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Möbelbörse in Falkensee

Praktische Hilfe von Tafel e.V. Möbelbörse in Falkensee

Die Möbelbörse der Falkenseer Tafel hat all das im Angebot, was in einen Haushalt gehört. Vom Lattenrost über Schrankwände bis hin zum Föhn stapeln sich alle Möbel fein säuberlich in den Räumen in der Heinkelstraße. Die gespendeten Möbel ermöglichen auch Geringverdienern ein schönes Zuhause.

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Rudolf „Rudi“ Friedel ist der Herr der Möbel.

Quelle: Laura Sander

Falkensee. Fein säuberlich stapeln sich Holzstühle neben Kleiderschränken, Matratzen und Couchgarnituren – alles kommt aus zweiter Hand. Schnaufend schiebt Rudolf Friedel einen Sessel durch den schmalen Gang der Falkenseer Möbelbörse. „Den Schrank habe ich gerade verkauft, für den Kühlschrank interessiert sich auch schon jemand“, sagt Friedel mit strahlenden Augen und zeigt auf eins der weißen Ungetüme mit integriertem Eisfach. Seit Oktober leistet er in der Falkenseer Tafel, die vom Humanistischen Freidenkerbund betrieben wird, seinen Bundesfreiwilligendienst. „Aber mit der Tafel verbunden, bin ich schon viel länger. Es liegt mir mit Möbeln zu arbeiten und Menschen zu helfen, die auf der Suche nach der passenden Einrichtung sind“, so der Falkenseer.

Für jede Spende dankbar

Rund 30 bis 50 Menschen aus Falkensee, Nauen, Schönwalde, Friesack, Dallgow oder auch Spandau kommen täglich in die Heinkelstraße, informieren sich über Bestand und Preise. „Unsere Kunden müssen ganz genau überlegen, wofür sie ihr weniges Geld ausgeben. Wir sind für jede Spende dankbar, die diesen Menschen wirklich hilft“, so Erika Schumann, die in der Möbelkammer den Überblick behält. „Die Leute kommen auf uns zu und bieten uns ihre ausrangierten Möbel, Elektrogeräte oder sonstige Haushaltsgegenstände an. Wir besichtigen sie und nehmen sie gleich mit, sollten sie noch gut in Schuss sein“, so die Rentnerin. Mit drei Autos und drei Fahrern ist die Tafel derzeit in und um Falkensee unterwegs. „Was gar nicht mehr geht, ist Eiche rustikal oder auch dunkle Schrankwände aus Kirschholz. Die Möbeltrends sind einfach ganz anders, als noch vor 20 Jahren“, so Schumann. „In Ausnahmefällen ist es auch schon vorgekommen, dass uns die Leute ihre kaputten Elektrogeräte mitgegeben haben, das ist dann sehr ärgerlich“, sagt Schumann, denn nicht alle Geräte können die Mitarbeiter überprüfen. „Waschmaschinen testen wir nicht auf ihre Funktionalität, dazu haben wir nicht die Mittel. Die Kunden bekommen aber eine dreitägige Garantie.“ Sollten die Geräte nicht funktionieren, werden sie von den Mitarbeitern der Möbelkammer wieder abgeholt. „Wir bieten den Käufern auch an ihnen die erstandene Einrichtung für einen kleinen Preis nach Hause zu liefern. Oftmals haben die Leute gar kein Auto oder nur ein kleines, in das sperrige Schränke oder Bettgestelle auf keinen Fall reinpassen.“

Falkenseer Tafel

Die Möbelbörse der Falkenseer Tafel hat Montag, Mittwoch und Freitag von 10 bis 16 Uhr, am Dienstag von 10 bis 18 Uhr und am Donnerstag von 10 bis 17 Uhr geöffnet.

Die Lebensmittelausgabe findet dreimal wöchentlich in der Heinkelstraße statt. Sie ist am Dienstag, Donnerstag und Samstag zwischen 12 und 14 Uhr geöffnet.

Die Falkenseer Tafel veranstaltet am 6. April von 9 bis 13 Uhr einen Trödelmarkt in der Heikelstraße 3. Alle Einnahmen kommen der Falkenseer Tafel zugute.

Alles, was in einen Haushalt gehört

Neben der Grundausstattung finden Geringverdiener, Rentner, alleinerziehende Mütter, Studenten oder Lehrlinge in der Möbelkammer alles, was in einen Haushalt gehört. Von Geschirr über Lampen bis hin zu Büchern gibt es in der Heinkelstraße alles zum kleinen Preis. „Das ist schon eine tolle Sache und hilft im Alltag wirklich sehr“, sagt Cornelia Kauert aus Falkensee. „Ich habe schon ein Bett und einen Schrank in der Möbelkammer gekauft. Für meinen Enkel hole ich regelmäßig Bücher, Gesellschaftsspiele oder mal etwas aus der Kleiderkammer.“ Die ist gut sortiert und übersichtlich. Ohne großes Gewühle kann man sich einen guten Überblick über die akkurat gefalteten oder aufgehängten Hosen, Pullis und Kleider machen.„Möbelbörse und Kleiderkammer werden seit Jahren gut angenommen. Im Gegensatz zur Lebensmittelausgabe wird hier die Bedürftigkeit der Menschen nicht geprüft“, so Ilona Hilker, die seit 1998 bei der Tafel ist und seit 2005 ehrenamtlich in der Falkenseer Tafel hilft. Dass viele Menschen diese Tatsache ausnutzen, glaube sie jedoch nicht.

Derzeit sind in der Falkenseer Möbelkammer besonders Elektrogeräte, wie Kühlschränke, Waschmaschinen oder Herde, aber auch praktische Schlafcouchen für kleinere Wohnungen gefragt und daher immer Mangelware.

Von Laura Sander

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