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Den Wünschen der Schüler auf der Spur

Ministerpräsident zu Gast Den Wünschen der Schüler auf der Spur

Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat am Donnerstag die Oberschule Premnitz besucht, um sich über deren Konzepte für das Praxislernen zu informieren. Dafür ist die Schule schon mehrfach ausgezeichnet worden. Dietmar Woidke interessierte sich auch dafür, welche Wünsche die Schüler im Bezug auf die Berufsorientierung haben.

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Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) bei einer Schülerin im Fachraum für Holzbearbeitung.

Quelle: Bernd Geske

Premnitz. Sägen, Feilen, Puppentheater und abschließend eine Gesprächsrunde mit Schülern. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat am Donnerstag die Oberschule Premnitz besucht, um sich über deren Konzepte für das Praxislernen zu informieren. Mehrfach schon ist die Schule für die gute Qualität dieser Orientierung ausgezeichnet worden (siehe Infokasten). Die Visite in der Oberschule gehörte zu einer Info-Tour des Ministerpräsidenten über Berufsbildungsaktivitäten von Schulen und Unternehmen. Bevor er nach Premnitz kam, hatte er das Ausbildungszentrum der Edis AG in Brandenburg/H. besucht.

Zweimal geehrt als „Starke Schule“

Den Ehrentitel „Starke Schule. Deutschlands beste Schulen, die zur Ausbildungsreife führen“ hat die Oberschule Premnitz 2011 und 2015 erhalten.

Im Landesvergleich dieses Wettbewerbs kam sie zweimal auf Platz 2.

Die Auszeichnung „Schule mit hervorragender Berufs- und Studienorientierung“ bekam die Oberschule Premnitz 2009, 2011 und 2015.

Vergeben wird diese Auszeichnung vom Netzwerk „Zukunft – Schule und Wirtschaft für Brandenburg“.

Schulleiter Ingo Kaczmarek führte Dietmar Woidke zunächst auf einen Rundgang durch die Schule, wobei der Blick naturgemäß auf die Schwerpunkte des Praxislernens und der Berufsorientierung gerichtet wurde. Lehrerin Heidi Petzold erklärte zu Beginn das Gesamtkonzept der Schule mit den aufeinander aufbauenden Blöcken von Projekten, Eignungsanalysen, Workcamps, Ausbildungsmessen, Berufemärkten, Bewerbungsübungen und diversen Betriebspraktika in den unterschiedlichen Klassenstufen.

Lehrerin Heidi Petzold (links) erklärte die Konzepte der Oberschule

Lehrerin Heidi Petzold (links) erklärte die Konzepte der Oberschule.

Quelle: Bernd Geske

Als bunten Tupfer durfte der Ministerpräsident im Kellertheater eine mit Marionetten gespielte Szene des Märchens „Rapunzel für Erwachsene“ genießen. Schon seit vielen Jahren gehört zum Standard-Stundenplan der Oberschule das Fach Darstellen und Gestalten, in dem die Schüler einschließlich Bau der Puppen und Texteschreiben ein Marionetten-Stück auf die Beine stellen. Gezeigt wurden Dietmar Woidke auch die beiden Fachräume für Holz- bzw. Metallbearbeitung, in denen Schülerinnen und Schüler gerade mit Säge bzw. Feile ein paar Werkstücke bearbeiteten. Der Landesvater ließ sich seine gute Laune auch nicht verderben, als er einen Schüler fragte, ob es ihm Spaß mache und der ihm klar mit „Nö.“ antwortete.

Das griff Dietmar Woidke in der abschließenden Gesprächsrunde mit einem Dutzend Schülern auf und befand: „So ein Nö, macht keinen Spaß, ist der allererste Schritt in die richtige Richtung.“ Denn auf der Suche nach der passenden Berufsausbildung müssten sie natürlich am Anfang klären, was sie gar nicht wollen. „Wir brauchen im Land Brandenburg dringend jeden einzelnen Jugendlichen“, sagte der Ministerpräsident, „ihr seid die Fachkräfte, die unsere Wirtschaft in den kommenden Jahren prägen werden.“

Die Szene aus dem Marionetten-Theaterstück „Rapunzel“ hat Dietmar Woidke sehr gefallen

Die Szene aus dem Marionetten-Theaterstück „Rapunzel“ hat Dietmar Woidke sehr gefallen.

Quelle: Bernd Geske

Er erfuhr sodann, dass die Premnitzer Oberschüler schon sehr genaue Vorstellungen haben. Sie sagten ihm, dass sie Verkäufer, Malerin, Kindergärtnerin, Tischler, Bankkaufmann, Kitaerzieher, Schäfer, Schlosser, Kfz-Mechatroniker, Lagerlogistiker und Polizist werden wollen. Als er die Mädchen und Jungen nach ihren Verbesserungswünschen für die Schule fragte, meldete sich nur ein Junge. Er hätte gern in mehr Fächern A- und B-Kurse mit unterschiedlich hohen Anforderungen, wünschte der. Das gehe leider nicht, entgegnete Schulleiter Ingo Kaczmarek, aber er verstehe, dass der Junge, der danach fragte, gerne noch höhere Anforderungen hätte.

Von Bernd Geske

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