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Milower Land Diese Dörfer sind in der Zukunft angekommen
Lokales Havelland Milower Land Diese Dörfer sind in der Zukunft angekommen
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15:55 24.07.2018
Christian Stern drückt mit Anke Engeleiter und Felix Menzel den symbolischen Startknopf. Quelle: Christin Schmidt
Vieritz

Schnelles Internet ist längst zu einem entscheidenden Standortfaktor geworden, auch auf dem flachen Land. Allerdings gibt es noch immer Gegenden, in denen einem der Spaß am Surfen vergeht, weil nur sehr geringe Datenmengen transportiert werden. Diese Zeiten sind in Vieritz in der Gemeinde Milower Land längst vorbei.

Bis zu 50 Megabit fließen hier pro Sekunde durch die Leitung und ab August geht es sogar noch schneller. Dann stehen in den Ortsteilen Vieritz, Zollchow und Schmetzdorf bis zu 100 Megabit pro Sekunde zur Verfügung. Gleichzeitig telefonieren, im Internet surfen und Filme streamen, durfte dann kein Problem mehr sein.

Möglich macht das eine neue Technik, die derzeit in den Verteilerkästen installiert wird. „Glasfaser liegt in diesen Ortsteilen bereits an. Wir rüsten nun die Technik im Kasten selbst um und ermöglichen dadurch das sogenannte Vectoring, das schnelleres Surfen ermöglicht“, erklärt Telekom-Regionalmanager Christian Stern. Rund 280 Haushalten können davon profitieren.

Auch in Großwudicke können die Menschen ab August schneller surfen. Hier steigt die Geschwindigkeit sogar auf 250 Megabit pro Sekunde. Großwudicke gehört damit zu den ersten Orten deutschlandweit, die das neue Super-Vectoring nutzen können.

Die Menschen in Buckow und Kleinwudicke werden davon allerdings nicht profitieren. Damit gehört Buckow weiterhin zu den Orten mit relativ geringen Geschwindigkeiten. „Die Abdeckung in unserer Gemeinde ist insgesamt sehr unterschiedlich“, erklärte Felix Menzel, Bürgermeister im Milower Land beim Vor-Ort-Termin in Vieritz am Dienstag. Er hofft, dass dank der geplanten Fördermaßnahme des Landkreises, der Bundesmittel für den Netzausbau abrufen will, bald alle Bürger problemlos das Internet nutzen können.

Davon sollen alle Haushalte profitieren, in denen weniger als 30 Megabit ankommen. „Es gibt noch viel zu tun. Wir sind ständig dabei das Netz auszubauen“, sagt Christian Stern. Anke Engeleiter, Ortsvorsteherin in Vieritz ist derweil mit dem Angebot in ihrem Ort zufrieden. „Schnelles Internet ist natürlich auch für uns wichtig, jetzt haben wir nur noch Aufholbedarf in Sachen Mobilfunk“, so Engeleiter.

Wer die neuen Geschwindigkeiten nutzen will, muss dies bei seinem Anbieter anmelden. Die Technik wird von der Deutschen Telekom zur Verfügung gestellt, kann aber auch bei anderen dazu gebucht werden. Bei der Telekom ist bereits jetzt eine Registrierung möglich. Die Umstellung von 50 auf 100 Mbit kostet fünf Euro, wer mit 250 Mbit surfen will zahlt noch einmal fünf Euro drauf.

Von Christin Schmidt

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