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Walddiebstahl bei Mögelin: Der Sohn war’s

Familiäres Missverständnis Walddiebstahl bei Mögelin: Der Sohn war’s

Der Diebstahl von acht Hektar Wald bei Mögelin hat sich als familiäres Missverständnis entpuppt. Der Sohn der Frau, die bei der Polizei Anzeige wegen Diebstahls erstattet hatte, teilte am Mittwoch mit, er haben den Auftrag für die Baumfällung in Auftrag gegeben, ohne seine Mutter zu informieren. Diese zog daraufhin die Anzeige zurück.

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Frisch gefällt: Eines der drei betroffenen Flurstücke im Mögeliner Wald.

Quelle: Markus Kniebeler

Mögelin. Die Diebstahl-Meldung hatte erheblichen Wirbel verursacht. Die Vorstellung, rund 2000 Bäume seien mit krimineller Absicht gefällt und abtransportiert worden, beschäftigte nicht nur die Bürger, sondern versetzte auch die regionalen und überregionalen Medien in Aufregung. Die Pressesprecher der Polizeidirektion West hatten am Vormittag alle Hände voll zu tun, die Anfragen von Pressevertretern zu beantworten.

Dabei hatten Forstfachleute erhebliche Zweifel an der Diebstahlthese geäußert. Carsten Leßner, Leiter des Referats Wald und Forstwirtschaft im brandenburgischen Umweltministerium, sagte, einen solchen Fall habe es seiner Kenntnis nach in Brandenburg noch nicht gegeben. Zwar komme es immer wieder vor, dass bereits zurecht gelegte Holzstapel gestohlen würden. Aber dass Diebe einen Einschlag dieser Größenordnung selbst vornehmen, das Holz säuberlich aufstapeln, um es dann in aller Ruhe abzutransportieren, sei doch sehr, sehr unwahrscheinlich.

Dass sich – finanziell betrachtet – ein solcher Diebstahl gelohnt hätte, steht außer Frage. Wenn man die Angabe der Polizei hochrechne, dann komme man bei dem eingeschlagenen Holz auf einen Wert zwischen 40.000 und 50.000 Euro, so Leßner. „Das wäre dann alles andere als ein Kavaliersdelikt gewesen.“

Sohn erfuhr über die Medien von der Anzeige

Dass sich der Sohn bei der Polizei meldete, hatte einem Polizeisprecher zufolge auch mit der umfangreichen Berichterstattung zu tun. Erst durch Medienberichte habe der Sohn der Anzeigenerstatterin von dem Sachverhalt erfahren und sich daraufhin am frühen Mittwochnachmittag erst bei seiner Mutter und danach bei der Kriminalpolizei gemeldet. Er gab an, dass er den Auftrag für die Baumfällung und den Abtransport gegeben habe, ohne vorher seiner Mutter etwas davon zu sagen.

Offenbar ist die Mutter als Besitzerin des Waldgrundstücks eingetragen. Zu den genauen Umständen soll am Donnerstag eine Zeugenvernehmung der Anzeigenerstatterin und ihres Sohnes bei der Kripo stattfinden. Aus strafrechtlicher Sicht ist die Sache nach Rücknahme der Diebstahlsanzeige nach Aussage eines Polizeisprechers allerdings erledigt.

Von Markus Kniebeler

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