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Havelland Mögelin schließt ein dunkles Kapitel ab
Lokales Havelland Mögelin schließt ein dunkles Kapitel ab
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02:15 30.01.2016
Ortsvorsteher Ralf Tebling und seine Stellvertreterin Gisela Stiba vor der Gedenktafel Quelle: Ch. Schmidt
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Mögelin

Man hätte noch Jahre damit zubringen können, die Namen aller Mögelinern zu recherchieren, die Opfer des Zweiten Weltkrieges wurden. Dann würde das Dorf diesen Menschen aber vermutlich nie in aller Öffentlichkeit an einem zentralen Platz gedenken können. Ortsvorsteher Ralf Tebling will dieses dunkle Kapital der Dorfgeschichte jetzt endlich abschließen und spätestens im März eine Plakette in Auftrag geben, auf der alle bis dahin zusammengetragenen Namen veröffentlicht werden.

Eigentlich sollte die zusätzliche Gedenktafel schon im November an dem Obelisken auf dem Dorfplatz angebracht werden. Dort wird aber nach wie vor nur an die Opfer des Ersten Weltkrieges erinnert, weil die Recherche sehr mühselig ist und sich seit Jahren schwierig gestaltet. Ursprünglich stand ein Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges vor der Kirche. Nach der Wende war es in einem derart schlechten Zustand, dass es nur noch abgerissen werden konnte. Die Tafel hatte man aufbewahrt und 2006 an eine neue Stehle angebracht. Von Anfang an hatte der Ortsbeirat geplant, eine weitere Tafel mit den Namen der Opfer des Zweiten Weltkriegs anzubringen.

Seit zehn Jahren arbeitet man daran, die Namen zusammenzutragen. „Uns ist es wichtig, sowohl die gefallenen Soldaten als auch die zivilen Opfer zu ehren und niemanden zu vergessen“, betont Tebling. Allerdings ist inzwischen auch klar, dass der Anspruch auf Vollständigkeit kaum erfüllt werden kann. Tebling hat an viele Türen geklopft, beim Landesarchiv und bei der Kirche nachgefragt. Auch das Domarchiv in Brandenburg/Havel und die Deutsche Dienststelle für die Benachrichtigung der nächsten Angehörigen von Gefallenen der ehemaligen deutschen Wehrmacht schrieb der Ortsbeirat an. 41 Namen konnten bis Juli ermittelt werden, mittlerweile sind es 45, allerdings fehlt von einigen der Vorname.

Wer fehlende Namen oder Daten ergänzen kann, möge sich bis Ende Februar beim Ortsbeirat melden. Danach soll die neue Gedenkplatte in Auftrag gegeben werden, so Tebling. Das dürfte vor allem jene Mögeliner freuen, die schon lange darauf warten, dass neben den Opfern des Ersten Weltkrieges auch die Namen der Menschen stehen, die zwischen 1939 und 1945 umkamen. Einwohner wie Günther Heidepriem, der 1947 aus der Gefangenschaft zurückkehrte, hatten auf diesen Umstand immer wieder hingewiesen.

Mögeliner Kriegsopfer

Gefallene im Zweiten Weltkrieg: Otto Berens, Erwin Bethge, Reinholt Bier, Gustav Bodin, Herbert Burkhardt, Erich Damaske, Walter Elandt, Alfred Emke, Otto Götze, Erwin Gutzmann, Paul Heinemann, Wilhelm Kaiser, Helmut Kanzler, Wilhelm Käpernick, Adolf und Hans Kleefisch, Otto Köpke, Manfred Korte, Ewald Krause, Adolf Krohne, Paul Kühne, Günther Kusian, Willi Lessmann, Liesbeth Leuchtenberger, Ernst Mirow, Hans Müller, Otto Müller, Ewald Neils, Willi Nitze, Hans Radensleben, Erwin Rautenberg, Kunibert Riesler, Werner Schuder, Werner Seeger, Emil Soost.

In einigen Fällen sind bisher nur die Nachnamen bekannt: Döring, Eckert, Franke, Jaserick, Käpernick (Optiker), Kaunitz (Königshütte), Kleist (Bürgermeister), Korte (Polin, verstorben 1945), Scherf, Schmidt,

Von Christin Schmidt

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