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Mit der Hakenleiter in den Himmel

Landesfeuerwehrmeisterschaft in Rhinow Mit der Hakenleiter in den Himmel

Rhinow war am Wochenende ein perfekter Gastgeber für die 12. Landesfeuerwehrmeisterschaften. In dem Ort im Havelland hatten sich 45 Mannschaften aus dem ganzen Land versammelt, um die Besten unter sich zu küren. Das Team Havelland schrammte dabei denkbar knapp an einem Medaillenplatz vorbei.

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Das Team Havelland belegte im Löschangriff nass den 5. Platz. Am Start waren in dieser Disziplin 45 Mannschaften.

Quelle: N. Stein

Rhinow. Eine klitzekleine Unaufmerksamkeit an einem Strahlrohr hat dem Team Havelland beim „Löschangriff nass“ alle Hoffnungen auf einem Medaillenplatz bei den 12. Landesfeuerwehrmeisterschaften am Samstag in Rhinow geraubt.

23,34 Sekunden reichten in der Endabrechnung letztlich für einen achtbaren fünften Platz. Dennoch war den sieben Männern, die als Team Havelland für Rhinow als Gastgeber der Landesmeisterschaft in dieser Disziplin starteten, die Enttäuschung anzumerken. Sie hatten sich insgeheim doch mehr erhofft, nach dem wochenlangen und intensiven Training, bei dem sie auch Zeiten liefen, die am Samstag sicher für einen Medaillenplatz gereicht hätten. „Männer, ihr wart dennoch sehr gut“, machte der Rhinower Bürgermeister Stefan Schneider den seinen Mut für weitere Wettkämpfe. „Platz 5 bei 45 gestarteten Mannschaften: Das ist ein hervorragendes Resultat“, gratulierte Kreisbrandmeister Lothar Schneider, und klopfte dem Team Havelland anerkennend auf die Schulter. Landesmeister wurde in der Disziplin die Wehr aus Stücken (Potsdam-Mittelmark), in einer Zeit von 22,53 Sekunden.

Sportlicher Wettstreit in diversen Disziplinen

Sieben Männer- und Frauenmannschaften gingen im „Löschangriff nass“ für den Landkreis Havelland an den Start und schlugen sich gegen harte Konkurrenz achtbar mit Platzierungen im Mittelfeld. „Der Feuerwehrsport hilft, Kondition zu schaffen für Einsätze im Ernstfall“, eröffnete der Präsident des Landesfeuerwehrverbandes Werner-Siegwart Schippel die Landesmeisterschaft, zu der sich 148 Mannschaften bei Ausscheiden in den Gemeinden, Ämtern und Landkreises qualifiziert hatten. Insgesamt 1100 Wettkämpfer, Schiedsrichter und Helfer verwandelten am Samstag das Otto-Lilienthal-Stadion in ein großes Feuerwehrcamp mit Zelten, Verpflegungsständen und Infotischen rund um das Feuerwehrwesen.

Zuschauer wurden angelockt

Vor allem aber auch für eine gute Atmosphäre mit vielen Gesprächen unter Feuerwehrleuten. „Rhinow ist ein guter Gastgeber für die Landesmeisterschaft “, lobte Landrad Burkhard Schröder (SPD) schon zur Eröffnung, die von den „Rathenower Optis“ musikalisch begleitet wurde.

Die Landesmeisterschaft lockte Zuschauer ins Stadion. Auch Wilfried Ilzöher war gekommen und schwelgte für kurze Zeit in Erinnerungen. 1978 sei er bei den Feuerwehrmeisterschaften des Bezirkes Potsdam Dritter geworden in der Disziplin Liegestütze unter Atemschutzgerät. 64 Liegestütze schaffte er damals: Das brachte die Bronzemedaille. „So war das damals eben“, setzte der ehemalige aktive Feuerwehrmann noch hinzu, bevor er weiter zuschaute bei den Wettkämpfen „der Neuzeit“.

„Das muss man gesehen haben“

In sieben Feuerwehrsportdisziplinen wurden am Wochenende in Rhinow Landesmeister gekürt. Die Wettkämpfe waren fair und dennoch spannend für die Zuschauer. Einen spektakulärer Auftakt bot am Freitagabend das Hakenleitersteigen auf dem Marktplatz.

„So etwas muss man einfach gesehen haben“, sagte Pfarrer Hardy Enseleit, der wie die Rhinower Ehrenbürgerin Ruth Fleischmann(89) zu den rund 600 Zuschauern gehörte, die zwischen 20 und 22 Uhr die unter Flutlicht ausgetragenen Wettkämpfe verfolgten.

32 Meter Anlauf hatten die Wettkämpfer um dann möglichst schnell mit einer Hakenleiter an einem Holzturm 10 Meter hoch zu steigen. Lediglich 14, 27 Sekunden dafür benötigte der neue Landesmeister Tom Gehlert aus Cottbus. Der in einem Sonderlauf ermittelte Sieger eines Buga-Pokals kommt aus dem Landkreis Märkisch Oderland. Gewonnen hat den Pokal Marcel Engel. Erstmals ermittelten auch die Frauen in Rhinow eine Landesmeisterin im Hakenleitersteigen. Angefeuert wurden die Hakenleitersteiger von einem großartigen, begeisterten Publikum.

Von Norbert Stein

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