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Havelland Mit dem Lösch-Oldie durch Friesack
Lokales Havelland Mit dem Lösch-Oldie durch Friesack
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00:18 18.05.2017
Dirk Lorenzsonn mit dem Oldie aus Selbelang. Quelle: Norbert Stein
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Friesack

Regenschauer konnten der guten Stimmung beim Festumzug anlässlich des 125. Jubiläums der Friesacker Feuerwehr und dem Ausscheid im Feuerwehrwettkampf „Löschangriff nass“ keinen Abbruch bereiten. Abordnungen und Mannschaften aus neun Feuerwehreinheiten des Amtes Friesack waren am Samstag in die Fliederstadt gekommen.

150 Männer und Frauen beim Umzug

Insgesamt 150 Frauen und Männer in blauen Feuerwehruniformen zogen bei Festumzug vom Gerätehaus durch die Stadt zum Festplatz. Der Amtsbrandmeister Mario Haufe, sein Stellvertreter Stefan Scharschmidt und der Friesacker Ortswehrführer Björn Rackwitz marschierten vornweg. Ihnen folgten die Abordnungen der Feuerwehreinheiten aus den Dörfern des Amtes. 21 Feuerwehrfahrzeuge, größtenteils mit eingeschalteten Blaulicht und Martinshorn, sorgten für ein optisch und lautstarkes Umzugsbild.

Mario Haufe, Stefan Scharschmidt und Björn Rackwitz führten den Festumzug an. Quelle: Norbert Stein

Auch Oldies waren unter den Fahrzeugen. So fuhr Dirk Lorenzsonn mit einem Garant 30K, Baujahr 1957 beim Umzug mit. „Der Garant war früher ein Milchtransportfahrzeug und wurde 1958 nach einem Unfall der Feuerwehr Selbelang zum Einsatzfahrzeug wieder aufgebaut“, so Dirk Lorenzsonn, der seit 25 Jahren Feuerwehrmitglied und Vorsitzender des Fördervereins der Ortsfeuerwehr Selbelang ist. Anfang der 1990er-Jahre schickten die Selbelanger den Garant in Rente, nicht aber aufs Abstellgleis. Sie pflegen und hegen ihn als Oldie.

Old but Gold

In den Fahrzeugkonvoi mit einem Oldie vom Typ Robur eingereiht hatte sich am Samstag auch der Friesacker Amtsdirektor Christian Pust. Alte Feuerwehrautos sind sein Hobby. Drei solcher Oldies besitzt Pust, seit 2006 auch den Robur.

Auf dem Festplatz angekommen, wurde der sportlichen Teil des Tages eröffnet. „Solche Wettkämpfe haben ihre Berechtigung“, sagte der Kreisbrandmeister Lothar Schneider. Die Mannschaften würden beim sportlichen Löschangriff Fitness und Können beweisen. Zudem würden solche Veranstaltungen die Gemeinschaft fördern, sagte Schneider weiter.

13 Mannschaften traten an

Insgesamt fünf Frauen- und 13 Männermannschaften wurden auf die Wettkampfstrecke geschickt. Ausgetragen wurde der Wettkampf in zwei Läufen. Die Durchschnittszeit entschied über den Sieg. Und da waren die Mannschaften aus Vietznitz ganz vorne. Die Vietznitzer Männer gewannen den Amtsausscheid „Löschangriff nass“ mit einer Durchschnittszeit von 27,55 Sekunden, vor Selbelang II (36,76) und Selbelang I (39,46). Die Frauen aus Vietznitz, deren Team ein Durchschnittsalter von 28 Jahren hatte, siegten in einer Zeit von 50,58 Sekunden vor Retzow (51,77) und Wagenitz (55,70). Den schnellsten Einzellauf hatten allerdings die Frauen aus Wagenitz. „Natürlich sind wir glücklich über den Sieg, obwohl wir dem Frauenteam aus Wagenitz ebenfalls den Sieg gegönnt hätten“, sagte der Vietznitzer Ortswehrführer Fred Schindler.

Einen Zusatzwettkampf mit einer DDR- Pumpe gewann die Mannschaft Selbelang II, vor Vietznitz und Selbelang.

Von Norbert Stein

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