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Havelland Mit einem besseren Plan zur Tartanbahn
Lokales Havelland Mit einem besseren Plan zur Tartanbahn
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17:43 27.11.2017
Die Stadt Premnitz unternimmt einen neuen Versuch, damit im Stadion nicht mehr auf der alten Aschenbahn gelaufen werden muss. Quelle: Bernd Geske
Premnitz

Das einzige Investitionsprojekt der Stadt Premnitz, das derzeit ein wenig verloren im Raume schwebt, ist der Bau einer Tartanbahn im Stadion. Verwaltung und Stadtverordnete hatten sich geeinigt, dass dafür Fördermittel aus dem Leader-Programm verwendet werden sollen. Um aber auf diesem Wege die gewünschten öffentlichen Gelder an Land zu ziehen, musste für das Projekt eine sehr weitreichende „Multifunktionalität“ nachgewiesen werden. In einem ersten Anlauf des Antragsverfahrens war das gründlich daneben gegangen. Von 39 Punkten, die das Projekt benötigt hätte, um auf die Liste der Bewerber zu gelangen, hatte es nur 31 bekommen.

Jetzt, da am 30. November der nächste Ordnungstermin bevorsteht, zu dem die Stadt ihre Antragspapiere überarbeiten konnte, sieht die Welt schon viel freundlicher aus. „Wir haben unsere Unterlagen wieder eingereicht“, berichtet die stellvertretende Bürgermeisterin Carola Kapitza, „und haben eine ganze Reihe von Veränderungen eingearbeitet, die uns optimistisch stimmen.“ Geschaffen werden solle nunmehr ein „Sport- und Familienpark Premnitz“.

Vorstand und Abteilungen des TSV Chemie planen Veranstaltungen

Im Ergebnis einer Gesprächsrunde mit Vertretern des TSV Chemie Premnitz vom September, bei der die verschiedensten Ideen zusammen getragen wurden, habe der Verein jetzt ein Papier zugearbeitet, das viele wichtige Ergänzungen zum ursprünglichen Antrag enthalte. So erklärten sich Vorstand und einzelne Abteilungen des TSV zu folgenden Maßnahmen bereit, wenn das Stadion durch eine Tartanbahn aufgewertet wird: Organisation von Senioren- und Familiensportfesten des Kreissportbundes (KSB) Havelland, Ausrichten von Wettkämpfen der Kreisolympiade und Durchführung von jährlichen Sommersportfesten im Stadion.

Wie Carola Kapitza berichtet, ist durch Vermittlung des Standortmanagers Roy Wallenta eine Reihe von Verträgen mit Unternehmen des Industrieparks unterzeichnet worden. Die Verantwortlichen der Firmen kündigen an, dass sie das Sportgelände mit Tartanbahn für jährliche Sportfeste, Ablegen des Sportabzeichens und weitere sportliche Aktivitäten nutzen würden. Die Stadt hat außerdem Gespräche mit dem Gesundheitszentrum und dem Diamed-Zentrum geführt mit dem Ergebnis, dass auch diese Einrichtungen das neu gestaltete Sportgelände nutzen würden.

Projekt Tartanbahn im Stadion

Der Bau einer Tartanbahn steht bei der Stadt Premnitz auf dem letzten ausfinanzierten Platz in der Prioritätenliste der Investitionen für 2018.

Als Gesamtsumme vorgesehen sind 350 000 Euro. Der Eigenanteil der Stadt würde bei 87 500 Euro liegen.

Verwirklicht wird das Vorhaben aber nur, wenn die Stadt tatsächlich dafür die gewünschten Leader-Fördermittel erhält.

Fünf Millionen Euro aus dem Leader-Programm stehen in der jetzt laufenden Vergaberunde zur Verfügung.

Nächster Ordnungstermin ist der 30. November. Die Entscheidung fällt am 14. Februar 2018.

Eine maßgebliche Rolle bei der Gestaltung und Bewertung der Projektskizzen spielt Marcus Kolodziej vom Regionalmanagement der Lokalen Aktionsgruppe Havelland für das Leader-Programm. Selbstverständlich macht er mitten im Verfahren nicht konkrete Aussagen zu den Premnitzer Aussichten. Er hat aber schon zugegeben, dass die oben erwähnte Gesprächsrunde in Premnitz, an der er teilnahm, aus seiner Sicht ein „sehr guter Arbeitstermin“ gewesen sei. Wenn sich die Projektskizze in der Richtung weiter entwickle, wie er es empfohlen habe, so Marcus Kolodziej, dann sei er guter Dinge, dass das Premnitzer Vorhaben „gute Chancen“ habe. Auf alle Fälle bessere als beim ersten Mal. Es sei sehr klar zu erkennen gewesen, dass in Premnitz alle an einem Strang ziehen.

Am 14. Dezember tage der erweiterte Vorstand der Lokalen Aktionsgruppe, erklärte er. Danach erhielten die Träger noch einmal Hinweise zu ihren Projektskizzen. Zum 26. Januar seien diese abschließend einzureichen. Am 14. Februar beschließe der Vorstand dann die Rankingliste, aus der sich ergebe, welche Projekte Fördermittel bekommen können. In dieser Runde befänden sich fünf Millionen Euro im Topf zur Vergabe. Das sei eine beachtliche Summe. Wie viel davon ausgereicht werde, entscheide die Qualität der Projekte.

Carola Kapitza von der Stadt Premnitz hat sich jedenfalls sehr hoffnungsvoll geäußert und gesagt: „Ich denke, wir kriegen das hin.“

Von Bernd Geske

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