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Musical-Autor aus dem Havelland

Rathenow Musical-Autor aus dem Havelland

Niels Fölster, Fachbereichsleiter Musical der Musik- und Kunstschule Havelland, hat seit 2011 vier Musicals für seine Schülerinnen und Schüler geschrieben und auf die Bühne gebracht. Aus seiner Feder stammen der Text und die Musik. Zwei dieser Musicals sind bereits von fünf anderen Ensembles in Deutschland und Österreich aufgeführt worden.

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Niels Fölster an seinem wichtigsten Arbeitsgerät, hier im Saal der Musik- und Kunstschule Havelland an der Bammer Landstraße in Rathenow.
 

Quelle: Bernd Geske

Rathenow.  Die Musik- und Kunstschule Havelland ist ohne ihre Musical-Produktionen nicht mehr vorstellbar. Das liegt natürlich an den Mädchen und Jungen, die singend, tanzend und schauspielernd die Geschichten lebendig werden lassen. Mehr und mehr nimmt aber Niels Fölster, Fachbereichsleiter Musical der Musik- und Kunstschule, eine zentrale Rolle ein. Vier Musicals hat er in wenigen Jahren geschrieben – Musik und Text. Mit großem Erfolg sind sie in der Heimat aufgeführt worden. Mittlerweile haben andere Ensembles zwei Stücke auch an fünf Orten in Deutschland und Österreich auf die Bühne gebracht.

2009 war er zur Musik- und Kunstschule gekommen. Im Oktober 2011 hatte sein erstes Musical „Family Affairs – eine schrecklich echte Familie“ im Saal des Kulturzentrums Rathenow Premiere. „Die Mädchen und Jungs waren großartig!“, schwärmt Niels Fölster noch heute. Als Schulprojekt ließ er 2013 zwar als kürzeres Stück, aber mit 112 Kindern an der Otto-Lilienthal-Grundschule Rhinow den „Traum vom Fliegen“ folgen. Ein Jahr später brachte er als größere Produktion mit der Musik- und Kunstschule „Tessi – gemobbt“ auf die Bühne.

Ein Szenenfoto aus dem Musical „Frei wie der Wind“

Ein Szenenfoto aus dem Musical „Frei wie der Wind“.

Quelle: Lennart Meyer

2016 war sein arbeitsreichstes Jahr. Er schrieb und inszenierte anlässlich der 800-Jahr-Feiern von Rathenow und Rhinow „Frei wie der Wind“, ein Musical über die Gebrüder Lilienthal. Gleichzeitig stellte er mit Mädchen und Jungen aus dem osthavelländischen Bereich der Musik- und Kunstschule am Marie-Curie-Gymnasium in Dallgow-Döberitz das Musical „Marie & Sophie“ auf die Beine. Bei beiden Stücken führte er auch Regie.

Komponieren und Texten ist für Niels Fölster ein fester Bestandteil seines Lebens. Seine Schülerinnen und Schüler sieht er dabei im Geiste vor sich, um ihnen die Rollen auf den Leib zu schreiben. „Sie sollen an ihren Aufgaben wachsen können“, erklärt er, „aber nicht überfordert werden.“ Für jedes Lied nimmt er seinen Schützlingen MP3-Dateien auf. Eine mit Gesang als Demo und eine mit Playback-Musik zum selber Singen. Falls etwas nicht funktioniere, sei er zu Änderungen bereit. Was ja möglich ist, da er Worte und Musik selbst geschrieben hat.

Erfolgreiche Musicals

„Eine schrecklich echte Familie“ ist nach Rathenow aufgeführt worden in Meckenheim bei Bonn, Garbsen bei Hannover und in Wien.

„Tessi – gemobbt“ wurde auch auf die Bühne gebracht in Hamburg und Bad Sachsa.

Bei „Frei wie der Wind“ gehörten zum Team:

Veronika Fölster (Gesangscoach), Marie-Jo Friske (Choreographie und Tanztraining), Elena Hildebrandt (Tanzunterricht und Kostüme), Katrin Fritze (Kostüme) und Niels Fölster (Musikalische Leitung und Schauspielunterricht).

Die Texte schreibt der Berliner oft in der Bahn auf dem Weg zur Arbeit. Er komponiert meist zu Hause am E-Piano oder PC-Keyboard. Am Wochenende, abends, manchmal auch nachts. Das macht er oft mit Kopfhörern und ohne dass Töne nach außen zu hören sind, damit seine Frau und die Kinder ihre Ruhe haben

1999 hatte Niels Fölster an der Universität der Künste in Berlin sein Diplom als Tonmeister gemacht. Noch heute spricht er begeistert vom Unterricht, den er dort bei Professor Stefan Prey in Musiktheorie und Gehörbildung sowie am Klavier bei Professor Rolf Koenen hatte. Schon mit 13 Jahren hatte er eine Jugend-Rockband gegründet, für die er viele Songs geschrieben hat. „Es fasziniert mich“, erklärt er, „mir Melodien und Harmonien auszudenken, um die Wirkung von Texten durch die richtige Musik zu verstärken.“ Er wolle Geschichten erzählen, die Menschen berühren. Der einzige Wunsch, den er jetzt noch hat: Ein anderes Theater sollte sein Ensemble zum Gastspiel einladen.

Von Bernd Geske

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