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Havelland Überblick zu Buga-Vorbereitungen schaffen
Lokales Havelland Überblick zu Buga-Vorbereitungen schaffen
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07:03 21.08.2014
3500 Stauden sollen im Fliegerpark in die Erde gebracht werden. Quelle: N. Stein
Stölln

Die Mitglieder des Rhinower Amtsausschusses können beruhigt schlafen. Zumindest müssen sie sich nicht um die Vorbereitungen zur Bundesgartenschau in ihrem Amtsbereich sorgen. Laut Mathias Kuklik, Projektkoordinator für den Buga-Zweckverband, verlaufen die Arbeiten nach Plan. Am Dienstagabend hatte Kuklik die Abgeordneten bei strömenden Regen vom Lilienthal Centrum über den bereits fertiggestellten Fliegerpfad bis zum eigentlichen Buga-Gelände rings um die „Lady Agnes“ geführt. In einer anschließenden Präsentation im Richterturm am Reitplatz in Stölln – dort hatten sich die Ausschussmitglieder zur zweiten öffentlichen Sitzung nach den Kommunalwahlen getroffen – gab Kuklik weitere Einblicke in die Vorbereitungen.

Der Parkplatz am Fliegerpark muss noch überarbeitet werden, auch die Baracke am Flugzeug soll demnächst weichen. Sie soll an anderer Stelle wieder aufgebaut werden um Platz für Gastronomie, die Fliegerlounge und den Sanitärbereich zu schaffen. Die Arbeiten am Spielplatz, der auch nach der Buga erhalten bleibt, sollen im September beginnen. 168500Euro sind dafür veranschlagt, finanziert aus dem gemeinsamen Investitionsfonds des Amtes und Fördermitteln. Der Auftrag für die Erstellung des scheinbar schwebenden Stegsystems, dass sich als Rundweg über das Gelände zieht, ist nun ausgeschrieben. Baubeginn ist für Herbst geplant. „Wir haben das Gelände in nordsüdliche Richtung gedreht um einen Bezug zum Segelflugplatz herzustellen. So können Gäste auch die Segelflieger beobachten“, erklärte Kuklik. Die 18 Steppengleiter nach dem Vorbild Lilienthalscher Gleiter werden bereits gefertigt, im Oktober sollen sie installiert werden. Dann sollen auch die Fundament-arbeiten auf dem Gelände beginnen.

Kritisch verfolgte Hagen Rossmann die Ausführungen. „Wir planen an den Erwartungen unserer Besucher vorbei, die eine Blumenschau sehen wollen.“ Der Landschaftsplaner sieht ein deutliches Missverhältnis zwischen den vielen Schauelementen und den recht wenigen Blumen im Fliegerpark. 3500 Stauden sollen hier in die Erde gebracht werden. Roßmann befürchtet, dass man die Buga-Besucher mit dieser Anlage nicht begeistern kann.

In der Tat ist mehr Stegfläche als Pflanzfläche für den Fliegerpark vorgesehen. „Die Planer hatten die Besonderheiten des Ortes im Blick“, verteidigte Kuklik das Konzept. Amtsdirektor Aasmann verwies darauf, dass bei Besuchen der Geschäftsführung des Zweckverbandes und anderer Gäste schon allein der Anblick des Flugzeugs Erstaunen auslöste. Iris Hoffmann, Bürgermeisterin der Gemeinde Gollenberg, sieht in dem Vorhaben viel Potential. „Ich war selbst erst skeptisch. Jetzt kann ich sagen, mir gefällt das Konzept gut. Blumenhallen haben wir schon genug. Die Buga hat fünf Standorte, das soll Abwechslung bringen. Unser Motto in Stölln lautet ’Mut’ und das passt doch sehr gut zu diesem Konzept.“ Iris Hoffmann hat in letzter Zeit immer wieder positives Feedback von Gästen erfahren, die zur Lady Agnes pilgerten. Auch Besucher, die das Gelände bereits kannten, hätten sich positiv geäußert.

Seit 2009 investierte das Amt 490.000 Euro aus dem gemeinsamen Investitionsfonds in die Buga-Vorbereitungen. 60.800 Euro werden noch für amtsübergreifende temporäre Maßnahmen wie dem Blumenband, das sich durch die Dörfer zieht, ausgegeben.

Von Christin Schmidt

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