an

Auch die Zusammenarbeit mit der Reinigungskraft, die aus dem Ort kommt, sei gut. Den Milower Kollegen bot Anke Engeleiter einen Erfahrungsaustausch an.

Wie Bürgermeister Felix Menzel (SPD) erklärte, gibt es an beiden Schulstandorten für die Pflege der Grünanlagen 450-Euro-Jobber.

Wenn Arbeiten in der Schule anliegen, sollen diese gemeldet werden. Gemeindemitarbeiter, die im Bauhof neben der Milower Schule ihren Sitz haben, kümmern sich darum.

„Die Sekretärinnen sind die Objektverantwortlichen vor Ort. Sie kontrollieren die Reinigungsfirmen melden Missstände, schließen auf und so weiter. Das alles ist Bestandteil dieser Stellen, dafür werden sie von der Gemeinde bezahlt“, betonte Menzel. Das regelmäßige Nachfüllen der Papiertücher sei allerdings Aufgabe der Reinigungsfirma.

Verwaltung hat bereits mit dem Unternehmen gesprochen

„In der Verwaltung klappt das, auch in den Kitas und in der Schule in Großwudicke und alle haben dieselben Reinigungsfirma“, so Menzel. Über die Qualität der Reinigung, hat die Verwaltung schon einmal mit dem Unternehmen gesprochen.

„Wir hatten gehofft, dass sich das gebessert hat“, erklärte Menzel und machte auf ein weiteres Problem aufmerksam: „Wir können den Auftrag neu ausschreiben, es ist aber sehr wahrscheinlich, dass wir am Ende eine andere Firma haben, aber das selbe Personal, weil die Firmen vor Ort keine Mitarbeiter finden.“

Zudem fürchtet die Verwaltung, dass der Auftrag teurer wird, die Mitarbeiter trotzdem nicht mehr Zeit haben und sich damit auch die Qualität nicht verbessert.

Eigenes Personal für die Reinigung vorzuhalten, wurde ebenfalls seitens der Verwaltung geprüft. Es sei aber schwierig, eine Krankheits- und Urlaubsvertretung sicher zu stellen.

Von Christin Schmidt

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