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Havelland Mit einem Laubbläser zu „Jugend forscht“
Lokales Havelland Mit einem Laubbläser zu „Jugend forscht“
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07:15 07.04.2016
Jonas Bürger (l.) und Lasse Langhans vor dem Haus am Anger. Quelle: Danilo Hafer
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Falkensee

Warum benutzen die Leute überhaupt Laubsauger? Diese Frage stellten sich die beiden Falkenseer Schüler Lasse Langhans und Jonas Bürger und machten daraus prompt ein Forschungsprojekt. Beim Wettbewerb „Jugend forscht“ belegten sie damit in der Kategorie „Schüler experimentieren“ den zweiten Platz und wurden mit einem Sonderpreis ausgezeichnet. In drei verschiedenen Testreihen verglichen sie einen Laubsauger mit einem herkömmlichen Laubbesen. Dabei fing alles ganz unwissenschaftlich an.

Es fing mit einem Dachbodenfund an

„Als wir den Laubsauger auf dem Dachboden gefunden haben, hatte ich einfach Lust, eine Rolle Klopapier durch die Luft zu pusten“, sagt Lasse Langhans. Da kam ihnen die Idee, für ein neues Jugend-Forscht-Projekt. „Uns war schnell klar, dass Toilettenpapier durch die Luft pusten alleine nicht reicht“, sagt Anne Wellmann vom Haus am Anger. Sie unterstützte die beiden 12-Jährigen bei ihrem Projekt.

Im September letzten Jahres, als das erste Laub von den Bäumen fiel, haben die beiden ihre Forschungsarbeit gestartet. „Zuerst haben wir geschaut, welche Methode effektiver ist“, sagt Jonas Bürger. Dabei spielte auch das Thema Lärm eine wichtige Rolle. „Die Laubsauger sind einfach so laut, das ist unglaublich“, sagt Lasse Langhans. Mit einem Dezibelmessgerät haben sie herausgefunden, dass der Laubsauger fast 30 Dezibel lauter ist als ein normaler Laubbesen. Und wirklich mehr Laub könne man damit auch nicht zusammenkehren. „Mit dem Laubsauger haben wir in 15 Minuten nur ein Kilogramm Laub mehr geschafft“, sagt Jonas Bürger.

Kastanien werden zum Geschoss

In einer zweiten Testreihe haben sie die Flugweite von einzelnen Objekten in Abhängigkeit zur Entfernung des Laubbläsers untersucht. „Wenn man mit dem Gerät pustet, fliegt ja nicht nur das Laub weg, sondern auch Steinchen und kleine Tiere“, sagt Jonas Bürger. Bei ihrem Versuch zeigte sich, dass vor allem Bucheckern und Kastanien besonders geeignete Flugobjekte sind, die über drei Meter weit fliegen können. Da müsse man schon aufpassen, dass die kleinen Teilchen nicht zu gefährlichen Geschossen werden, sagen die beiden.

Auch die lustige Idee mit dem Klopapier haben sie in ihre Arbeit mit aufgenommen. „Das mit dem Klopapier hat mir eigentlich am meisten Spaß gemacht“, sagt Lasse Langhans. In einer Testreihe wollten die beiden herausfinden, welches Toilettenpaper am besten fliegt. Genauer gesagt: Welches Papier sich am schnellsten abrollen lässt. Dazu haben sie eine Papierrolle vorne am Laubbläser befestigt und die Zeit gemessen, bis das Papier vollständig abgerollt ist. Und sie kamen zu einem klaren Ergebnis. „Je mehr Lagen das Klopapier hat, desto langsamer rollt es ab“, sagt Lasse Langhans.

Lasse Langhans: „Wir sind nicht grundsätzlich gegen Laubsauger“

Ihre Ergebnisse präsentierten Jonas Bürger und Lasse Langhans dann vor der Jury von „Jugend forscht“. Und sie haben eine klare Meinung zum Thema Laubbläser. „Wir sind nicht grundsätzlich gegen Laubsauger“, sagt Lasse Langhans. Den Einsatz von Laubbläsern im privaten Bereich halten die beiden nicht für sinnvoll. „Laubbläser sind einfach zu laut und auf kleinen Flächen nicht wirklich effektiver als ein Laubbesen“, sagt Jonas Bürger. Wenn es aber darum gehe große Flächen, etwa im städtischen Raum, von Laub zu befreien, sei der Einsatz von Laubbläsern durchaus denkbar. Generell, so sagen sie, müsse aber etwas an der Lautstärke gemacht werden. „Es gibt schon genug Lärm durch Autos und Flugzeuge, da muss man nicht noch zusätzlich mit einem Laubbläser rumpusten“, sagt Jonas Bürger.

Von Danilo Hafer

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