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Milower Vereinshaus wird flott gemacht

Goldener Plan Havelland Milower Vereinshaus wird flott gemacht

Anfang der 1960er Jahre hatten Mitglieder des Turn- und Sportvereins Germania Milow aus eigener Kraft ein Vereinshaus am Rande des Milower Sportplatzes aufgebaut. Nun könnte das in die Jahre gekommene Gebäude wieder zum Mittelpunkt des Vereinslebens werden.

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Der TSV-Vorsitzende Detlef Sengespeick (l)., nimmt von Landrat Roger Lewandowski den Fördermittelbescheid entgegen.

Quelle: Foto: Ch. Schmidt

Milow. Es ist nicht zu übersehen, dass das Vereinshaus des Turn- und Sportvereins Germania Milow schon bessere Zeiten erlebt hat. Anfang der 1960er Jahre hatten es Vereinsmitglieder mühevoll aufgebaut. Mitte der 1990er wurde es in Teilen saniert. Zwar ist der große Raum mit Theke und einer ganzen Riege von Pokalen, die die TSV-Mannschaften über die Jahre gewonnen haben, noch nutzbar, aber auch hier haben die Jahrzehnte Spuren hinterlassen. Der Wasserhahn ist nur Attrappe, denn es gibt weder fließendes Wasser, noch Toiletten, nicht einmal Umkleideräume.

Seit 2015 bewirtschaftet wieder die Abteilung Handball des TSV das Gelände des Sportplatzes einschließlich Sportlerheim. Allerdings ist das Training unter diesen Bedingungen kaum möglich. Nun könnten für das Haus und damit auch für den Verein Dank des Goldenen Plans Havelland bessere, vielleicht sogar goldene Zeiten anbrechen. Rund 20 600 Euro sollen in das Vereinsgebäude investiert werden. Davon wird der Landkreis Havelland rund 13 600 Euro aus dem Topf des Sportstättenförderprogramms beisteuern.

Sanitär- und Umkleideräume sollen hier entstehen

Eine gute Gelegenheit für den neuen Landrat Roger Lewandowski, dem Verein einen Besuch abzustatten. Donnerstagnachmittag betrat er den frisch gemähten Vereinsrasen, in der Hand das begehrte Papier. „Ich wollte mir mal ein Bild vor Ort machen, um dann in ein paar Monaten den Vergleich ziehen zu können“, erklärte Lewandowski mit einem Lächeln. Allerdings musste er sich mit einem Blick in den großen Vereinsraum begnügen. „Der andere Teil sieht wirklich schlimm aus. Dort muss alles entkernt werden“, erklärte der Vereinsvorsitzende Detlef Sengespeick.

Sanitär- und Umkleideräume sollen hier entstehen. Auch die Elektrik muss komplett erneuert werden und natürlich soll es künftig auch fließendes Wasser für die Sportler geben, so Sengespeick.

Der TSV ist der wichtigste Motor für den Ort

Fast 160 Mitglieder gehören dem Verein derzeit an. Viele von ihnen wollen mit anpacken, um einen großen Teil der Arbeit in Eigenleistung zu erbringen. Die Ausschreibungen erfolgen jetzt und nach dem der TSV am 13. August das große Jubiläum „85 Jahre Handball in Milow“ gefeiert hat, können die Arbeiten beginnen. Bis Ende November soll alles fertig sein. „Für uns ist das ein wichtiges Vorhaben, dass den Verein zusammenschweißt. Das ist der wichtigste Motor für den Ort“, betonte Katharina Stieler, stellvertretende Bürgermeisterin der Gemeinde Milower Land.

1895, ein Jahr nach den ersten Olympischen Spielen der Neuzeit in Athen wurde der Milower Turn- und Sportverein gegründet. Von Beginn an spielte der Ballsport eine zentrale Rolle. Zunächst prägte Faustball das Vereinsleben. 1931 verschrieben sich die Milower dem Handball. Die Sportart avancierte zur Nummer Eins und 1963 gelang sogar der Aufstieg in die DDR-Liga im Großfeld.

Vier Jahre lang, bis zur Auflösung der Liga, wurden auf dem Platz vor dem damals noch neuen Vereinshaus Spiele der zweithöchsten Klasse der Republik ausgetragen. Aber nicht nur Handball wird im TSV gespielt. Zum Verein gehören auch die Abteilungen Aerobic, Allgemeine Sportgruppe, Badminton, Pool- und Kegelbillard, Tennis, Tischtennis und Volleyball. Im Poolbillard und Handball sind sie im Wettkampfbetrieb.

Goldener Plan Havelland 2016

Auch 2016 erhalten havelländische Vereine und Gemeinden aus dem Sportstättenförderprogramm „Goldener Plan Havelland“ 400 000 Euro.

16 Maßnahmen zur Entwicklung der sportlichen Infrastruktur im Landkreis werden in diesem Jahr unterstützt.

Unter anderem erhält der FSV 96 Ketzin/Falkenrehde e.V. 11 000 Euro für eine automatischen Beregnungsanlage.

Mit 43 000 Euro wird die Erweiterung der Skateranlage in Falkensee bezuschusst.

Der Sportverein SG Friesack bekommt 23 000 Euro für die Sanierung der Heizungsanlage im Vereinsgebäude.

98 von 117 gestellten Anträge wurden seit Bestehen des Goldenen Plans 2009 bewilligt. Damit investierte der Landkreis insgesamt 3 100 000 Euro.

 

Von Christin Schmidt

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