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Miteinander und Füreinander in der Optikstadt

„Rathenow zeigt Flagge“ Miteinander und Füreinander in der Optikstadt

Eigentlich wollte das Bürgerbündnis Havelland in der Adventszeit auf weitere Kundgebungen verzichten. Damit wäre man dem Wunsch vieler Bürger, wenigstens bis Weihnachten Ruhe und Besinnlichkeit in der Stadt zuzulassen. Davon sind die Organisatoren nun aber abgerückt. Es soll eine weitere Kundgebung stattfinden.

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Demonstranten in Rathenow

Quelle: Ch. Schmidt

Rathenow. Eigentlich wollte das Bürgerbündnis Havelland in der Adventszeit auf weitere Kundgebungen verzichten. Damit wäre man dem Wunsch vieler Bürger, wenigstens bis Weihnachten Ruhe und Besinnlichkeit in der Stadt zuzulassen. Davon sind die Organisatoren nun abgerückt. Sie haben bereits zu einer weiteren Kundgebung mit Abendspaziergang am 8. Dezember auf dem Edwin-Rolf-Platz aufgerufen. Um dem Bürgerbündnis und seinen Anhängern, die unter anderem aus Sachsen-Anhalt, dem Osthavelland, dem Landkreis Oberhavel und Berlin kommen, auch an diesem Abend nicht die Stadt zu überlassen, hat das Aktionsbündnisses „Rathenow zeigt Flagge“ nun eine weitere Aktion geplant.

Vertreter der Kirche, der Stadt, der Diakonie, engagierte Bürger, Kulturschaffende sowie Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung und Parteien rufen ebenfalls am 8. Dezember zu einem friedlichen Miteinander auf. Treffpunkt ist um 18 Uhr wieder der Schleusenplatz. Alle Bürger sind eingeladen und werden gebeten, Kerzen mitzubringen.

Des Weiteren wollen verschiedene Akteure am 15. Dezember gemeinsam ein großes Familienfest mit Kulturprogramm auf dem Märkischen Platz veranstalten. Dabei soll in erster Linie der Zusammenhalt in der Stadt gestärkt werden, wie das Motto der Veranstaltung – „Unser Rathenow: Miteinander - Füreinander“- verrät. Das Fest soll bereits am Nachmittag mit einem Programm für Familien beginnen. Insbesondere für Kinder soll Unterhaltung und Spaß geboten werden. Ab 18 Uhr werden verschiedene musikalische Höhepunkt das Programm bereichern.

Bereits zugesagt haben die Sängerin und Wahlhavelländerin Nina Omilian und Gitarrist Ian Melrose. Auch die Trommelgruppe und die Deutsch-Französische Gesellschaft aus Premnitz sind dabei. Nicht nur das Kulturprogramm soll die Vielfalt, die das Havelland zu bieten hat, präsentieren. Auch das kulinarische Angebote soll ähnlich wie zu den Willkommensfesten Speisen aus verschiedensten Teilen der Welt bereithalten.

Wenngleich die Politik nicht im Vordergrund steht, sollen die Bürger die Möglichkeit haben, ihre Fragen und Ängste anzubringen. Deshalb sind alle demokratischen Parteien eingeladen, sich zu beteiligen, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen und für deren Fragen offen zu sein. Auch das Kinder- und Jugendparlament sowie der Kita- und Hortbeirat beteiligen sich mit einem Informationsstand. Weitere Akteure wie zum Beispiel Theatergruppen, Bands, Chöre oder Künstler, die das Programm mitgestalten wollen, wenden sich an Anke Bienwald, Koordinatorin der Partnerschaft für Demokratie Westhavelland und Nauen, die die Veranstaltung unterstützt,  0 33 85/59 64 25 oder E-Mail an: pfd-westhavelland-nauen@t-online.de.

Gesprächsthema in der letzten Sitzung des Aktionsbündnisses war auch die zweite Aktion der anonymen Gruppe „Freunde der toten Kinder“. Mit einer künstlerischem Protest hatten sie am Dienstagabend Aufmerksamkeit erregt. In einem Bekennerschreiben erklärte die Gruppe: „541 Kinder sind dieses Jahr schon im Mittelmeer ertrunken – die Dunkelziffer ist wohl dreimal höher. Wir haben mit einhundert Schwimmringen und Todesdaten diese unschuldigen Opfer im Stadtkanal sichtbar gemacht – als Anklage gegen den rechten Aufmarsch, der vor diesem Elend herzlos dicht macht“. Die Anhänger des Bürgerbündnisses sprechen nicht für Rathenow, so die Akteure. Das wahre Rathenow habe Herz und Verstand.

Die Aktion fand breite Zustimmung und Anerkennung bei den Mitgliedern des Aktionsbündnisses. Klare Worte in Bezug auf die Kundgebungen des Bürgerbündnisses Havelland fand auch Brandenburgs Kulturstaatssekretär Martin Gorholt (SPD): „Diese Veranstaltungen sind schlichtweg zum Kotzen. Die finsteren Mienen des Bürgerbündnisses verbreiten Angst und spalten diese Stadt.“ Gorholt beteiligt sich aktiv am Aktionsbündnis weil ihm die Entwicklungen in Rathenow große Sorge bereiten. Deshalb unterstützt er auch die Veranstaltung am 15. Dezember.

Von Christin Schmidt

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