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Museumstour durchs Havelland

Kultureinrichtungen der Region luden zum Aktionstag Museumstour durchs Havelland

„Feuer und Flamme“ war das Motto des Aktionstages, bei dem Neugierige verschiedene Kultureinrichtungen der Region kennen lernen konnten. Zum Auftakt konnte man sich in Großderschau mit Kohlrouladen frisch aus dem Ofen stärken. Geöffnet hatten auch das Naturparkzentrum in Milow und das Rathenower Optikmuseum.

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Zum Abschluss des Aktionstages zogen die Rathenower Optis durch die Stadt.

Quelle: Christin Schmidt

Havelland. Fluggeschichte erleben, optischen Phänomenen auf den Grund gehen oder das Leben der Kolonisten erkunden – all das und noch viel mehr konnte ein kulturinteressiertes Publikum am Samstag im Westhavelland erleben. Der Aktionstag „Feuer und Flamme für unsere Museen“ lockte auch in diesem Jahr in die Museen in den Landkreisen Potsdam-Mittelmark, Havelland, Oberhavel, Teltow-Fläming und Ostprignitz-Ruppin sowie in der Stadt Brandenburg. Auf elf verschiedenen Routen konnten sich die Besucher in diesem Jahr begeben. Route Nummer neun führte sie durch das Westhavelland.

Neben dem Naturparkzentrum in Milow lagen auch das Optik Industrie Museum in Rathenow, der Kolonistenhof in Großderschau, das Lilienthal Centrum in Stölln, das Heimathaus in Friesack und der Wagenitzer Schwedenturm sowie die Heimatstube auf dieser Tour.

Gegen 13 Uhr fiel der Startschuss und wer alle Stationen besuchen wollte, war gut beraten, pünktlich loszuziehen. Als erster Anlaufpunkt eignete sich zum Beispiel der Kolonistenhof. Dort konnten die Besucher mit einem zünftigen Mittagessen starten. Helga Klein, die Vorsitzende des Großderschauer Heimatvereins, hatte hausgemachte Kohlrouladen und Kassler in den Backofen geschoben. Mit roter Schürze, breitem Lächeln und ansteckend guter Laune empfing sie die Gäste. Die ersten hatten im gemütlichen Backhaus Platz genommen, während nebenan im alten Waschkessel der Sud für das „Apfelkraut“ vor sich hin blubberte. Eine rheinische Spezialität, wie Jörg-Dietrich Thiele, Geschäftsführer des Hofes, erklärte. Der Name sei eigentlich etwas irreführend, denn mit Kraut hat diese süße Köstlichkeit nichts zu tun. Vielmehr handele es sich dabei um Apfelsirup, Apfelkraut sei einfach nur eine regionale Begrifflichkeit aus dem Rheinland. Wie auch immer, in jedem Fall soll am Ende etwas Süßes aus dem Topf kommen, das dann aufs Brot gestrichen werden kann. Allerdings war sich Helga Klein nicht so sicher, ob das Apfelkraut tatsächlich süß wird: „Die Äpfel waren in diesem Jahr etwas sauer.“

Wer noch mehr sehen wollte, als den Kolonistenhof, der musste den wunderbaren Kuchen aus dem alten Backofen stehen lassen oder sich ein Stück einpacken. Zur Kaffeezeit lohnte sich ein Besuch im Stöllner Lilienthal Centrum. Dort hatten Schüler der Rhinower Grundschule Otto Lilienthal einen Ausschnitt aus dem Musical über das Leben der Brüder Lilienthal aufgeführt. Im April hatten alle Mädchen und Jungen der Schule gemeinsam das Stück „Der Traum vom Fliegen“ mit Nils Fölster von der Musik- und Kunstschule des Landkreises erarbeitet. Ein gelungener Einstieg in die Geschichte der Fliegerei, den sich auch Pilot Heinz-Dieter Kallbach nicht entgehen ließ. Kallbach hatte vor 24 Jahren die IL-62 sicher auf den Stöllner Acker gebracht. Seither kommt er jedes Jahr in das Dorf um den Tag der Landung am 23. Oktober zu feiern. In diesem Jahr konnte das Landefest mit dem Aktionstag verbunden werden und so herrschte reges Treiben im Lilienthal Centrum. Eine Reisegruppe ließ sich von Waltraud Krüger durch die Ausstellung führen. Die Gruppe, die sich mit einem Bus durch die Region chauffieren ließ, steuerte anschließend das Kulturzentrum in der Kreisstadt an und erkundete das Optik Industrie Museum. Sehr viele Museumshopper hatten das Haus an diesem Tag besucht, wie Museumspädagogin Ute Lindemann erzählte. Zauberer Charlie bot spannende Unterhaltung für die Kinder und gegen Abend wurden dann passend zum Aktionstag „Feuer und Flamme“ Feuer entzündet. Mit lautem Uftata lud die Schalmeienkapelle Optis zum finalen Fackel- und Laternenumzug.

Von Christin Schmidt

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