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Havelland Mit Dressur und Todesrad
Lokales Havelland Mit Dressur und Todesrad
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00:21 25.09.2017
Karl Altoff-Köllner mit seinen Tieren.. Quelle: Astrid Wiebe
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Friesack

Seit Freitag hat der Zirkus Karl Altoff-Köllner auf dem Gelände an der Freilichtbühne in Friesack sein Zirkuszelt aufgeschlagen. „Das ist für uns eine Premiere. Meistens treten wir in größeren Städten auf. Aber Friesack hat uns überzeugt und der Standort ist wirklich total schön“, erzählt Liane Weisheit-Köllner. Die 47-jährige Zirkusdirektorin stammt aus der bekannten Künstlerfamilie Weisheit, die sich mit ihrer wagemutigen Seilartistik weltweit einen Namen gemacht hat. Die fünffache Mutter war selbst einmal Seilakrobatin, kümmert sich jedoch mittlerweile um das wechselnde Show-Programm und koordiniert gemeinsam mit ihrem Mann Karl Altoff-Köllner den reibungslosen Ablauf der Auftritte vor Ort. Mit Akrobatik, Jonglage, Trapezkunst und Tierdressuren wollen die 15 Artisten, Dompteure, Clowns und 30 Tiere das Publikum verzaubern.

Artistennachwuchs in Aktion. Quelle: Astrid Wiebe

Dazu gehören tierisch exotische Attraktionen, wie zum Beispiel fünf Dromedare, vier Zebras und zwei Lamas, die Guiliano Weisheit-Köllner, einer der Söhne der Zirkusdirektorin, in der Manege präsentiert. Mit Herzblut, großer Leidenschaft und viel Einfühlungsvermögen übt der 28-Jährige täglich mit seinen Tieren, damit abends in der Vorstellung alles klappt.

„Die Zebras und Dromedare sind bei uns großgeworden. Sie gehören zu unserer Familie“, sagt Liane Weisheit-Köllner: „Der Tierschutz wird bei uns großgeschrieben. Und das können sich die Besucher sehr gerne anschauen. Ob in den Pausen, während der Show oder auch davor oder danach. Wir haben nichts zu verbergen.“

Karl Altoff-Köllner ist passionierter Tierdompteur. Mit seinen pechschwarzen Friesenhengsten und schneeweißen Andalusier-Hengsten zeigt er, in vollendeter Harmonie zwischen Mensch und Tier, atemberaubende Freiheitsdressuren. „Ein Zirkus ohne Tiere ist einfach unvorstellbar. Schon allein der Kinder wegen, die sich sonst sehr schnell langweilen“, ist Liane Weisheit-Köllner überzeugt. „Der Zirkus bleibt ein Ort zum Staunen, Lachen und Träumen für Jung und Alt.“

Und auch, wenn alles leicht und mühelos aussieht – hinter den Aufführungen steckt viel Arbeit und hartes Training. Das weiß auch die neunjährige Lucia, die das jüngste Mitglied der Zirkustruppe ist. Gemeinsam mit ihrer 76-jährigen Großmutter Christa Weisheit, die früher selbst einmal als Seiltänzerin auftrat, übt das Mädchen täglich auf dem Drahtseil. Lucia liebt es, im Scheinwerferlicht zu stehen und die bewundernden Blicke auf sich zu ziehen. Die kleine Dame mit großem Selbstbewusstsein vollführt schon jetzt Seil-Akrobatik mit faszinierender Präzision.

Ein weiteres artistisches Highlight des fast zweistündigen Programms ist zweifellos der Auftritt von Nico Wilson in seinem amerikanischen Todesrad. In luftiger Höhe ist dem jungen Künstler, der sogar mit dem silbernen Clown beim Zirkusfestival in Monte Carlo ausgezeichnet wurde, kein Kunststück zu ausgefallen, um für Hochspannung beim Publikum zu sorgen.

Gute Laune garantieren die Clowns Francesco und Mario mit ihren Späßen und lustigen Gags. Die beiden Spaßmacher mit Humor im Blut wissen die Herzen der kleinen und großen Besucher zu erobern und verbreiten gute Laune auf den Rängen.

„Manege frei!“ heißt es noch am Samstag um 17 Uhr und am Sonntag um 11 Uhr an der Freilichtbühne in Friesack.

Von Astrid Wiebe

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