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Mit dem Fahrstuhl in alle Etagen

Dorfgemeinschaftshaus Wachow Mit dem Fahrstuhl in alle Etagen

Das Dorfgemeinschaftshaus in Wachow soll in den nächsten beiden Jahren saniert werden. Die Stadt Nauen hat dafür 833 000 Euro eingeplant. Auch künftig wird die Kita dort ihr Domizil haben und soll es die Heimatstube in der alten Villa geben. Auch der Allgemeinarzt wird dort einziehen.

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Noch bis zum Jahre 1997 wurden in dem Haus die Kinder aus Wachow, Gohlitz und Niebede unterrichtet.

Quelle: Andreas Kaatz

Wachow. Auch heute noch ist die alte Villa, in der sich die Kita befindet, mit seiner gelben Fassade ein Schmuckstück. Doch bei näherer Betrachtung zeigt sich, dass das Haus seine besten Zeiten hinter sich hat. Es ist sanierungsbedürftig. Momentan nutzt im Wesentlichen nur noch die Kita das Gebäude. Im Saal auf der gleichen Etage sind die Volkssolidarität, tagt der Ortsbeirat oder aber erledigt der mobile Bürgerdienst hin und wieder Verwaltungsangelegenheiten für die Einwohner. Die Heimatstube im Obergeschoss dürfte aus Brandschutzgründen gar nicht mehr genutzt werden. Viele Räume stehen leer.

Deshalb warten die Wachower schon seit geraumer Zeit darauf, dass an dem Gebäude – eines von 46 stadteigenen –, endlich etwas passiert. Im nächsten Jahr soll es aber nun losgehen. Das kündigte Nauens Kämmerin Marion Grigoleit an. „Der Bauantrag ist gestellt“, sagte sie jetzt bei einer Projektpräsentation in Wachow. Rund 833 000 Euro soll das Vorhaben kosten, ein Teil wird gefördert.

Die Stadt Nauen verfolgt die Strategie, dass es in jedem Ortsteil nur ein kommunales Gebäude gibt, das sowohl als Begegnungsstätte dient als auch weitere Angebote bereit hält. „In Wachow haben wir aber zwei sanierungsbedürftige Gebäude“, sagte Marion Grigoleit. Neben der Villa handelt es sich dabei um das Ambulatorium, in dem sich der Allgemeinarzt und der Zahnarzt befinden. Die Kommune plant, dieses Gebäude zu verkaufen und hätte es gern, dass beide Ärzte nach der Sanierung in die ehemalige Schule einziehen. „Wir möchten dort möglichst viele Angebote konzentrieren. Der Zahnarzt möchte jedoch bleiben. Wir finden dies schade und hätten es gerne, dass er auch mit einzieht“, sagt sie.

Das Haus soll innerhalb von zwei Jahren in zwei Bauabschnitten erneuert werden. Allerdings ist noch unklar, ob es für 2018 ebenfalls Fördermittel gibt. Im Souterrain wird es nach der dringend notwendigen Trockenlegung des Gebäudes künftig einen Multifunktionsraum mit Küche geben, der auch für Sport geeignet ist. Zudem sind ein Kinder- und Jugendtreff geplant sowie eine größere WC-Anlage.

Das Erdgeschoss soll vor allem der Kita vorbehalten bleiben. Zudem steht der jetzt für die Seniorenarbeit genutzte Raum auch künftig unter anderem für diesen Zweck zur Verfügung. Im Obergeschoss „bleibt die Heimatstube, wir müssen sie nur etwas verrücken“, sagt Marion Grigoleit. Zudem bekommt der Allgemeinarzt dort seine Räume, und es gibt Platz für Physiotherapie, Friseur oder Massage. Hinzu kommt ein behindertengerechter Zugang. Dazu wird am Haus ein Fahrstuhl errichtet, über den alle Etagen erreichbar sind. Zwar muss dafür die Küche der Kita weichen, sie kommt aber nur an eine andere Stelle. Des Weiteren erhält das Haus einen zweiten Rettungsweg.

Dass am Gebäude etwas passieren wird, freut auch Einwohnerin Regina Scherf. „Es lohnt sich wirklich, das Gebäude zu sanieren und noch einmal trockenzulegen. Es ist bestimmt schon das dritte Mal.“ Und Ortsvorsteher Uwe Bublitz meint: „Das ist eine wichtige Maßnahme für den Standort an sich und vor allem für die Kita.“ Er hofft, dass dadurch der Zuspruch von Eltern und Kindern weiter anhält. „Das erste, was die Leute fragen, wenn sie in Wachow bauen wollen, ist: Gibt es hier eine Kita?“, so Bublitz. Würde nicht investiert, wäre das Gebäude dem Verfall preisgegeben. „Ich würde es allerdings begrüßen, wenn auch der Zahnarzt sich einen Ruck gibt und dort einzieht. Das wäre das I-Tüpfelchen.“

Von Andreas Kaatz

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