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Havelland Mit 25 Jahren endlich erwachsen
Lokales Havelland Mit 25 Jahren endlich erwachsen
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00:17 24.05.2017
Amtsdirektor Jens Aasmann (links), Amtsausschussvorsitzender Stefan Schneider (rechts) und die Erste Kreisbeigeordnete Elke Nermerich (2.v.re.) mit den Ehrenamtlern, die zum Amtsgeburtstag ausgezeichnet wurden. Quelle: Norbert Stein
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Stölln

Im Ländchen Rhinow gingen 1992 vierzehn Gemeinden einen kommunalen Ehebund ein. Sie gründeten das Amt Rhinow. Seit der Kommunalreform im Jahre 2003 sind es sechs Gemeinden. Am Freitagabend feierten rund 150 Gäste den 25. Amtsgeburtstag. Geladen waren zu der Feierstunde im Lilienthal-Centrum in Stölln Abgeordnete,verdienstvolle Bürger, Mitarbeiter der Verwaltung und den Einrichtungen des Amtes sowie Vertreter aus der Wirtschaft und dem Vereinsleben, an der Entwicklung des Amtes maßgeblich beteiligte ehemalige Kommunalpolitiker und weitere Gäste.

Gut gewählter Ort

Den Ort, um diesen Anlass zu feiern, hätten die Gastgeber nicht besser wählen können. Ist das Lilienthal-Centrum doch ein gutes Beispiel für die Entwicklung des Amtes. Das galt auch für das kulturelle Rahmenprogramm. Junge Interpreten der Musik- und Kunstschule Havelland bereicherten die Feierstunde mit Beiträgen aus dem Musical „Frei wie der Wind“ von Nils Fölster. Das Stück befasst sich mit dem Leben und Wirken der Lilienthal-Brüder.

Kujitime Islami sang bei der Festveranstaltung „Erfinderleben“ aus dem Musical „Frei wie der Wind“. Quelle: Norbert Stein

Der Vorsitzende des Amtsausschusses Rhinow, Stefan Schneider (SPD), hießt die stellvertretende Landrätin Elke Nermerich (SPD) besonders willkommen. Anwesend war auch Sybille Heling, die vor Schneider Bürgermeisterin in Rhinow war und dem Amtsausschuss vorstand. „Frau Heling und der inzwischen verstorbene Amtsdirektor Gerd Jendretzky hatten besonderen Anteil am Aufbau des Amtes“, sagte Schneider. „Die Entwicklung des Amtes Rhinow ist eine Erfolgsgeschichte“, betonte er. Vieles hat sich in den 25 Jahren verändert. Die Orte sind schöner geworden und das Engagement der Einwohner für das Gemeinwohl ist gewachsen.

Rückblick auf zwei Höhepunkte

Alles zu benennen, hätte die Rahmen der Feierstunde gesprengt. So blickte Amtsdirektor Jens Aasmann (SPD) in seiner Festansprache auf das zurück, was seit dem Festakt zum 20. Amtsgeburtstag passiert ist. Zwei Ereignisse hob er besonders hervor. „Auf das Hochwasser im Juni 2013 hätten wir verzichten können“, sagte Aasmann. Er würdigte nochmals die Einsatzbereitschaft vieler Helfer im Kampf gegen die Wassermassen und erwähnte auch den Ärger, den das Amt damals mit den Landesbehörden in Potsdam bekam. Ohne Rücksprache und unbürokratisch hatten die Rhinower den Nachbardörfern auf der anhaltinischen Seite der Havel geholfen. Der Ärger mit den Landesherren verrauchte – 4,3 Millionen Euro bekam das Amt Rhinow später vom Land zur Beseitigung von Schäden, die das Hochwasser angerichtet hatte.

In das Lilienthal-Centrum waren viele Gäste gekommen. Quelle: Norbert Stein

Das zweites besondere Ereignis, so der Amtsdirektor, sei die Bundesgartenschau 2015 gewesen. „Das hat noch immer nachhaltige Wirkung“, sagte er. Im Amt Rhinow war das Lilienthal-Centrum mit dem Airport Stölln und der Lady Agnes offizieller Teil der Buga-Kulisse.

In Spaatz, Wolsier, Prietzen und Rhinow wurden in den letzten fünf Jahren die Ortsdurchfahrten erneuert. Nun müsse noch die Ortsdurchfahrt Stölln gemacht werden, sagte der Amtsdirektor.

Lob von Elke Nermerich

„Etwas älter geworden und dennoch jung geblieben“, bescheinigte Elke Nermerich dem Amt Rhinow beste Aussichten zum 25. Geburtstag. Sie nannte für jeden Ort Beispiele: Wolsier mit dem Eselhof, Spaatz als schönstes Dorf im Havelland, Großderschau mit dem Kolonistenhof, Stölln mit dem Fliegerpark, das Rhinower Vereinsleben, Neuwerder mit Kunstaktivitäten und die Bewahrung bessarabischer Traditionen in Schönholz.

Und Elke Nermerich lobte weiter: „Ein Beispiel, um der Überalterung in den Dörfern zu begegnen, ist Hohennauen, wo an der neuen Straße sechs neue Häuser gebaut wurden in denen Familien mit elf Kindern wohnen und sich wohlfühlen.“

Stefan Schneider gratuliert Manfred Rogge zur Auszeichnung Quelle: Norbert Stein

Bürgerschaftliche Identität und ehrenamtliches Engagement seien unverzichtbar, betonten alle Redner zum Festakt. Im Ländchen Rhinow gibt es viele Menschen, die sich dafür uneigennützig einsetzen.

Unermüdliche Helfer im Amt

Elf dieser unermüdlichen Helfer zeichneten die Gemeinden auf der Festveranstaltung als Ehrenamtler 2017 aus. Die Laudation für die Geehrten hielten die Bürgermeister. Mit dem Ehrenamtspreis bedacht wurden neben anderen Bärbel Mautsch aus Parey für uneigennützige Nachbarschaftshilfe und Gisela Spilker aus Stölln. Sie engagiert sich für Seniorennachmittage und den Handarbeitszirkel im Dorf. Mike Torno aus Rhinow wurde für sein Engagement als Vorsitzender des Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr ausgezeichnet. Die Ehrenamtler standen im Mittelpunkt der Festveranstaltung. Nach dem Ende des offiziellen Teils blieben die Gäste noch lange zusammen beim Büfett und vielen Gesprächen.

Von Norbert Stein

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