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Müllaktionstag in der Natur um Hohennauen

Aktive Jagdgenossenschaft Müllaktionstag in der Natur um Hohennauen

Einen Müllaktionstag gab es am Sonnabend in der Natur rund um Hohennauen. Organisiert hatten ihn der neu gewählte Vorstand der Jagdgenossenschaft und einige Jäger, die bei Hohennauen ein Revier neu gepachtet haben. Beteiligt hat sich auch die örtliche Agrargenossenschaft. Insgesamt kam ein Abfallberg von mehr als 1,5 Tonnen zusammen.

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Quelle: Norbert Stein

Hohennauen. Die schöne Landschaft rund um Hohennauen ist in letzter Zeit zunehmend durch Müll verschandelt worden. Diese illegale Entsorgung wurde schon wiederholt von Einwohnern und Kommunalpolitikern auf öffentlichen Veranstaltungen kritisiert. Nun folgten Taten. Am Samstag wurde in der Landschaft am Ortsrand und in den Wäldern aufgeräumt. Jäger, die ein Revier um Hohennauen (Jagdbogen III) neu gepachtet haben, und der neu gewählte Vorstand der Jagdgenossenschaft Hohennauen hatten eine Müllsammelaktion organisiert. Die Anregung dazu gab der Jagdverband Rathenow mit einem Aufruf an seine Mitglieder, im April in den Revieren aufzuräumen.

Treffpunkt war der Technikhof der Agrargenossenschaft Hohennauen

„An dieser Aktion beteiligen wir uns heute“, sagte Thomas Prüßner für die örtlichen Jäger, die Mitglied sind im Jagdverband Rathenow, am Samstagvormittag auf dem Technikhof der Agrargenossenschaft Hohennauen, dem Treffpunkt der Müllsammler. Neben Jägern und Vorstandsmitgliedern der Jagdgenossenschaft nahmen auch Flächeneigentümer an dem Aktionstag teil. „Als Landwirte arbeiten wir in der Natur und sind deshalb an einer sauberer Landschaft interessiert“, erklärte Peter Wilke, Abteilungsleiter der Agrargenossenschaft Hohennauen, warum auch der Landwirtschaftsbetrieb mitmachte.

Das Ergebnis der Müllaktion

Mehr als 1,5 Tonnen Abfall haben die Müllsammler am Sonnabend in der Landschaft um Hohennauen zusammengetragen.

Den größten Anteil hatten Hausmüll und ähnliche Abfälle, insgesamt 1080 Kilogramm.

Aufgenommen wurden zudem 480 Kilogramm Bauschutt und 20 Kilogramm Asbest.

60 leere Schnapsflaschen wanderten auch in die Sammelbehälter.

Ausgestattet mit Schutzhandschuhen und Eimern, machten sich vom Technikhof aus 20 Teilnehmer in zwei Gruppen auf den Weg in die Landschaft. Die erste Gruppe hatte ihren Einsatzort an der Lehmbahn und ihren Nebenwegen. Folie, Plastiktüten, Schutt, Kabelschläuche und anderen Müll holten die Einsammler unter Büschen hervor. Direkt an den Wegesrändern lag auch viel Müll. Zehn Säcke mit altem Zement mussten die Sammler liegen lassen. Die Säcke aus dem Gestrüpp zu holen war für sie zu schwer. „Die Säcke können nur mit der richtigen Technik geborgen werden“, sagte später zum Abschluss des Aktionstages der Vorsitzende der Jagdgenossenschaft Thomas Otto und fügte hinzu: „Dass alles so schlimm ist, hätte ich nicht gedacht. Mit so viel Müll habe ich nicht gerechnet.“

Der eingesammelte Müll kam zur Annahmestelle nach Bölkershof

Die zweite Gruppe holte in den Hohennauener Bergen aus einem kleinen Wäldchen Müll, wie einen alten Staubsauger und Schutt. Müll einsammeln halfen die Kinder Alana, Paulina, Mona und Hannah. Paulina (8 Jahre) hat ein Hufeisen gefunden. Hufeisen sollen bekanntlich Glück bringen. Glücklich wären die Kinder, wenn nicht wieder Menschen Müll in die Natur werfen. Peter Kober war mit 76 Jahren der älteste Teilnehmer. Der eingesammelte Müll wurde zum Technikhof gebracht, auf ein Fahrzeug verladen und nach Bölkershof zur Entsorgung transportiert. Die Entsorgungskosten übernimmt der Landkreis Havelland.

Von Norbert Stein

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