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Havelland Mit offenen Augen durch Falkensee
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17:30 18.01.2016
Maria Reißig ist oft im Falkenseer Jugendklub „Saftladen“. Quelle: Foto: Laura Sander
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Falkensee

Mit ihrem Fahrrad ist sie im Stadtgebiet unterwegs, fährt Spielplätze, den Skaterpark, Bolzplätze und andere bekannte Treffpunkte an, behält die Jugendlichen der Gartenstadt im Auge. Seit Dezember ist Maria Reißig die neue Straßensozialarbeiterin in Falkensee. Ihre Aufgabe ist es Jugendlichen eine Anlaufstelle zu geben, die nach der Schule nicht direkt in einen Jugendclub oder nach Hause gehen, sondern sich auf der Straße mit ihren Freunden treffen.

„Ihr Lebensfeld ist die Straße und das ist auch in Ordnung. Trotzdem muss man auch sie in schwierigen Lebenssituationen unterstützen“, so die 32-Jährige. Streit mit den Eltern, Probleme in der Schule – Reißig hat für alle Jugendlichen und ihre Eltern ein offenes Ohr. Aufdrängen würde sie sich allerdings nie: „Ich werde niemanden zwingen, sich mir anzuvertrauen, denn das bringt gar nichts. Die Jugendlichen wissen, dass es mich gibt und können jederzeit von sich aus auf mich zukommen.“ Präsenz zeigt Reißig, indem sie ihre Runden dreht, sich sehen lässt und wenn es sich anbietet Gruppen anspricht und sich vorstellt. Mit bis zu 20 Jugendlichen kommt sie so am Tag ins Gespräch – im Sommer mehr, im Winter weniger. Wo die Falkenseer Jugend sich trifft, weiß die 32-jährige Sozialarbeiterin genau. „Ich bin in Falkensee aufgewachsen und wohne noch immer hier. An den Treffpunkten aus meiner Jugend hat sich bis heute nicht viel geändert.“ Vertrauen aufzubauen und Kontinuität zu vermitteln sei das Wichtigste an ihrer Arbeit. „Oft werde ich auch von Eltern angesprochen, die mich um Rat fragen. Ihre Kinder ,zur Vernunft bringen’ werde ich allerdings nicht, denn ich bin mehr ein Vermittler und lasse den Jugendlichen ihren Freiraum.“

Auch brenzlige Situationen scheut die 32-Jährige nicht. „Ich bin natürlich auch abends und nachts unterwegs. Ob ich eine Gruppe anspreche, muss ich jedes Mal anhand der Körpersprache und der Gruppendynamik neu einschätzen.“ Im Gutspark oder am Falkenhagener See sei besonders im Sommer viel los. „Ich stehe in gutem Kontakt mit dem Ordnungsamt, das häufig verständigt wird, wenn Jugendliche zu laut sind oder ihren Müll nicht wegräumen. Wenn ich ein gutes Gefühl habe, gehe ich auf de Gruppe zu und führe ihnen ihr Verhalten vor Augen, ohne dabei Vorwürfe zu machen.“ In erster Linie sei sie für die Jugendlichen da und müsse versuchen, dass sie sich nicht selber ins gesellschaftliche Aus schießen. Angst davor, dass ihr etwas passieren könnte, hat die Falkenseerin nicht. „Meiner Vorgängerin ist in 16 Jahren nichts passiert.“

Mit den Falkenseer Einrichtungen für Kinder und Jugendliche steht Maria Reißig in gutem Kontakt, plant gemeinsame Präventionsprojekte und tauscht sich aus. Mit dem Saftladen und Leiterin Karen Voigtle hat sie seit Jahren ein besonderes Verhältnis. „Ich habe während meiner Ausbildung zur Erzieherin bereits im Saftladen gearbeitet und kenne Karen Voigtle noch aus meiner Jugend. Als ich von der freien Stelle hörte, war ich total begeistert.“ Voigtle, die von 1998 bis 2014 als Straßensozialarbeiterin in Falkensee unterwegs war, ist für Reißig erste Anlaufstelle. „Es ist toll sich auszutauschen und sich den ein der anderen Tipp einzuholen. Man fühlt sich nicht ganz auf sich allein gestellt“, so die 32-jährige Falkenseerin.

Von Laura Sander

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