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Mit Blech und Schlagzeug

17. Falkenseer Musiktage Mit Blech und Schlagzeug

Werke von Bizet, Debussy und Ravel erklangen zum Auftakt der 17. Falkenseer Musiktage. Die Formation Percussion Posaune Leipzig begeisterte am Freitagabend in der Falkenhagener Kirche.

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Die Falkenseer Musiktage begannen mit dem Auftritt der Formation Percussion Posaune Leipzig.

Quelle: Hans-Peter Theurich

Falkensee. Mit der ungewöhnlichen Bläser-Formation Percussion Posaune Leipzig starteten die 17. Internationalen Musiktage am Freitag in der Falkenhagener Kirche. Die vier Musiker begeisterten das Publikum mit ihrem Programm „Von Bach bis Bolero“ im nahezu ausverkauften Haus.

Das Motto der 17. Musiktage heißt „Musique à la carte“. Isabelle Engelmann als künstlerische Leiterin sagte: „Das Programm war schon fertig, als Frankreich von den schrecklichen Ereignissen heimgesucht wurde. So haben wir uns entschlossen, im Herbst ein Gedenk-Konzert zu veranstalten“.

Am Freitag erklangen nur drei französische Kompositionen: die „Habanera“ von Georges Bizet, Claude Debussys „Golliwogg`s Cakewalk“ und der „Bolero“ von Maurice Ravel. Das Publikum war fasziniert von der ungewöhnlichen Besetzung. Das Leipziger Ensemble besteht aus drei Posaunisten und einem Schlagzeuger.

Joachim Gelsdorf (Bassposaune und Moderation), Wolfram Dix (Percussion), Marton Palko und Stefan Wagner (beide Alt- und Tenorposaune) begannen druckvoll mit dem Fanfaren-Intro aus „Also sprach Zarathustra“ von Richard Strauss. Es ging weiter mit dem Stück „This could be the start of something big“ (Dies könnte der Beginn von etwas Großem sein) von Steve Allen. Zwei Madrigale aus dem 16. Jahrhundert folgten, gespielt auf schlanken Barockposaunen. Sie motivierten den Moderator Joachim Gelsdorf, den Bogen zu den Leipziger Stadtpfeifern zu schlagen, in deren Tradition sich die Musiker fühlen.

Mit Wolfram Dix trat ein überaus versierter Percussionist auf. Sein Schlagzeug gab den klassischen Stücken eine jazzige Note. Besondere Freude machte ihm seine Komposition „Monade“, ein Solo für Schlitztrommel. Wie ein Schuhkarton aus Holz sieht das Instrument aus, dem der Musiker xylophonartige Töne entlockte. Das Publikum applaudierte begeistert.

Nach der Pause zogen die Bläser in die Kirche mit roten, grünen und blauen Posaunen. Vor dem Altar intonierten sie die Habanera aus der Oper Carmen.

Joachim Gelsdorf berichtete von Claude Debussy und dessen wohlhabender Unterstützerin, einer Chopin-Schülerin: „Fördern auch Sie junge Musiker, vielleicht entdecken Sie ein großes Talent dabei“, ermunterte er die Zuhörer. Der letzte Programmpunkt, der „Bolero“, ließ die Posaunen- und Schlagzeugklänge regelrecht anschwellen. Das Publikum dankte für das außergewöhnliche Konzert mit stürmischem Applaus und freute sich über „Summertime“ von George Gershwin als Zugabe.

Von Judith Meisner

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