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Mittelallee in Wustermark soll saniert werden

Zählgemeinschaft will Antrag stellen Mittelallee in Wustermark soll saniert werden

In jüngerer Zeit hat sich der Straßenbau in der Gemeinde Wustermark vor allem in Elstal konzentriert. Jetzt will die Zählgemeinschaft aus CDU, SPD und Grünen einen Vorstoß wagen, weil die Mittelallee in Wustermark eine Katastrophe ist.

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Abschnittsweise ist der Zustand der Straße katastrophal.

Quelle: Jens Wegener

Wustermark. Für einen schnellen Ausbau der Mittelallee in Wustermark will sich jetzt die Zählgemeinschaft aus CDU, SPD und Grünen einsetzen. Ein entsprechender Antrag soll in der nächsten Gemeindevertretersitzung am 28. Juni behandelt werden, sagt der SPD-Fraktionsvorsitzende und stellvertretende Wustermarker Ortsvorsteher Manfred Rettke.

Die schlechten Ausbauverhältnisse auf der Wustermarker Mittelallee wolle die Zählgemeinschaft nicht länger hinnehmen. „Immer wieder werde ich darauf angesprochen, dass die Mittelallee zwischen den beiden Siedlungsteilen unseres Ortsteiles in ihrem jetzigen Zustand eher einer Anliegerzuwegung dritter Ordnung entspricht“, so Rettke. Dabei erfülle die Mittelallee doch die Funktion einer wichtigen Verbindungsstraße zwischen alter und neuer Siedlung. Über sie läuft überdies der gesamte Ziel- und Quellverkehr für den südlichen Teil der alten Siedlung Richtung Landesstraße 204. „Der Zustand ist insgesamt unhaltbar, daher haben wir hier einen dringlichen Handlungsbedarf“, fordert der SPD-Mann.

In der jüngeren Vergangenheit ließ das Thema Straßenausbau die Gemüter in der Gemeinde Wustermark regelmäßig hochkochen. Zunächst wehrte sich eine Bürgerinitiative erfolgreich gegen den Ausbau des Dyrotzer Winkels in Priort, weil der von der Verwaltung geplante Ausbau als „nicht notwendig und zu teuer“ eingeschätzt wurde.

Daraufhin erstellte die Verwaltung in Abstimmung mit den Ortsbeiräten und den Gemeindevertretern eine Prioritätenliste und legte die künftige Vorgehensweise beim Straßenausbau fest. In der Priorität ganz oben stehen dabei vor allem Straßen im am stärksten wachsenden Ortsteil Elstal. Dort wurde zuletzt die Lindenstraße grundhaft ausgebaut. Derzeit lässt die Deutschen Wohnen AG die Karl-Mark-Straße sanieren, außerdem wird am Karl-Liebknecht-Platz (neben Gehwegen und Außenanlagen) auch ein Stück Asphalt von der Kreuzung Schulstraße/Maulbeerallle bis zur Platzaufweitung erneuert. Das hatten die Wustermarker Gemeindevertreter jüngst entschieden, nachdem klar war, dass zusätzliche Mittel aus Zweisungen vom Land (allgemeine Schlüsselzuweisungen) zur Verfügung stehen.

Aus Sicht der Zählgemeinschaft bestehe nun auch Handlungsbedarf in Wustermark, auch wenn die Mittelallee auf der Prioritätenliste nicht ganz vorn steht. „Wir haben den Vorteil, dass es für die Straße bereits bestehende Planungen aus 2003 gibt, deren Parameter problemlos übernommen werden könnten“, sagt Manfred Rettke. Natürlich würden sich gegenüber 2003 die Kosten ändern. Wustermarks Bauamtsleiter Wolfgang Scholz bestätigt: „Ja, die Planung liegt vor. Sie wurde damals wegen der finanziell schwierigen Lage der Gemeinde nicht umgesetzt.“ Scholz sagt auch, dass es sich um einen Haupterschließungsstraße handele, so dass die Anlieger nicht 90 Prozent wie bei einer Anliegerstraße, sondern „nur“ 50 Prozent der Baukosten zu tragen hätten.

Geht es also nach der Zählgemeinschaft, soll im Jahr 2017 zumindest der Abschnitt zwischen der Geschwister-Scholl-Straße und dem Rotkehlchenweg neu gemacht werden. Obwohl die Zählgemeinschaft im Wustermarker Gemeindeparlament die Mehrheit hat, ist es aber noch nicht sicher, ob das Vorhaben tatsächlich 2017 in Angriff genommen werden kann. „Die Kämmerin muss einschätzen, ob sich die Gemeinde das leisten kann, denn wir haben mit den Schulerweiterungsbauten in Wustermark ein wichtiges Großprojekt zu bewältigen“, sagt Wolfgang Scholz.

Auf jeden Fall wollen die drei Fraktionen CDU, SPD und Grüne dafür sorgen, so Rettke, dass die Anwohner rechtzeitig über dieses Straßenbauvorhaben informiert werden. Im Antrag der Zählgemeinschaft ist hierfür das dritte oder spätestens vierte Quartal dieses Jahres vorgesehen.

Von Jens Wegener

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