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Havelland Motiv für Messerstecherei bleibt weiter unklar
Lokales Havelland Motiv für Messerstecherei bleibt weiter unklar
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18:59 22.11.2017
Unweit des Falkenseer Flüchtlingsheims gerieten ein Iraker und ein Afghane in Streit und verletzten sich teils schwer. Quelle: Foto: Julian Stähle
Falkensee

Auf einer unscheinbaren Betonfläche hinter der Flüchtlingsunterkunft An der Lake in Falkensee, zwischen verlassenen Autos und zwei dicken Betonpollern, spielte sich am Dienstagnachmittag ein folgenschwerer Streit ab. Nach Polizeiangaben kam es gegen 17 Uhr zwischen einem 19-jährigen Iraker und einem 17-jährigen Afghanen zu einer verbalen Auseinandersetzung, die in einer körperlichen Rangelei endete. Dabei zog der 19-Jährige, nach bisherigen Erkenntnissen, plötzlich ein Messer und verletzte seinen Kontrahenten schwer. Der 17-Jährige hat zwar keine lebensgefährlichen Verletzungen erlitten, war jedoch nicht vernehmungsfähig. Auch der 19-jährige Messerstecher wurde verletzt.

Nach der Auseinandersetzung gingen die beiden jungen Männer zunächst wieder in ihre Zimmer in der Asylunterkunft, wo schließlich das Sicherheitspersonal auf sie aufmerksam wurde und die Rettungskräfte alarmierte. Der 19-Jährige wurde durch die Mitarbeiter des Wachschutzes bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten. Der 17-Jährige lag währenddessen mit stark blutenden Wunden im Zimmer. Beide wurden zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.

Nach ersten Zeugenaussagen habe sich der Tatverdacht gegen den 19-Jährigen erhärtet, so dass ihn die Polizei nach seiner Behandlung vorläufig festnahm, eine Vernehmung mit Dolmetscher war für Mittwoch angesetzt. Noch am Abend sicherte die Polizei, mit Unterstützung der Feuerwehr, die Spuren, bevor der Regen alles wegspülte.

Die genauen Umstände der Tat waren auch am Mittwoch weiter unklar. Der Landkreis wollte als Betreiber der Unterkunft keine Angaben machen. Nach MAZ-Informationen soll es für den Afghanen und seine Familie am Dienstag der letzte Abend in der Unterkunft gewesen sein, am Mittwoch zogen sie wie geplant in eine Wohnung, die ihnen das Sozialamt zuwies.

Von Danilo Hafer

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