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Havelland Modelleisenbahner feiern Geburtstag
Lokales Havelland Modelleisenbahner feiern Geburtstag
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02:15 04.06.2017
Vereinsmitglied Marcel Bollmann (vorne) und Vereinschef Volkmar Ernst Hönsch im Clubraum in der Jahnstraße 27. Quelle: Markus Kniebeler
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Rathenow

15 Jahre ist es her, dass der Rathenower Modelleisenbahnverein gegründet wurde. Anderthalb Jahrzehnte, das ist in unseren schnelllebigen Zeiten eine halbe Ewigkeit. Der Prozess der Digitalisierung etwa hat in dieser Zeit geradezu revolutionäre Fortschritte gemacht. Und das ist selbst an einem so traditionellen Spielzeug wie der Modelleisenbahn nicht spurlos vorbeigegangen.

Volkmar Ernst Hönsch, Vorsitzender des Vereins, demonstriert den Wandel der Zeiten an der größten Anlage in dem 180 Quadratmeter großen Vereinsraum in der Jahnstraße 27, in dem die 19 Modellbahner seit Anfang des vergangenen Jahres ihrem Hobby frönen. Hönsch schaltet den Computer ein, tippt auf der Tastatur herum, und plötzlich setzt sich ein Zug, wie von Geisterhand gesteuert, in Bewegung. Durchquert die liebevoll gestaltete Miniaturlandschaft, stoppt an Haltesignalen, fährt langsam wieder an und kommt nach einer Runde auf den Zentimeter genau wieder dort zu stehen, wo er losgefahren ist. Und schon geht der nächste Zug auf die Reise.

Hönsch steht derweil mit verschränkten Armen an der Anlage und schaut sich das muntere Treiben an. Den Trafo mit dem Geschwindigkeitsregler, den viele mit Modelleisenbahn in Verbindung bringen, sucht man vergebens. „Der gesamte Betrieb wird vom Computer gesteuert“, erklärt der Vereinschef. Rund 15 Minuten dauere das derzeitige Programm. Am Ende desselben stehen alle Züge wieder auf ihrer Ausgangsposition.

An der Anlage kann man sehen, wie die Digitalisierung Einzug in die Modellbahnwelt gehalten hat. Da sei eine ganz neue Disziplin entstanden, so Hönsch. Neben dem Basteln, dem Modellieren, dem Elektrifizieren müsse der moderne Modelleisenbahner heute auch programmieren können. Das sei schon eine Herausforderung.

Allerdings ist im Rathenower Verein der gute, alte Trafo keinesfalls in der Versenkung verschwunden. Vier der fünf Anlagen werden analog gesteuert. Mit der Hand am Regler, so, wie es Jahrzehnte lang üblich war. Am Bau der Anlagen hat sich, von der Steuerung abgesehen, ohnehin nicht viel verändert. Immer noch müssen die Holzplatten, auf denen die Züge später verkehren, passend zurechtgeschnitten werden. Immer noch sind Gleise zu verlegen und ans Stromnetz anzuschließen. Und immer noch sind der Phantasie bei der Gestaltung der Landschaft keine Grenzen gesetzt. „Die Beschäftigung mit Modelleisenbahnen ist sehr vielfältig“, sagt Hönsch. „Das ist das Schöne an unserem Hobby.“

Von dieser Vielfalt können sich alle, die ein Faible für Modelleisenbahnen haben, am Samstag, den 10. Juni, überzeugen. Dann feiert der Verein seinen 15. Geburtstag mit einem Tag der offenen Tür. Zwischen 10 und 17 Uhr können die Räumlichkeiten in der Jahnstraße 27 besichtigt werden. Alle fünf Anlagen sind in Betrieb, die Vereinsmitglieder stehen Rede und Antwort. Kaffee, Kuchen und kühle Getränke gibt es auch. Und im Garten vor dem Vereinslokal bauen die Dampffreunde Berlin-Brandenburg eine Außenanlage auf, die vor allem Kinderherzen höher schlagen lassen dürfte. Denn auf den Wagen, die von einer funkgesteuerten Lok gezogen werden, kann man Platz nehmen und eine Runde drehen. So werden Modelleisenbahner gemacht.

Von Markus Kniebeler

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