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Milower Land Mehr Platz und Komfort für Wassertouristen
Lokales Havelland Milower Land Mehr Platz und Komfort für Wassertouristen
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06:38 27.04.2018
Kanu- und Ruderwanderer fühlen sich auf der Unteren Havel ebenso wohl wie motorisierte Bootstouristen. Quelle: Norbert Stein
Milow

Den Saisonstart hatten sich die Beiratsmitglieder der Wassertourismusinitiative Untere Havelniederung – kurz F.U.N. etwas anders vorgestellt. Eine kurze Kanutour sollte die Reviereröffnung und die erste Sitzung des Jahres am Donnerstag in Milow bereichern. Daraus wurde nichts. Statt Wasser von unten gab es Wind und Wasser von oben.

„Unsere Kanutour müssen wir leider absagen“, erklärte Felix Menzel (SPD). Als Bürgermeister der federführende Gemeinde Milower Land hatte er die Beiratsmitglieder am Havelufer auf dem Milower Gutskomplex empfangen.

Vertreter aus Havelberg, Premnitz, der Verbandsgemeinde Elbe-Havel-Land, den Ämtern Rhinow und Nennhausen, des Naturparks Westhavelland und des Tourismusverbands Havelland waren gekommen. Vertreter aus Rathenow, Brandenburg/Havel und dem Amt Beetzsee konnten dieses Mal nicht dabei sein.

Von Links: Bernd Poloski (Havelberg), Christine Hiller (Naturpark Westhavelland), Jens Aasmann (Amt Rhinow), Jenny Jost (Premnitz), Jenny Freier (Verbandsgemeinde Elbe-Havel-Land), Matthias Kühn (Tourismusverband Havelland) und Felix Menzel (Milower Land). Quelle: Christin Schmidt

Sie verpassten den Vortrag von Ulf Dührkopp, der sein Projekt zur Erweiterung der Steganlage am Gutskomplex in Milow vorstellte. Der Döberitzer ist seit Jahren bemüht, dieses Vorhaben umzusetzen und wird dabei von der Verwaltung unterstützt. Dennoch ist es kein einfaches Unterfangen. „Die Havel ist eine Wasserstraße erster Ordnung, das bedeutet, hier sind zahlreiche Belange zu berücksichtigen“, so Menzel.

Inzwischen liegt aber die Baugenehmigung vor und die Lokale Aktionsgruppe (LAG) Havelland hat Fördermittel bewilligt, sodass mit der Fertigstellung in diesem Jahr zu rechnen ist. Die massiven Pfeiler, auf denen der Steg montiert wird, sind bereits gesetzt und lassen erahnen, dass der neue Steg deutlich mehr Platz für Wassertouristen bietet. Das ist auch dringend nötig, meint Felix Menzel. Der Steg werde unter anderem von vielen Bungalowbootsführern genutzt.

Das belegen auch die Ergebnisse einer Befragung der Bootsurlauber in Brandenburg. Demnach sind die Boote seit der letzten Umfrage 2009 zum einen deutlich größer geworden. Zum anderen ist der Bungalowboot-Verleih längst keine Nische mehr. Gut jeder Fünfte von rund 860 Befragten war mit einem solchen Boot unterwegs.

Die Pfeiler für den neuen Steg in Milow stehen bereits. Noch in diesem Jahr soll er fertiggestellt werden und künftig mehr Platz für Wassertouristen bieten. Quelle: Christin Schmidt

Matthias Kühn, Geschäftsführer des Tourismusverbands Havelland, nutzte den Termin, um über die Einführung eines Siegels „Reiseregion Havelland“ zu beraten. „Es gibt bereits so viele, auch überregional ausstrahlende Siegel. Der Gast kann bei dieser Vielzahl gar nicht mehr unterscheiden“, erklärte Jenny Freier, die in der Verbandsgemeinde Elbe-Havel-Land für den Bereich Tourismus zuständig ist. Sie sprach sich gegen die Einführung eines Regionalsiegels aus.

Anbieter ihrer Region hätten mit dem Siegel „Servicequalität Deutschland“ gute Erfahrungen gemacht. Offen zeigten sich die Beiratsmitglieder für die Idee eines Hafenpasses, den die Wassertourismusinitiative der Region Potsdamer und Brandenburger Havelseen (WIR) bereits eingeführt hat.

Dahinter verbirgt sich ein Zusammenschluss mehrerer Häfen, der dafür sorgen soll, dass die Anbieter verstärkt miteinander kooperieren und zudem einen Zusatznutzen für Bootsurlauber bieten. Das können individuelle Bonusleistungen wie ein Rabatt beim Fahrradverleih, kostenlose Hin- und Rückfahrt zu Öffentlichen Verkehrsmitteln oder Vergünstigungen in der Gastronomie sein. „Fragen wir die Häfen“, beschlossen die F.U.N.-Mitglieder einstimmig.

Für alle, die in den nächsten Monaten die Untere Havel vom Wasser aus erkunden wollen, noch ein Tipp: Die Initiative hat 20 000 neue Wasserwanderkarten drucken lassen, die es in allen Tourist-Infos gibt.

Von Christin Schmidt

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