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Mit 2,9 Promille durch die Stadt

Nauen Mit 2,9 Promille durch die Stadt

Weil er im Januar mit 2,9 Promille Blutalkohol in der Nauener Graf-Arco-Straße in seinem Kleinwagen von der Polizei angehalten wurde, musste sich ein 33-Jähriger vor dem Nauener Amtsgericht verantworten. Nach etwa 14 Bier wollte er nur schnell 500 Meter zu einer Freundin fahren – diese Entscheidung kostete ihn Führerschein und Job.

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Ein Blutalkoholtest ergab bei dem Nauener 2,9 Promille. Die Polizeibeamten nahmen ihm den Führerschein sofort ab.

Quelle: Dpa

Nauen. Weil er im Januar mit 2,9 Promille Blutalkohol in der Nauener Graf-Arco-Straße in seinem Kleinwagen von der Polizei angehalten wurde, musste sich jetzt ein 33-Jähriger vor dem Nauener Amtsgericht verantworten.

500 Meter bis zum Ziel

Und dabei waren es gerade einmal 500 Meter, die Silvio R. mit seinem Auto in dieser Nacht zurücklegen wollte. „Das war ziemlich dumm, ich hätte genauso gut laufen können. Ich habe in diesem Moment nicht nachgedacht“, so der Nauener, der an diesem Abend mit Freunden in seiner Wohnung lediglich Bier getrunken haben will. „Wir haben meine Wohnung renoviert und bereits während der Arbeiten das erste Bier aufgemacht. Nach getaner Arbeit haben wir dann einfach weitergetrunken“, so Silvio R. , der an diesem Tag etwa zwölf bis 14 Bier konsumiert haben will. „Dann erreichte uns der Anruf von einer Freundin, die in Schwierigkeiten steckte. Kurzentschlossen habe ich mir meinen Autoschlüssel gegriffen und wir sind losgefahren.“

Sichtlich betrunken

Gegen 0.45 Uhr wurde das Auto in der Graf- von Arco-Straße von der Polizei angehalten, Fahrer Silvio R. stand sichtlich unter dem Einfluss von Alkohol, wie die Beamten in ihrem Bericht schilderten. „Trotz seines sicheren Gangs, seines klaren Bewusstseins und seines ruhigen Verhaltens während der Kontrolle, hatte R. ganz offensichtlich Alkohol intus“, heißt es in dem Bericht. Ein durchgeführter Atemalkoholtest sowie die anschließende Blutprobe bestätigten den Verdacht der Beamten. Sie beschlagnahmten den Führerschein des 33-Jährigen noch in der selben Nacht. Dadurch verlor der Nauener, der zum Zeitpunkt der Trunkenheitsfahrt nach einjähriger Arbeitslosigkeit erst einen neuen Job angefangen hatte, seine Anstellung, für die er seinen Führerschein dringend benötigte.

Anstellung in Aussicht

Auch aktuell habe er die Aussicht auf eine Festanstellung bei einem Malerbetrieb in der Region. „Ich brauche auch für diesen Job unbedingt meine Fahrerlaubnis. Ohne sie kann ich die Anstellung vergessen“, so der Nauener.

Trotz seines blütenreinen Strafregisters erhielt der 33-Jährige seinen Führerschein nicht zurück. Zusätzlich muss er für das vorsätzliche Fahren unter Alkoholeinfluss 30 Tagessätze à 15 Euro zahlen. Seine Fahrerlaubnis kann er nach Ablauf einer achtmonatigen Sperrfrist wiedererlangen. Bei einem Wert von 2,9 Promille spräche jedoch alles für eine vorherige MPU, so der Richter.

Von Laura Sander

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