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Mit Schwung ins neue Jahr

Rathenow Mit Schwung ins neue Jahr

Die Rathenower sind ausgelassen aber ausgesprochen friedlich ins neue Jahr gestartet. In Kneipen und Gaststätten war die Stimmung bei Livemusik und Tanz ausgezeichnet. Die Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr verlebten einen ruhigen Abend.

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Anstoßen und ein Kuss um Mitternacht: Nancy Feuerherdt mit ihrem Lebensgefährten Marcel Köhler (aus Wust bei Brandenburg).

Quelle: Uwe Hoffmann

Rathenow. 2018 begann, zumindest in Rathenow, recht ruhig und friedlich. Die Freiwillige Feuerwehr Rathenow hatte am 27. Dezember ihren 371. und letzten Einsatz des Jahres. In der Silvesternacht 2016 hatten die Kameraden zwischen ein und zwei Uhr noch zu neun Bränden von Resten von Feuerwerkskörpern ausrücken müssen.

So feierten die Rathenower ausgelassen in den Restaurants der Stadt in das neue Jahr 2018. 25 Rathenower begannen die Silvesterfeierlichkeiten mit der Vorpremiere zum Kinofilm „Greatest Showman“ mit Hugh Jackmann. Wie jedes Jahr zeigte das Haveltorkino am Nachmittag des letzten Jahres einen Film. „In diesem Jahr habe ich für die Zuschauer erstmals ein kleines Buffet mit Sektempfang vorbereitet“, sagt Kinobetreiberin Christl Schneewind.

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Die Rathenower feierten den Jahreswechsel zu Hause und in Gaststätten. Dort hatten die Wirte aufgefahren, sie hatten Musik bestellt und die Gäste schwoften bis tief in die Nacht. Insgesamt verlief der Jahreswechsel friedlich.

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Im Restaurant „Zum Alten Hafen“ nahm Inhaber Michael Schönberg, in stilechter Kapitänsuniform, die Gäste auf eine „Reise um die Welt“ mit. Dieses Mal auf seinem „Kreuzfahrtschiff“. Auf dem Oberdeck standen Liegen, in denen man die Cocktails, in der ungewöhnlich lauen Nacht, genießen konnte. 18.40 Uhr hieß es „Leinen los!“ – zu einer kleinen Zeitreise in das New York des Jahres 1956. Zum Barbecue legte der Koch ordentliche Steaks und Burger auf den Grill des Oberdecks. Nach dem Landgang ging es weiter Richtung Madagaskar. Chefkoch Sebastian Crakau lud die Gäste zum reichhaltigen Buffet mit einem Curry und Hähnenchenschenkeln ein. Vorbei an Pakistan ging es zur Krim, mit Pelmeni. Zielhafen war Hamburg. Der Seetag mit großem Dessertbuffet mit Eisbombe und Kuppeltorte ließ auch den „Schrecken“ der Seenotübung schnell vergessen. Mit großem Feuerwerk wurden die Kreuzfahrer um Mitternacht im „Hamburger“ Hafen, gleich neben der Sank-Marien-Andreas-Kirche, begrüßt. Zum Landgang lud auch die „Reeperbahn“ ein – zwei leicht bekleidete Schaufensterpuppen hinter den rot beleuchteten Scheiben der Oberdeck-Bar.

Wat mut, dat mut

Wat mut, dat mut: Pfannkuchen zum Jahreswechsel in Rathenow

Quelle: Uwe Hoffmann

Wie im „Alten Hafen“ mit DJ Micha aus Friesack, legte auch im „Schwedendamm“ ein DJ, der Rathenower Marcel Böttger, auf. Im Havelrestaurant steht die Silvesterparty traditionell unter einem Motto. Auf dem reichlich gedeckten Buffet stach die rund ein Meter lange, als dreidimensionaler Roulettetisch gestaltete Torte ins Auge. Der Rathenower DJ Eddy legte zum Tanz im Restaurant „Zur Alten Schmiede“ auf. Der einheimische DJ Enrico unterhielt die Gäste in der „Taverna Syrtaki“ zum griechischen Buffet.

Zum Tanz im Kulturzentrum spielte, im dritten Jahr, „Helga & Band“ aus Schönebeck bei Magdeburg. „Seit vier Wochen spielen wir in neuer Besetzung“, erzählt Gitarrist Werner Krieg. „Neu ist Helga Helges Tochter Jenny als zweite Sängerin und ihr Lebenspartner am Keyboard.“ Jenny Helge war zuvor vier Jahre lang mit dem gebürtigen Cubaner Rafael Alvarez del Risco mit lateinamerikanischer Musik unterwegs. Im Blauen Saal spielte das Quartett wieder Oldies, NDW- und Partyhits, Schlager und Rocksongs. Die Partys in den Restaurants waren nahezu ausverkauft und die Rathenower feierten, wie im „Alten Hafen“ unter anderem mit Gästen aus Brandenburg/Havel und dem benachbarten Sachsen-Anhalt, auch teilweise kostümiert. Die längste Party gab es wieder in der Musikbrauerei.

Im Kulturzentrum wurde das Tanzbein geschwungen

Im Kulturzentrum wurde das Tanzbein geschwungen.

Quelle: Uwe Hoffmann

Das Feuerwerk setzte um Mitternacht zaghaft ein, hielt dann aber mit Dauerschüssen eine halbe Stunde ohne Pause an. In den Straßen sah man kaum noch einzelne Raketen in den Himmel aufsteigen. Auch die Rathenower folgten dem bundesweiten Trend zu Multibatterie-Feuerwerk mit bis zu über 100 Schuss. Im letzten Jahr gaben die Deutschen fast 140 Millionen Euro für Silvesterfeuerwerk aus.

Der Tag des Heiligen Silvester I., seit 813 Namenstag des Papstes in Rom 314 bis zu seinem Tod am 31. Dezember 335, wird erst seit 1582 als letzter Tag des Jahres bei uns gefeiert. Durch die Gregorianischen Kalenderreform wurde dieser vom 24. auf den 31. Dezember verlegt. Im alten Rom feierte man das Neujahrsfest, mit der Verlegung vom 1. März, 153 vor Christus erstmals am 1. Januar. Die Kulturen der Welt, wie Muslime oder die Chinesen, führen noch heute insgesamt über 20 Kalenderrechnungen mit den verschiedensten, über das gesamte Jahr verteilten Daten für den Jahreswechsel.

Was 2018 für uns bereit hält, mochte mancher mit dem traditionellen Brauch des Bleigießens herausgefunden haben. So wie in dem apokalyptischen Kinoklassiker „Terminator“ sieht das neue Jahr jedenfalls nicht aus. Dessen Teil „Die Erlösung“ spielt größtenteils im Jahr 2018.

Von Uwe Hoffmann

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