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Mozart-Eis und Wiener Walzer

Rathenow Mozart-Eis und Wiener Walzer

Der österreichisch-ungarischen Lebensart wurde am Freitagabend im Rathenower Optikpark gehuldigt. Während ein Quartett aus Oranienburg Walzer spielte, futterte sich das Publikum durch ein Vier-Gang-Menü. Es gab Gulasch, Grünen Veltliner und Mozart-Eis.

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Das Quartett der „Oranienburger Schlossmusik“ begleitete die Sopranistin Birgit Pehnert.

Quelle: Uwe Hoffmann

Rathenow. Seit 2010 entführt der Optikpark zum Saisonende mit seiner aus der „Nacht der Poesie“ hervorgegangenen Veranstaltung „Menü & Poesie“ seine Gäste kulinarisch und musikalisch in ein anderes Land. Nach Irland, Russland oder Mexiko erwartete die 60 Gäste in diesem Jahr österreichisch-ungarische Lebensart.

Österreich, Ungarn, und ab 1878 Bosnien-Herzegowina, bildeten zwischen 1867 und 1918 die habsburgische Doppelmonarchie. Bis 1916 herrschte Kaiser Franz Joseph I., seit 1854 mit der bayerischen Herzogin Elisabeth, genannt Sisi, verheiratet. Am 24. Dezember jährt sich ihr 180. Geburtstag und im Jahr 2017 jährte sich ihre Krönung zur Königin von Ungarn zum 150. Mal. Von Ernst Marischkas Sissi-Filmen wird unser heutiges Bild der letzten Phase des Habsburger Reiches des 19. Jahrhunderts bis heute geprägt. Mit der Donaumonarchie hatte die bildende Kunst, mit Musikern wie der Walzerfamilie Strauss oder der Wiener Operette mit Franz Lehár, eine große Blütezeit. Die Musik und auch die noch heute berühmte Küche dieser Zeit sind uns geblieben. Anlass für die diesjährige Veranstaltung.

Zu „Menü & Poesie“ mit dem Thema Österreich-Ungarn spielte ein Salonquartett der „Oranienburger Schlossmusik“. Als großes Orchester spielte Orchesterleiter Ronny Heinrich mit seinen Musikern bereits zur „Serenade unterm Sternenhimmel“ 2013 und zu den „Sommernachtträumereien“ 2014 im Optikpark. 2013 trat die Berliner Sopranistin Birgit Pehnert mit dem Orchester auf. Die Solistin sang auch zu „Menü & Poesie“ Operettenmelodien, wie die „Julischka“ aus Fred Raymonds „Maske in Blau“. Nach dem Zwischengang erklang dann Lehárs „Ballsirenen“ (aus „Die lustige Witwe“). Dazu tanzten einige der Gäste Wiener Walzer. Stilecht in Frack und mit Zylinder griff dann auch Ronny Heinrich, der im Quartett Kontrabass spielte, zum Mikrophon: „Heut’ kommen die Engel“.

Ronny Heinrich, der im Quartett Kontrabass spielte, griff auch zum Mikrophon und sang

Ronny Heinrich, der im Quartett Kontrabass spielte, griff auch zum Mikrophon und sang: „Heut’ kommen die Engel“.

Quelle: Uwe Hoffmann

Kulinarisch bot das Gastroteam um Carsten Spitschan den Gästen eine Mischung aus österreichisch und ungarischer Küche. Das Vier-Gang-Menü wurde mit einem Ungarischen Gurkensalat eröffnet. Dazu gab es einen Grünen Veltliner. Eine österreichische Käse-Lauch-Suppe mit Erdäpfeln, dazu ein Haselnuss-Likör serviert, bildete den zweiten Gang. Noch einmal typisch ungarisch wurde es mit dem Hauptgang: Rinder-Gulasch mit Semmelknödeln. Dazu Blauer Zweigelt. Der Höhepunkt eines jeden Menüs bildet das Dessert. Für „Menü & Poesie“ kreierte Marco Schwarz vom Eiscafé Steckelsdorf exklusiv ein Mozart-Eis mit Nougat und Pistazie. Dazu wurde ein Stück Apfelstrudel mit Vanillesoße serviert.

Auch die „Oranienburger Schlossmusik“ feiert in diesem Jahr ein Jubiläum. Dessen Leiter Ronny Heinrich gehörte vor 25 Jahren zu den Gründern des Orchesters. „Unser erstes Konzert spielten wir am 4. April 1992 im Porzellankabinett des Oranienburger Schlosses – vor 60 Zuhörern“, so Ronny Heinrich. „Zu unserem Jubiläumskonzert am 18. November im Kammersaal der Berliner Philharmonie, mit Gästen wie den Comedian Harmonists, kamen 2 000 Zuhörer.“

Von Uwe Hoffmann

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