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Mülldetektive auf Spurensuche in Elstal

Alles für die Umwelt Mülldetektive auf Spurensuche in Elstal

Plastik, Verpackungsmaterial, Wahlplakate und Glasflaschen – täglich sind die Mülldetektive der Elstaler Kita Kinderland im Wald unterwegs und sammeln alles, was dort nicht hingehört. Jetzt sorgen die Waldkinder sogar mit eigenen Sammeleimern für mehr Sauberkeit.

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Handschuhe dürfen beim Sammeln nicht fehlen.

Quelle: Laura Sander

Elstal. Das nasse Unterholz in dem kleinen Waldstück an der Elstaler Rosa-Luxemburg-Straße schmatzt bei jedem Schritt. Der Regen hat den Boden aufgeweicht, Insekten surren durch die Luft – die Waldgruppe der Kita „Kinderland“ lässt sich davon nicht beirren. In Regensachen und Gummistiefeln sammeln sie alles aus dem Wald, was dort nicht hingehört. Plastik, Verpackungsmaterial, Wahlplakate und immer wieder Glas holen die Mülldetektive aus ihrem Wald.

Schnaps-, Sekt- und Bierflaschen

Auch am Dienstag war die rote Kiste wieder randvoll gefüllt mit Schnaps-, Sekt- und Bierflaschen. Sogar einige Pfandflaschen waren dabei. „Die bringen wir dann weg und verwenden das Geld für Anschaffungen, wie unser kürzlich vom Gelände gestohlenes Spieltaxi, oder mal für ein Eis für die fleißigen Sammler – da kommt schon einiges zusammen“, sagt Erzieherin Nicole Schmidtsdorf, die mit ihren 18 Kita-Kindern täglich zwei Stunden im Wald verbringt. „Wir frühstücken gemeinsam und reden im Morgenkreis über Dinge, die uns gerade beschäftigen. Anschließend erkunden die Kinder die Natur, lesen Tierspuren, bauen sich Schaukeln und spielen“, so Kollegin Claudia Friske. Auch Schnitzmesser, Sägen und Scheren dürfen die Waldkinder eigenständig unter Aufsicht bedienen. „Das gehört einfach dazu und den Kindern macht es Riesenspaß. Viele Eltern suchen sich unsere Kita gerade wegen der Waldgruppe aus“, sagt Friske.

Die Kita-Kinder brachten am Dienstag drei Mülleimer an

Die Kita-Kinder brachten am Dienstag drei Mülleimer an.

Quelle: Laura Sander

Während der gemeinsamen Stunden im Wald drehen sich die Gespräche immer wieder auch um den Umweltschutz. Die Kinder sind sensibilisiert und achten eigenständig auf jede noch so kleine Verschmutzung. Sie haben gelernt den Müll zu sortieren und kennen den Unterschied zwischen den einzelnen Materialien. Das neuste Projekt der Mülldetektive sind drei Mülleimer aus alten Joghurt-Verpackungen, die sie gestern eigenhändig zwischen dem Ahornweg und der Straße Unter den Kiefern entlang der Rosa-Luxemburg-Straße aufgehängt haben.

Mülleimer fehlen

„Hier gibt es weit und breit keine Möglichkeit etwas zu entsorgen. Wir leeren die Eimer in Zukunft regelmäßig und beobachten, wie sie genutzt werden“, erklärt Erzieherin Nicole Schmidtsdorf. Sollten die Eimer von den Elstalern gut angenommen werden, will sogar die Gemeinde darüber nachdenken, richtige Mülleimer zu installieren, so Schmidtsdorf weiter. Das bestätigt auch Elstals Ortsvorsteher Matthias Kunze: „Mülleimer fehlen besonders in diesem Teil Elstals an allen Ecken und Enden. Da muss was passieren.“ Mit ihrer Aktion beteiligt sich die Kita „Kinderland“ an dem Projekt „Die Mülldetektive – Kita-Kinder werden aktiv“ der ’Save our Future – Umweltstiftung’ und setzt, gemeinsam mit 650 weiteren Kitas in ganz Deutschland, ein Zeichen gegen Wegwerfplastik und für mehr Ressourcenschutz anlässlich des Weltumwelttages am 3. Juni.

Von Laura Sander

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