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Havelland Mit der DDR-Schwalbe durchs Havelland
Lokales Havelland Mit der DDR-Schwalbe durchs Havelland
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00:34 17.07.2015
An vier Tagen erkundeten die Mitglieder des Schwalbe-Clubs Elbmarsch das Havelland. Quelle: Norbert Stein
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Lochow

Was die Geschwindigkeit von Mopeds betrifft, überholt der Osten den Westen. „Dem Paragrafen 216b des Einigungsvertrages zufolge ist das so erlaubt“, witzeln neun Männer auf der Terrasse eines Ferienhauses im havelländischen Lochow. Die neun Männer sind Andreas Hammer, Dirk Müller, Torsten Heilmann, André Schwarzkopf, André Klante, Holger Bentcke, Matthias Dombrowski, Rainer Mißfeld und Michael Zeigler vom Schwalbe-Club Elbmarsch aus dem äußersten Nordosten des Landkreises Hamburg in Niedersachsen.

Seit 1996 gibt es dort den Schwalbe-Club. „Der Rainer ist schuld“, sind sich die Schwalbe-Fahrer in einer lockeren Runde einig. Gemeint ist Rainer Mißfeld, der sich als erster von ihnen Anfang der 1990er Jahre eine Schwalbe gekauft hat, weil man mit dem Moped auch schneller als 60 Stundenkilometer fahren darf. Auch gefiel ihm, dass man selbst dran schrauben kann und das Zweirad auch ohne elektronische Bauteile zuverlässig fährt.

Mit seiner Leidenschaft hat Mißfeld die Anderen angesteckt. Sie kauften sich auch eine Schwalbe, gründeten einen Club und machen seit 19 Jahren gemeinsame Ausfahrten. Zunächst in der heimischen Umgebung, seit 2007 laden sie ihre Mopeds auf Autoanhänger und fahren nach Bayern, in den Harz oder anderen Gegenden, wo sie dann mit den Schwalben vier Tage die Landschaft erkunden.

Die Männer sind große Fans des DDR-Zweirades. Quelle: Norbert Stein

Am Wochenende waren sie das erste mal im Havelland. Ein geeignetes Gemeinschaftsquartier fanden sie in Lochow bei Ferienhausvermieterin Liane Zemlin. Von dort starten sie ihre Ausfahrten nach Brandenburg an der Havel, Rathenow und Tangermünde. Nach Havelberg kamen sie nicht, weil auf der Hinfahrt bei Parey ein Moped streikte. So fuhr keiner weiter. Das Moped wurde repariert und anschließend einige Dörfer im Naturpark Westhavelland erkundet.

Die Buga „streiften“ sie auch. „Eine schöne Gegend, ruhig und bestens geeignet zum Schwalbe fahren“, schwärmten die Mopedfreaks aus dem hohen Norden. Ob sie wieder einmal eine gemeinsame Ausfahrt ins Havelland führt, steht noch nicht fest. Sie versichern aber, bei Simson- oder anderen Zweierradtreffs zu erzählen, wie gut man auf den Landstraßen im Havelland Moped fahren kann.

Von Norbert Stein

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