Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Havelland Mit Pferdestärke zu mehr Selbstbewusstsein
Lokales Havelland Mit Pferdestärke zu mehr Selbstbewusstsein
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:59 12.02.2016
Pony Karlson verhilft den Kindern zu mehr Selbstvertrauen. Quelle: Privat
Anzeige
Falkensee/Spandau

Lachend springen die Kinder aus dem Bus des Falkenseer Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB). Eine halbe Stunde nach Schulschluss haben sie ihr Ziel, das Evangelische Johannesstift in Spandau, erreicht. Leise, um Ponys und Pferde nicht zu erschrecken, nähern sie sich der Koppel des Reitprojektes Ira. Gemeinsam mit Reittherapeutin Konstanze Schleehauf suchen die fünf Grundschüler ihr Therapiepferd Karlson. Der gutmütige Braune hat viel Geduld und lässt sich ganz selbstverständlich tätscheln, bürsten und kuscheln.

Diese Erfahrung ist nicht alltäglich für die Schüler, die gemeinsam mit ihren Familien im ASB-Wohnprojekt in Falkensee leben. Dort gibt es für Mütter und Väter sozialpädagogische Hilfestellung, um die Herausnahme der Kinder aus ihren Familien und ihrem gewohnten Umfeld zu verhindern. Mit der Teilnahme an dem Reitprojekt verbessern die Grundschüler, die zum Teil ein sehr schwach ausgeprägtes positives Selbstbild haben, ihr Sozialverhalten. Oft können sich die Kinder, die zum Großteil auf die Falkenseer Erich-Kästner-Grundschule gehen, nur schwer in ihren Klassen integrieren. Seitdem sie jedoch an der Reittherapie teilnehmen, hätte es schon erste positive Veränderungen gegeben, was auch die Lehrer bestätigen: „Zu Beginn des zweiten Halbjahres hatten die Kinder aus dem Familienwohnprojekt sehr wenig Zutrauen in die eigene Leistungsfähigkeit. Sie konnten sich gegenüber den anderen Schülern nicht öffnen, so sehr sich die Klasse auch bemühte.“ Mit der Therapie hätte ein Wandel stattgefunden und die Schüler ein deutlich besseres Selbstbild erlangt.

Nachdem die Kinder Karlsons Hufe ordentlich sauber gemacht und ihm einen Voltigier-Gurt umgeschnallt haben, geht es in die Reithalle. Dann heißt es: wer ist schneller – Karlson, den alle nur liebevoll „Kalle“ nennen, oder die Kinder? Sie halten sich an den Händen und besiegen das Pony im Team. Der Sieg schweißt zusammen. Bei den folgenden Übungen auf Karlsons Rücken sind die Kinder dann aber wieder in einem Team mit dem Therapiepferd, das sie sicher auf seinem Rücken trägt. Rückwärtssitzend, ohne Festhalten und auf den Knien wippend vergeht die Stunde auf Kalles Rücken wie im Flug. Abschließend können die Kinder im Liegen noch eine flotte Runde zu schwundvoller Musik mit Karlson durch die Halle traben.

Die Teilnahme an der Reittherapie möglich gemacht, hat eine Spendenaktion der Berliner Firma Lonscher Waagen im Rahmen des 50. Firmenjubiläums. Sechs Monate können die Kinder an der Therapie teilnehmen, dann ist Schluss. Die Weiterführung des Projektes halten sowohl Lehrer, als auch Konstanze Schleehauf für sinnvoll und wichtig für die Entwicklung der Grundschüler. „Wer mehr über das Projekt erfahren möchte oder den Kindern weitere Therapiestunden ermöglichen möchte, kann sich per Mail an k.schlehauf@asb-falkensee.de gerne bei mir melden“, so Schleehauf, die als Diplom-Pädagogin und Reittrainerin außerdem die Zusatzqualifikation für heilpädagogisches Reiten und Voltigieren hat. Momentan leben 13 Therapiepferde auf dem Gelände des Spandauer Johannesstifts.

Nach zwei Stunden ist die Zeit mit Pony Kalle um. Die Kinder haben gelernt, im Team zu arbeiten und sich zu vertrauen. Sie haben sich abgesprochen und auf andere Rücksicht genommen. „Dank der Arbeit mit Karlson wissen die Kinder, dass sie mutig und stark sein können und dass es sich auch lohnt“, so Schleehauf.

Von Laura Sander

Havelland Tourismus nach der Gartenschau - Rhinow will Buga-Schwung nutzen

Touristiker im Ländchen Rhinow wollen im Jahr eins nach Buga in der Erfolgsspur bleiben. Doch dafür ist wäre eine Busverbindung an den Wochenenden nach Stölln wichtig, hieß es beim Tourismus-Stammtisch. Außerdem sollen Kleinode in der Natur besser vermarktet werden.

15.02.2016

Christian Kaiser und Nico Tews, die bisher gemeinsam das Bürgerbündnis Havelland leiteten, dementieren Gerüchte, nach denen sie sich überworfen hätten. Es sei vielmehr so, dass Tews sich nun um das neu gegründete Netzwerk „Bürgerbündnis Deutschland“ kümmere. Unter dessen Label will er nun am 5. März eine größere Demonstration in Rathenow organisieren.

12.02.2016
Havelland Kabelbrand in Elstaler Notunterkunft - Qualmende Herdplatte sorgte für Alarm

In der Notunterkunft für Asylsuchende in Elstal kam es am Donnerstagabend zu einem Kabelbrand an einer Herdplatte. Wegen der starken Qualmentwicklung wurde Feueralarm ausgelöst. Verletzt wurde niemand.

12.02.2016
Anzeige